• Sportlicher Sonnenschutz

    Sonnencremes für Läufer im Test

    Welche Sonnencreme übersteht auch starkes Schwitzen beim Laufen und wo gibt es praktische Sticks zum Mitnehmen? Wir haben Sport-Sonnencremes und After-Sun-Produkte getestet.



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    Foto: Hersteller

    Milchige und fettige Sonnencremes, die einen unangenehmen Film bilden, sobald man anfängt zu schwitzen nerven viele Läufer im Sommer. Auf längeren Touren ist es auch ärgerlich, dass die gängigen 200-Milliliter-Flaschen so viel Platz im Laufrucksack wegnehmen. Wir zeigen Produkte, die es besser machen wollen: Sport-Sonnenschutz und After-Sun-Produkte für Läufer im Test. Hilfe bei der Wahl des richtigen Produktes gibt unser Sonnenschutz-Kaufratgeber:

    TIPPS ZUM KAUF VON SPORT-SONNENSCHUTZ

    Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl des passenden Sonnenschutz-Produktes sind der Lichtschutzfaktor, die Art des Schutzes und der Produkttyp, also Milch, Gel oder Spray.

    WELCHER LICHTSCHUTZFAKTOR IST DER RICHTIGE?

    Der Lichtschutzfaktor (LSF) sagt aus, wie lange die Schutzfunktion der Sonnencreme anhält. Die Werte reichen von leicht (LSF 6-10) über mittel (15-25) und hoch (30-50) bis zu sehr hoch (50+). Welcher Faktor für Sie der richtige ist, hängt zum einen von der Eigenschutzzeit Ihrer Haut, also Ihrem Hauttyp, und zum anderen von der Länge des Aufenthaltes in der Sonne ab:

    • Heller Typ: Mit hellen Haaren, Sommersprossen und eher empfindlicher Haut, haben Sie nur eine Eigenschutzzeit von 10 bis 20 Minuten. Meiden Sie beim Training eher die Mittagssonne und greifen Sie zum LSF 30-50. Für einen City-Marathon, bei dem Sie mehrere Stunden der prallen Sonne ausgesetzt sind, ist sogar LSF 50+ angebracht.
    • Mischtyp:Sie haben eine mittlere Hautfarbe und dunkelblonde bis braune Haare? Dann haben Sie als Mischtyp eine Eigenschutzzeit von etwa 30 Minuten. Zum Anfang der Sommersaison sollten Sie Ihre Haut mit LSF 30 an die Sonne gewöhnen, später reicht meist ein mittlerer LSF.
    • Dunkler Typ: Mit braunen Augen und natürlich bräunlichem Teint haben Sie zwar eine Eigenschutzzeit von 40 bis 50 Minuten, auf Sonnenschutz verzichten sollten Sie trotzdem nicht. Gerade beim Laufen in freien Flächen ist die UV-Belastung, die unter anderem Hautkrebs begünstigt, nicht zu unterschätzen. Verwenden Sie deshalb einen Basisschutz von LSF 10 bis 20.

    Tipp: Die Zeit, die die Sonnencreme schützt, lässt sich mit einer Faustformel grob berechnen: Eigenschutzzeit der Haut x Lichtschutzfaktor = Minuten, die man geschützt in der Sonne verbringen kann.

    CHEMISCHER ODER MINERALISCHER LICHTSCHUTZ?

    Sonnenschutzmittel wirken nach zwei unterschiedlichen Prinzipien: Entweder wandeln sie chemisch die UV-Strahlung in langewellige Strahlung um oder sie wirken physikalisch, indem die Strahlung durch Mikropigmente reflektiert wird.

    Chemische Filter wandeln UV-Strahlung um

    Beim chemischen Lichtschutz wird die Haut dadurch geschützt, dass in dem Sonnenschutzprodukt organische Verbindungen gelöst sind, die als Filter fungieren. Das bedeutet, die Filtersubstanzen sind in der Lage, UV-Strahlung einer bestimmten Wellenlänge aufzunehmen und in andere Energieformen (z. B. Wärme) umzuwandeln. Das Allergierisiko ist inzwischen zwar gering, trotzdem stehen einige Filtersubstanzen (Butyl Methoxydibenzolmenthane, Octocrylene und Ethylhexyl Methoxycinnamate) im Verdacht, hormonell wirksam zu sein.

