Crosslauf

Keine Angst vor Schlamm und Dreck!

Crossläufe steigern die Belastbarkeit und trainieren die Beinmuskeln optimal.

Crosslauf

Kleine Herausforderung: Crosslaufen bedeutet, neue Wege zu beschreiten – auch wenn sie auf den ersten Blick nicht immer besonders angenehm wirken.

Bild: Norbert Wilhelmi

"Es ist doch ein Jammer, dass der Crosslauf in unseren Breitengraden den Profis vorbehalten ist“, meinte ein alter Bekannter kürzlich, als ich mit ihm entlang des Isar­ufers dahintrottete. Ich verstand seine Intention nicht, zeigte auf ­einen matschigen Trail drei bis vier Meter abseits unseres Schotterwegs und fragte: „Nur für Profis? Komm, da drüben ­können wir uns gleich mal dreckig machen.“ Er winkte ab und erklärte, was er meinte: „Ich denke an den Crosslauf als Wettkampfsport. So wie der Straßenlauf von Freizeitläufern getragen wird, ist es doch im Crosslauf nicht. Da gibt es Wettkampf­angebote ausschließlich für ambitionierte Läufer.“ – „Falsch“, klärte ich ihn auf und versprach ihm, eine Serie von Crossläufen für jedermann herauszusuchen, denn im November be­ginnt die Saison – bei uns in Deutschland ­zwar etwas halbherzig, in Großbritannien und Süd­europa aber mit größerem Elan, in den USA als angesagter College-Sport und in Afrika als Grundlage für alle Lauferfolge.

Der Crosslauf stellt vollkommen andere Ansprüche an den Laufstil als der Straßenlauf oder – im Extrem – der Marathonlauf, bei dem man mit flachen Schritten versucht, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. „Das wechselnde Terrain und die anspruchsvollen Bodenverhältnisse mit kleineren Anstiegen und Sprüngen beanspruchen die Beinmuskeln viel mehr und sorgen dafür, dass die Kapillarisierung in den Muskeln verbessert wird“, sagt Wilfried Raatz, der in Darmstadt den größten deutschen Crosslauf veranstaltet. „Das bedeutet, dass sich beim Crosslaufen in der Beinmuskulatur viele neue Blutgefäße bilden, die den Sauerstofftransport an die Muskeln optimieren und die Ermüdung hinauszögern. Keine Frage, dass dies einem Crossläufer auch später bei Straßen- oder Bahnläufen zugutekommt.“

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Hoher Trainingseffekt