Zwei Mal kurz gleich ein Mal lang?

Kann man den langen Lauf aufteilen?

Haben zwei kürzere Läufe den gleichen Effekt wie ein langer? Trainingsexperte Martin Grüning weiß Rat.

Langen Lauf teilen?

Zwei kurze Läufe gleich ein langer? Nicht, wenn Sie für einen Marathon trainieren.

Bild: iStockphoto

Der lange Lauf ist die effektivste Trainingsform, die Muskelausdauer zu trainieren, und schult die Fähigkeit der Muskulatur, über einen längeren Zeitraum submaximal zu kontrahieren. Außerdem wird die Anzahl der Blutgefäße und Mitochondrien in der aktiven Muskulatur erhöht, was wiederum deren Fähigkeit verbessert, Sauerstoff zu verarbeiten. Manchmal fehlt aber einfach die Zeit oder auch die Motivation – Ist es also okay, wenn man seinen langen Lauf aufteilt: Zum Beispiel Morgens eine Stunde vor der Arbeit und abends eine Stunde danach?

Trainingsexperte Martin Grüning meint:

Das Wichtigste: Der lange Lauf trainiert die Fettverbrennung, erhöht die Effektivität des Glykogenverbrauchs. Dies bedeutet nichts anderes, als dass Sie lernen, sparsam mit Ihren Energievorräten umzugehen. Der Körper wird dabei geschult, bei langsamem Tempo Energie auch aus seinen Fettquellen zu schöpfen und Glykogen zu sparen. Und jetzt zu Ihrer Frage: 1. Zuvor beschriebene Effekte stellen sich natürlich nur ein, wenn Sie tatsächlich die zwei Stunden am Stück laufen, diese Laufeinheit also nicht aufteilen. Aber 2.: Lernen mit den Energievorräten sparsam umzugehen, müssen Sie wiederum nur, wenn Sie sich konkret auf eine extreme Ausdauerbelastung, wie zum Beispiel einen Marathon, vorbereiten.

Fazit: In der Vorbereitung auf einen Marathon ist der ungeteilte lange Lauf unabdingbar, ansonsten können Sie durchaus auch statt einmal lang, zweimal kurz pro Tag laufen. Das kann unter Umständen sogar gesünder sein.

Mehr Infos und Trainingstipps zum langen Lauf gibt es in unserem Lexikon: Langer Lauf (Long Jog).

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