• 10-jähriges Jubiläum

    Münster-Marathon 2011

    4.000 Läufer machten den 10. Münster-Marathon trotz Wärme zu einem riesigen Fest. RUNNER'S WORLD-Redakteur Martin Grüning lief mit und vergab Bestnoten. Die Fotos.



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    Foto: Thomas Wenning, Text: Martin Grüning

    Der Münster-Marathon feierte 10-jähriges Jubiläum und da wollte man eigentlich einen Streckenrekord bejubeln. Wurde nichts draus, „das Wetter macht einen Strich durch die Rechnung“, meinte der Kenianer Francis Kiprop, der als einer der Favoriten galt, und schon 2007 in Münster gesiegt hatte, damals in 2:15:54 h. Seine Bestzeit ist fünf Minuten schneller, und so war er einer von denen, die sich eigentlich auch den Streckenrekord des Landsmanns Patrick Muriuki aus dem letzten Jahr vorknöpfen wollten. Muriuki lief damals 2:10:25 h.

    Doch es war „too humid“, schwül also, meinte Kiprop, der nur Siebter in 2:20:26 h wurde. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Er wird doch nicht etwa in diesem Herbst noch woanders einen schnelleren Marathon laufen wollen? Auf's Ganze ging Elijah Yator, natürlich auch aus Kenia, er siegte schlussendlich souverän in 2:13:10 h. „Der kann noch drei Minuten schneller“, meinte sein Manager nach dem Rennen in der Lobby des Athletenhotels. Warum tat er es nicht? „Too humid!“.

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  • 10-jähriges Jubiläum

    Münster-Marathon 2011

    4.000 Läufer machten den 10. Münster-Marathon trotz Wärme zu einem riesigen Fest. RUNNER'S WORLD-Redakteur Martin Grüning lief mit und vergab Bestnoten. Die Fotos.



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    Foto: Thomas Wenning, Text: Martin Grüning

    Das ist schon beeindruckend, was Organisator Michael Brinkmann da in der Provinz, entschuldigung, seit nunmehr zehn Jahren auf die Läuferbeine stellt. Da sind die Eliteathleten ja nur ein Detail im Gesamtkonzept, aber ein wichtiges Detail, scheinbar. Vier Läufer mit 2:10er Bestzeiten waren gemeldet. Übrigens, bei der Damenwahl schien Brinkmann ein glücklicheres Händchen zu haben: Die Weißrussin Sviatlana Kouhan tobte Richtung Rekord (2:34:58 h Volha Salevich, 2010), schrammte aber zum Schluss 37 Sekunden daran vorbei. Die höher gewettete Favoritin Gladys Otero, die mit einer 2:32er Bestzeit angereist war, fiel bis auf Rang 5 in 2:45:38 h zurück.

    „Enttäuschend“, meinte sie selbst, wusste aber die Ursachen nicht zu benennen. Vermutlich, wir kennen die Antwort schon, lag es am Wetter. Tatsache ist, es war warm (24 Grad), aber mit zunehmendem Rennverlauf zogen Wolken auf, kam ein leichter kühlender Wind dazu, später tröpfelte es, richtig schlechte Bedingungen sind was anderes.

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  • 10-jähriges Jubiläum

    Münster-Marathon 2011

    4.000 Läufer machten den 10. Münster-Marathon trotz Wärme zu einem riesigen Fest. RUNNER'S WORLD-Redakteur Martin Grüning lief mit und vergab Bestnoten. Die Fotos.



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    Foto: Thomas Wenning, Text: Martin Grüning

    An der Strecke kann es auch nicht gelegen haben, dass die Rekorde nicht fielen. Die ist schnell, richtig schnell. Und eine tolle Mischung aus Stadt- und Landschaftsmarathon. Vom Feinsten. Die Begeisterung in der Stadt war großartig und in den Ortschaften, die man übers Land passierte, wie Nienberge, Roxel und Gievenbeck ebenso. Gut, von den angekündigten „Themenparks“ bekamen vermutlich vor allem die Zuschauer was mit, die Läufer dagegen nur bedingt, aber Stimmung ist Stimmung und von der gab es dort, wo es nicht durch die Natur ging, reichlich. Respekt, denn auch so etwas muss organisiert werden. Ein Themenpark war passend „New York“ gewidmet, passend insofern, denn wenn das 10. Jubiläum einer Veranstaltung auf den 11. September 2011 fällt, also den Tag an dem sich der Terroranschlag auf das World Trade Center auch zum zehnten Mal jährt, dann darf man das nicht unthematisiert lassen.

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