Ironman Hamburg 2018

Blaualgen machten den Ironman zum Duathlon

Bei strahlendem Sonnenschein starteten rund 2.150 Sportler in Hamburg, doch wegen zu hoher Blaualgenkonzentration in der Alster durfte nicht geschwommen werden. Aus dem Triathlon wurde ein Duathlon.

Ironman Hamburg 2018 - Die Bilder
Ironman Hamburg 2018 (1)

Sarah Crowley war in Hamburg nicht zu schlagen.

Bild: Thomas Sobczak

Mit Bart Aernouts und Sarah Crowley gewannen bei der Zweitausgabe des Ironman Hamburg ein Belgier und eine Australierin. Statt der klassischen Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen musste in diesem Jahr auf die Duathlon-Version aus Laufen, Radfahren und erneutem Laufen gesetzt werden. Der Startschuss fiel anders als ursprünglich geplant für die Profi-Herren so erst um 7:00 Uhr, die Damen folgten zwei Minuten später. Ab 7:10 Uhr gingen die Altersklassen-Athleten auf die Strecke. Insgesamt starteten etwa 2.150 Sportler aus 69 Nationen, die von rund 175.000 Zuschauern entlang der Strecke unterstützt wurden.

Für runnersworld.de waren die Fotografen Thomas Sobczak und Ingo Kutsche beim Ironman Hamburg 2018 vor Ort. Ihre schönsten Impressionen vom Rennen finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb sowie inmitten dieses Artikels.

Zwei Tage vor dem Event machte die Nachricht die Runde, dass das Schwimmen des Ironman Hamburg 2018 abgesagt werden musste. Grund hierfür sei die aktuelle Blaualgenkonzentration in der Alster, die den zulässigen Grenzwert etwa um das Vierfache überschritt. Um die weit über 2.000 Teilnehmer zu schützen, wurde daher auf einen zusätzlichen 6-Kilometer-Lauf ausgewichen, mit dem das Rennen gestartet wurde. Nach der einführenden Laufrunde und dem Einlauf in die Wechselzone begann am nördlichen Ende dieser Zone am Ballindamm die Radstrecke. Diese verlief von dort aus über zwei 90 Kilometer lange Runden. Dabei wurde der Hamburger Großmarkt, der normalerweise für Radfahrer gesperrt ist, durchfahren und die Brandshofer Schleusenbrücke überquert. Anschließend führte die Strecke in das industriell-schicke Rothenburgsort und durch die schönen Vier- und Marschlande. Besonders die Hotspots am Hohendeicher See und am Zollenspieker Fährhaus zeigten sich als Treffpunkte für Zuschauer und Fans. Nach dem ersten Wendepunkt in Geesthacht kurz vor Kilometer 40 fuhren die Triathleten eine Schleife durch den Gammer Weg in Altengamme, bevor es über den Deich zurück in die Innenstadt ging. Die letzten Kilometer des Rundkurses verliefen über die Lombardsbrücke bis zum letzten Wendepunkt vor dem Fernsehturm bei Kilometer 87. Der abschließende Marathon wurde rund um die Binnen- und entlang der Außenalster absolviert. Auch der Rathausmarkt wurde auf den vier Laufrunden drei Mal passiert. An selber Stelle wurde am Ende auch gefinisht.

Ironman Hamburg 2018 - Weitere Bilder

Auf leichten Gegenwind folgte auf der zweiten Hälfte der Radrunde Rückenwind.

Bild: Thomas Sobczak

Belgier Aernouts siegt beim Ironman Hamburg 2018

In einem attraktiven Rennen, in dem gut zwei Dutzend Profis an den Start gingen, errang Bart Aernouts seinen ersten Sieg beim Ironman Hamburg. In dem ersten Laufabschnitt des Tages kamen die meisten Profis nahezu zeitgleich in der Wechselzone an. Lokalmatador Michael Raelert verließ diese als Führender wieder. Auf den folgenden 180 Radkilometern entzerrte sich das Feld zunehmend, sodass Aernouts gemeinsam mit Vorjahressieger James Cunnama aus Südafrika als erste Athleten in die Laufschuhe wechseln konnten. Nach rund 20 Kilometern wurde Cunnama vom Briten Joe Skipper eingeholt und auf den dritten Gesamtplatz verdrängt. An dieser Reihenfolge sollte sich bis ins Ziel nichts mehr ändern. Somit gewann Aernouts am Ende in 7:05:26 Stunden vor Skipper und Cunnama. Auf Rang fünf kam mit Franz Loeschke der erste Deutsche ins Ziel. Neben Rang fünf errang er so auch den DTU-Meistertitel auf der Langdistanz. Der von einem Genickbruch genesene Brite Tim Don, der erstmals wieder über die Langdistanz an den Start ging, erreichte das Ziel auf dem Rathausmarkt unter dem Jubel der Zuschauer als Gesamtneunter – und brach daraufhin in Freudentränen aus.

Sarah Crowley vor Katharina Grohmann

Ein ebenfalls interessantes Rennen bekamen die Zuschauer bei den Damen zu sehen. Hier setzte sich Sarah Crowley aus Australien in 8:08:21 Stunden durch. Gesamtzweite und gleichzeitig neue deutsche Meisterin wurde Katharina Grohmann. Das Gesamtpodest wurde durch Maja Stage Nielsen aus Dänemark komplettiert, die sich den dritten Platz sichern konnte. Björn Steinmetz vom Veranstaltungs-Team zog ein durchweg positives Fazit: „Ich ziehe meinen Hut vor den Leistungen der Athleten trotz der kurzfristigen Änderung auf den Duathlon. Für uns als Team ist es eine Ehre, so ein Rennen in einer solchen Stadt ausrichten zu dürfen. Es war ein toller Wettbewerb für Athleten und Zuschauer. Unser besonderer Dank gilt den tausenden freiwilligen Helfern sowie der Stadt. Das Rennen war erneut eine starke Visitenkarte für die Stadt und so etwas motiviert ungemein für die dritte Ausgabe am 28. Juli 2019, dann wieder im gewohnten Format.“

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