Inferno Triathlon Mürren

Schweizer siegen bei 20. Jubiläum erneut

Samuel Hürzeler und Nina Brenn gewannen den vielleicht schönsten Triathlon in den Schweizer Bergen. Dichte Nebel machte den Teilnehmern zu schaffen.

Inferno Triathlon Mürren 2017 - Die Bilder
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Nina Brenn gewann 2017 bereits zum siebten Mal den Inferno Triathlon Mürren.

Bild: swiss-image.ch

3,1 Kilometer Schwimmen, 97 Kilometer Rennrad fahren, 30 km Mountainbike fahren und ein abschließender 25-Kilometer-Berglauf, so lautete das Programm der 337 Teilnehmer der Jubiläums-Auflage des Inferno Triathlons Mürren. Nur Samuel Hürzeler blieb dabei unter der 9-Stunden-Grenze und gewann nach 8:49:51 Stunden mit rund 15 Minuten Vorsprung zum vierten Mal. Einen knapperen Sieg fuhr Nina Brenn ein, die bereits zum sechsten Mal gewann.

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Bereits um 6:30 Uhr starteten am Morgen des 19. August die Triathlon-Teilnehmer des Inferno Triathlons Mürren in ihren Wettkampftag. Während es Stunden vor dem Start im Berner Oberland noch gewittert und gestürmt hatte, hatten sich die Wolken inzwischen gelichtet, sodass die meisten Teilnehmer trocken im Ziel am Schilthorn ankommen sollten. Einzig der recht starke Nebel, der beim abschließenden Berglauf auftrat, war nicht jedermanns Sache, sodass die meisten froh waren, als sie diesen Streckenabschnitt wieder verlassen hatten und dem nun naheliegenden Ziel näherkamen.

Rekordsieger am Start

Wie in den vergangenen Jahren waren auch 2017 wieder zahlreiche Topathleten am Start. Auch der zehnfache Sieger Marc Pschebizin wollte sich die Jubiläumsveranstaltung nicht entgehen lassen und startete als Mitfavorit ins Rennen. Bereits nach gut 45 Minuten stieg in Oberhofen jedoch ein Anderer als Erster aus dem Wasser des 19 Grad warmen Sees. Samuel Hürzeler, der in den vergangenen Jahren auch schon dreimal gewann, hatte sich an die Spitze des Feldes gesetzt und unterstrich so früh seine Siegambitionen. Auf der Radstrecke setzte er seine Führung fort, konnte diese jedoch nicht ausbauen, sondern verlor gar etwas auf seine Verfolger. Gerade der Vorjahresdritte Michael Göhner setzte ihn dabei stark unter Druck. Dieser musste das Rennen wenig später allerdings aufgrund eines technischen Defekts am Hinterrad aufgeben. Auf dem Mountainbike nahm Ramon Krebs Göhners Rolle als hartnäckigster Verfolger ein, ebenfalls ohne Erfolg.

Hürzeler und Brenn siegen

So ging Samuel Hürzeler als Führender auf die Laufstrecke von Lauterbrunen hinauf nach Mürren und weiter auf das Schilthorn. Dabei baute er seinen Vorsprung nach und nach aus und feierte schließlich nach 2011, 2014 und 2015 in 8:49:51 Stunden seinen vierten Erfolg beim Inferno Triathlon Mürren. Der Münsinger Krebs kam nach 9:04:55 Stunden als Gesamtzweiter noch vor dem Deutschen Marc Pschebizin (9:11:43 Stunden), der über 10 Jahre älter als seine beide Kontrahenten ist, ins Ziel. Bei den Damen führte lange Zeit Ricarda Lisk, die ihre Abschiedsvorstellung als Profiathletin gab. Auf dem Mountainbike musste sie die Führung jedoch an die spätere Siegerin Nina Brenn abgeben. Im Ziel lag die siebenfache Siegerin Brenn in 10:01:12 Stunden vor Petra Eggenschwiler (10:05:20 Stunden) und der Deutschen Ricarda Lisk (10:08:07 Stunden).

Olympionikin und deutscher Vizemeister dominieren

Die große Herausforderung für reine Bergläufer stellte der Inferno Halbmarathon mit seiner Gesamtsteigung von über 2.000 Höhenmetern, der auch zu „Swiss Running Trophy“ zählt, dar. Den um 10:15 Uhr in Lauterbrunnen gestartet Lauf über die klassischen 21,1 Kilometer dominierten der deutsche Berglauf-Vizemeister Jonas Lehmann sowie die 34-jährige Britin Emma Pooley. Pooley, die bereits zweimal bei Olympia teilgenommen hat, gewann in 2:21:10 Stunden mit über zehn Minuten Vorsprung vor der aus Deutschland stammenden Melanie Noll (2:31:43 Stunden). Als beste Schweizerin und Gesamtdritte kam wenig später Andrea Huser ins Ziel. Etwas knapper, aber dennoch souverän, gewann Jonas Lehmann (2:04:47 Stunden). Er erreichte das 2.790 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Ziel so knapp drei Minuten vor Werner Marti (2:07:39 Stunden). Das Podest komplettierte der Ringgenberger Philipp Feuz (2:09:38 Stunden). Die schnellsten Halbmarathon-Staffeln waren derweil Oehrli Michel (2:42:30 Stunden) und die Kandertaler Ladies (3:03:11 Stunden). Den 471 Halbmarathon-Läufern wurde dabei trotz des teilweise aufkommenden Nebels durch das Wetter kein Strich durch die Rechnung gemacht. Auch die Zuschauer zeigten sich erfreut und feuerten tatkräftig an.

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