    Physikalische Filter wirken wie kleine Spiegel

    Physikalischer oder mineralischer Lichtschutz beruht auf dem Prinzip der Reflexion: Die Sonnenschutzprodukte bilden eine Schutzschicht auf der Haut an der die Strahlung abprallt. Es handelt es sich dabei um winzige Partikel der Pigmente Titanoxid oder Zinkoxid. Sie wirken wie kleine Spiegel, an denen die Strahlung reflektiert oder gestreut wird, so dass sie gar nicht erst in tiefere Hautschichten eindringen kann. Um den Weißfilm zu verhindern, der bei dieser Filtermethode entsteht, werden heute winzige Nano-Partikel verwendet.

    Tipp: Wie genau Sonne der Haut schadet, und was der Unterschied zwischen UVA- UVB-Strahlung ist, erfahren Sie in unserem Sonnenschutz-ABC.

    MILCH, GEL ODER SPRAY - WAS HÄLT BEIM LAUFEN AM BESTEN?

    Klassische Sonnencreme fettet oft und verabschiedet sich beim Schwitzen. Sind Gels und Sprays die bessere Lösung?

    Sonnenmilch und –creme schützen vor Austrocknen der Haut

    Die klassischen Sonnenschutz-Varianten setzen sich aus Fett und Wasser zusammen, wobei Cremes deutlich ölhaltiger und damit fester in der Konsistenz sind.
    Für Läufer geeignet? Bedingt. Sonnenmilch wird beim Sport schnell „abgeschwitzt“, oft bleiben nervige weiße Rückstände zurück. Allerdings bewahrt der hohe Fettgehalt und häufig enthaltene Pflege-Bestandteile die Haut vor dem Austrocknen. Eine gut einziehende Creme kann sich also durchaus für das Training bewähren.

    Sonnengele sind leicht und fetten weniger

    Sonnengele verzichten auf Emulgatoren und Konservierungsstoffe wie Parabene, die die Haut reizen können und enthalten keine Öle oder Fette.
    Für Läufer geeignet? Ja, denn dank des geringen Fettgehaltes fühlen Gele sich leichter als Cremes an und verstopfen die Poren nicht. Dadurch sind sie auch schweißresistenter. Vorsicht aber bei trockener Haut: Der mangelnde Fettgehalt kann zu Reizungen und Rötungen führen.

    Sonnensprays lassen sich leicht auftragen

    Sonnensprays sind dünne, leicht verträgliche Emulsionen, die in allen Lichtschutzfaktoren erhältlich sind.
    Für Läufer geeignet? Ja, besonders, weil Sprays meist schnell einziehen und ein angenehm leichtes Gefühl hinterlassen. Auch das unkomplizierte Auftragen ist kurz vor dem Training oder auch unterwegs ein Vorteil.

    Sonnenroller und –sticks: Praktisch dank kleinem Format

    In Sticks oder Rollern stecken meistens Emulsionen, ähnlich wie in Sprays. Sie sind besonders geeignet um gezielt Hautflächen (vor allem im Gesicht) vor Sonnenbrand zu schützen.
    Für Läufer geeignet? Ja, als Ergänzung für unterwegs, denn die kleinen Produkte lassen sich gut in Rucksack oder Gurt verstauen. Vor dem Lauf sollte aber der ganze Körper einmal eingecremt werden.

    Tipp: Beim Laufen kann ein intensiver Sonnencreme-Geruch oft störend sein. Achten Sie deshalb auch auf parfümfreie Produkte.

    Sonnenschutz-Hinweise für Trail- und Bergläufer

    Je höher man unterwegs ist, desto wichtiger wird der UV-Schutz. Denn in den Bergen ist die Intensität der UV-Strahlung deutlich höher, als auf Meereshöhe. Außerdem reflektiert Eis extrem viel Strahlung. Für Touren in den Bergen also immer auf Breitbandschutz aus UVB- und UVA-Filter achten und einen höheren Lichtschutzfaktor wählen, als man es im Flachland tun würde.

