13 bis 14 Jahre

Lauftraining für Jugendliche

Das Hauptaugenmerk beim Training von Teenagern sollte auf Athletik und Schnelligkeit liegen.

Laufen mit Kindern 13 bis 14 Jahre

Das Training braucht in diesem Alter das Gruppen­erlebnis: Teenagern macht es mehr Spaß, gemeinsam mit und gegen andere zu laufen.

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Wie sollte das Lauftraining aussehen?

Dies ist das Alter, in dem Kinder am schnellsten wachsen. Aber weiterhin gilt: Die Knochen sind nicht fest genug und die Muskeln noch nicht in der Lage, extreme Belastungen aufzufangen. Daher ist weiterhin Vorsicht bei den Laufumfängen und -intensitäten geboten, die Gefahr eines Ermüdungsbruchs ist relativ groß. Dennoch kann durchaus schon mit einem regelmäßigem Lauftraining begonnen werden. Aber mehr als maximal 30 bis 40 Wo­chen­kilometer sollten es nicht sein. Das Haupt­augenmerk sollte auf Athletik und Schnelligkeit gelegt werden. In der Pubertät gewinnen Jungen an Muskelmasse und Kraft – das ist von Vorteil, aber indivi­duell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Mädchen kämpfen dagegen oft gegen den zunehmenden Anteil von Körperfett, was das Laufen nicht leichter macht.

Welche Tempi und Distanzen sind geeignet?

Ein mehrmaliges Lauftraining pro Woche sollte vielseitig sein und sich auf Mittelstrecken (800 Meter) als Wettkampfdistanzen konzentrieren, was aber nicht bedeutet, dass nicht auch Laufstrecken von bis zu zehn Kilometer Länge möglich sind. Das Training braucht in diesem Alter noch das Gruppen­erlebnis: Es macht Kindern grundsätzlich weniger Spaß, allein zu laufen als gemeinsam mit anderen. Dabei lebt ein Kinderlauftraining aber auch vom Sich-miteinander-Messen. Spielerische Wettkämpfe dürfen fester Bestandteil der Lauftrainings sein.

"Kann ein zu intensives Lauftraining die körperliche und seelische Entwicklung meiner 13-jährigen Tochter beeinträchtigen?"

Mädchen, die in diesem Alter schon ein hoch intensives Lauftraining absolvieren, haben nicht nur ein enormes Risiko, dass ihre Knochen der Belastung nicht standhalten, sondern tendieren auch zum Untergewicht: Sie verbrennen schnell mehr Kalorien, als sie zu sich nehmen. Das kann unter anderem zu einem niedrigen Östrogen-Spiegel führen. Als mögliche Folgen drohen dann eine verminderte Knochendichte und in weiterer Konsequenz Ermüdungsbrüche – und sogar das Ausbleiben beziehungsweise Nicht-Einsetzen der Regelblutung mit all seinen negativen Auswirkungen, auch auf die Psyche.

Lauftraining für Kinder und Jugen:

Lauftraining für junge Erwachsene