Gemeinsam Sport machen

Laufen mit der ganzen Familie

Gemeinsam laufen verbindet und macht Spaß. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie zusammen mit Ihrem Partner und den Kindern Sport machen.

Laufen mit der ganzen Familie

Mit ein bisschen Planung und Rücksichtnahme können Sie als Familie gemeinsam laufen – und dabei sogar voneinander profitieren.

Bild: iStockphoto

Sie haben das Wochenende frei und es ist schönes Wetter. Nun mit der ganzen Familie draußen Sport zu machen – das wäre toll. Doch wie sollen Papa, Mama, die nie müde werdende Neunjährige und der kleine Einjährige gemeinsam laufen? Wir geben Ihnen hier ein paar Tipps, wie Sie als Paar mit unterschiedlichem Leistungsniveau und mit Kindern in jedem Alter gemeinsam Sport machen können.

Laufen mit dem Partner oder der Partnerin

Selten haben in der Partnerschaft beide das gleiche Leistungsniveau. Doch das soll Sie nicht davon abhalten, gemeinsam in die Trainingssachen zu schlüpfen. Mit den folgenden Möglichkeiten kommen beide aus der Puste – und trotzdem haben Sie beide etwas davon und profitieren sogar voneinander.

Beim Ein- und Auslaufen für ein Tempotraining geht es nur darum, die Muskeln zu erwärmen oder sie wieder zu lockern. Die Laufgeschwindigkeit spielt keine Rolle. Das Warm-up und Cool-down können Sie als Paar mit unterschiedlichem Leistungsniveau also gut zusammen gestalten. Auch bei regenerativen Läufen ist das Tempo nicht wichtig, es geht nur um die aktive Erholung. Derjenige mit dem etwas niedrigeren Ausdauerniveau gibt das Tempo vor. Bei dem langsamen Lauftempo können Sie sich gut unterhalten – und sich so vielleicht auch auszutauschen, wozu Sie sonst im Arbeits- und Familienalltag nicht die Zeit finden.

Fürs gemeinsame Tempotraining suchen Sie sich eine kleine Runde oder gehen auf die Laufbahn. Auch wenn jeder seine Runden in seiner Geschwindigkeit läuft, begegnen Sie sich oft und sehen sich immer wieder – das motiviert und das Training geht viel leichter von der Hand, als wenn Sie ganz alleine auf dem Platz sind.

Ein Intervalltraining können Sie zum Beispiel gemeinsam gestalten, in dem der schwächere Partner nur einen Teilabschnitt der Intervallstrecke mitläuft. So können Sie auch die Pausen unterschiedlich lang gestalten, sich an der Startlinie wieder treffen und immer zusammen loslaufen.

Eine Variante für Intervalltraining abseits von Laufbahn oder kleinen Runden: Der Schwächere läuft vor, der Schnellere holt ein. So kann jeder sein Tempo selbst steuern und beide haben den Ansporn, schnell einzuholen bzw. nicht eingeholt zu werden. Nach der Aufholjagd laufen Sie eine Zeit lang locker zusammen weiter, bevor der erste wieder mit dem schnellen Abschnitt startet.

Mit Babyjogger auf die Laufstrecke

Wenn Ihr Kleinkind alt genug ist, können Sie es mit auf Ihre Laufrunde nehmen und damit den Spaziergang und Ihr eigenes Auspowern verbinden. Dazu sollte Ihr Sprössling gut alleine sitzen und den Kopf selbst halten können, auch über einen längeren Zeitraum. Meistens können Kinder das ab einem Alter von rund sechs bis neun Monaten.

Mit einem speziellen Laufkinderwagen profitieren Sie beide: Der Wagen lässt sich gut schieben und hat einen längeren Radstand als ein klassischer Kinderwagen, wodurch er besser geradeaus fährt. Die großen Räder mit Luftreifen laufen auch auf unebenem Boden angenehm flüssig. Sie können den Babyjogger leicht schieben und Ihr Kind sitzt komfortabel im leicht schaukelnden Wagen.

Welches Modell sich für Sie eignet und was Sie beim Kauf und bei der Benutzung beachten sollten, erfahren Sie hier: Alle Informationen zum Laufen mit Babyjogger und Laufkinderwagen im Test.

Beachten Sie, dass Ihrem Kind die Fahrt bestimmt gefällt, aber meistens nicht länger als eine Stunde. Denn während Sie sich bewegen, sitzt Ihr Sprössling angeschnallt im Wagen.

Babyjogger und Laufkinderwagen im Test : 63 Fotos

Auch Partner mit unterschiedlichem Leistungsniveau können ihr Lauftraining gemeinsam machen.

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Begleitung mit dem Kinder-Fahrrad

Ist Ihr Kind älter, kann es Sie mit dem Laufrad oder auf dem Fahrrad beim Joggen begleiten. Dazu sollte es aber schon geübt im Fahren und sicher unterwegs sein. Sonst haben auch Sie keine Ruhe und damit auch keinen Spaß beim Laufen. Wenn Sie mit Ihrem Sprössling losziehen, nehmen Sie sich nicht vor, Leistungstraining zu absolvieren. Denn mit Kindern kommt immer etwas dazwischen. Der Spaß sollte im Fokus stehen und der Aspekt, dass Sie sich an der frischen Luft bewegen, also etwas für Ihre Gesundheit tun.

Lauftraining für Kinder

Hat Ihr Kind von sich aus Spaß am Laufen und möchte Sie begleiten, können Sie das Joggen spielerisch gestalten. Lassen Sie Ihr kleines Energiebündel zwischendurch Sprünge machen oder kurze Abschnitte schneller laufen. So werden nicht nur mehr Muskelgruppen und -fasern aktiviert als beim eintönigen Dauerlaufen, den Kleinen wird auch nicht langweilig. Vielleicht kennt Ihr Kind auch Koordinationsübungen wie Hopserlauf und kann Ihnen etwas vormachen.

Ausführliche Informationen, was Sie für unterschiedliche Altersstufen bei den Laufumfängen auch im Hinblick auf die körperliche Entwicklung beachten sollten und ab wann ein zielgerichtetes Lauftraining sinnvoll ist, können Sie in unserem Special Lauftraining für Kinder und Jugendliche nachlesen.

Fazit: Gemeinsam Laufen mit Partner und Kindern

Zusammen Sport machen verbindet und macht Spaß. Mit ein paar Tipps bekommen Sie das auch mit der Familie hin – trotz unterschiedlichem Alter und Leistungsniveau. Wichtig dabei ist, dass es allen Spaß macht.

Weil es beim Ein- und Auslaufen oder bei regenerative Läufen nicht auf die Laufgeschwindigkeit ankommt, können Sie hier mit Ihrem Partner gemeinsam laufen. Ihr Intervalltraining können Sie verbinden, in dem der schwächere Läufer nur einen Teil des schnellen Abschnitts mitläuft und so auch eine längere Pause hat. Oder Sie laufen früher los und lassen sich vom schnelleren Partner einholen.

Nehmen Sie Ihr Kind mit auf die Laufstrecke, können Sie sich auspowern und haben gleichzeitig Ihren Sprössling bei sich. Wenn Ihr Nachwuchs alleine sitzen und den Kopf halten kann, können Sie ihn im Babyjogger vor sich herschieben. Ist Ihr Kind schon älter und sicher auf dem Fahrrad, kann es Sie beim Laufen begleiten und bewegt sich selbst auch ordentlich.

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