    In unserer großen Produktübersicht finden Sie nun viele Sonnenschutz-Produkte speziell für Sportler mit Preisvergleich und Testberichten.

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    Avène Réflexe Solaire SPF 50+ und Mineralisches Sonnenfluid

    Klassischer oder mineralischer Schutz in praktischer Taschen-Größe.



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    Foto: Hersteller

    Die Avène Sonnenschutzprodukte bieten sensiblen Hauttypen höchste Sicherheit bei minimalem Allergiepotential. Ihre Zusammensetzung basiert auf dem hautberuhigenden Avène Thermalwasser. Allesamt enthalten sie keine oder möglichst wenige chemische Filter.

    1. Avène Réflexe Solaire SPF 50+: Passt in jede Sporttasche

    Speziell für Sportler und Aktive konzipierte Sonnenemulsion im praktischen Taschenformat. Die Emulsion zeichnet sich durch besondere Verträglichkeit und ihr ein beruhigendes Hautgefühl aus. Avène verspricht, dass man den Sonnenschutz dank innovativer Nude-Skin-Feel-Technologie nicht auf der Haut spürt und kein weißer Film zurückbleibt. Trotzdem soll die Réflexe Solaire sehr wasser- und schweißfest sein. Schützt vor Sonnenbrand, Sonnenallergie und Hautschäden durch UV-Strahlen.

    Lichtschutz: Chemischer Filter
    Besonderheiten: Ohne Silikone, ohne Parabene.
    UVP: 15,00 € für 30 ml
    Erhältlich bei amazon.de


    2. Avène mineralisches Sonnenfluid SPF 50+: Schutz ohne Chemie

    Wer auf chemische Sonnenfilter verzichten will, wird ebenfalls bei Avène fündig: Das leichte, nicht fettende Mineralische Sonnenfluid SPF 50+ ist speziell für empfindliche und überempfindliche Haut (zum Beispiel von Allergikern oder Neurodermitikern) entwickelt worden. Es zieht schnell ein und hinterlässt keinen weißen Film auf der Haut. Avène Thermalwasser wirkt hautberuhigend und der physiologische Zellschutz Pro-Tocopherol stärkt die Hautbarriere. Verlässlicher Sonnenschutz für die Gesichtspartien.

    Lichtschutz: Mineralischer Filter
    Besonderheiten: Ohne Duftstoffe, Parabene und Alkohol. Auch als Creme und Milch erhältlich.
    UVP: 22,50 € für 100 ml
    Erhältlich bei amazon.de

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    Dr. Hauschka After Sun Lotion

    Natürliche Pflege nach sommerlichen Läufen.



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    Foto: Hersteller

    Dr. Hauschka steht für Kosmetik auf rein pflanzlicher Basis. Die Dr. Hauschka After Sun Lotion hat eine cremige Konsistenz und lässt sich gut auftragen. Sie wirkt kühlend, entspannend und beruhigt die sonnenbelastete Haut. Sie pflegt die Haut und spendet Feuchtigkeit durch wertvolle Inhaltstoffe wie Ringelblume, Wunderklee, Mandelöl, Sheabutter und Rosenwachs. Dadurch bleibt die Sommerbräune lange erhalten.

    Dr. Hauschka After Sun Lotion - Testbericht

    Fans natürlicher Produkte bekommen mit der After Sun Lotion von Dr. Hauschka die ideale Pflege für ihre gebräunte Haut. Kurz nach dem Eincremen ist die Haut samtig weich und auch am nächsten Tag noch hat man nicht gleich das Bedürfnis, sich sofort wieder eincremen zu müssen. Ein natürlicher und dezenter Rosenduft unterstreicht das Frische-Gefühl.

    Besonderheit: 100% Naturkosmetik, ohne Mineralöle, Silikone und PEG.
    UVP: 15,50 € für 100 ml
    Erhältlich bei amazon.de

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