Challenge Roth 2018

Sämmler spurtet nach 8:43 Stunden zum deutschen Rekord

Sebastian Kienle sicherte sich beim 35. Jubiläum des Langstrecken-Klassikers seinen ersten Sieg. Daniela Sämmler machte wenig später den deutschen Doppelsieg perfekt.

Challenge Roth 2018 - Die Bilder
Challenge Roth 2018 (2)

Die Sportler hatten mit warmen Bedingungen zu kämpfen.

Bild: Ingo Kutsche

Die beiden deutschen Triathleten Sebastian Kienle und Daniela Sämmler wussten beim 35. Jubiläum der Challenge Roth zu überzeugen und gewannen. Das Publikum konnte sich somit über einen deutschen Doppelsieg freuen. Den Startschuss des Langdistanz-Klassikers fiel derweil schon um 6:30 Uhr. Während die Temperaturen zu Beginn noch ideal erschienen, stieg sie immer weiter und ließen die Sportler besonders beim abschließenden Marathon schwitzen.

Mit dabei war für Runner’s World Fotograf Ingo Kutsche. Seine besten Bilder finden Sie in der Bildergalerie über und unter diesem Artikel.

Bereits nach 47 bzw. 48 Minuten stiegen die ersten Triathleten nach 3,8 Kilometern Schwimmen aus dem Wasser und machten sich auf in die Wechselzone. Absetzen konnte sich zu diesem Zeitpunkt des Rennens noch niemand. Rund 20 Sportler lagen gemeinsam in Führung, darunter auch die Favoriten Sebastian Kienle, Andreas Dreitz, James Cunnama, Jesse Thomas, Sven Riederer und Cameron Wurf. Kurzdistanz-Spezialist Riederer wechselte gemeinsam mit Paul Schuster am schnellsten und nahmen den Radkurs so als Führende in Angriff. Cameron Wurf und Sebastian Kienle machten jedoch bereits nach wenigen Kilometern klar, dass an ihnen heute auf dem Rad kein Weg vorbeigehen würde. Am Ende blieb Ex-Radprofi Wurf in 4:05:36 Stunden rund zweieinhalb Minuten unter dem Radstreckenrekord von Jan Frodeno aus dem Jahr 2016. Auch Kienle unterbot Frodenos Rekordzeit in 4:07:28 Stunden um eine gute Minute. Vor den abschließenden 42,195 Laufkilometern führte so Wurf mit 1:59 Minuten Vorsprung vor Kienle und 6:10 Minuten Vorsprung vor Andreas Dreitz. Wie erwartet konnte Wurf dem Lauftempo von Sebastian Kienle jedoch nicht folgen. Kienle lief den Marathon in schnellen 2:47:45 Stunden und sicherte sich in einer Gesamtzeit von 7:46:23 Stunden den Sieg. Cameron Wurf fiel hingegen auf Rang fünf zurück. Zweiter wurde Andreas Dreitz (7:53:06 Stunden), der sich vom Publikum gebührend feiern ließ. Auf Rang drei kam der US-Amerikaner Jesse Thomas in 7:54:38 Stunden.

Daniela Sämmler siegt knapp

Noch spannender ging es bei den Damen zu. Daniela Sämmler aus Darmstadt kämpfte um ihren ersten Sieg in Roth, was ihr am Ende mit wenigen Sekunden Vorsprung gelang. Nach dem Schwimmen hatte sie noch rund sieben Minuten Rückstand auf die Spitze gehabt, nach dem Radfahren waren es noch 3:30 Minuten. Nach 35 Laufkilometern überholte Sämmler die bis dato führende Lucy Charles. Diese gab sich jedoch nicht geschlagen und lieferte sich mit den Deutschen ein Duell bis auf die Zielgerade. Letztlich gewann Sämmler in 8:43:42 Stunden mit neun Sekunden Vorsprung und unterbot so auch den deutschen Rekord. Dritte wurde Kaisa Sali aus Finnland, die 8:46:49 Stunden benötigte.

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