Bienwald-Marathon Kandel 2019

Sturmlauf durch den Bienwald

Eva Katz und Jochen Uhrig gewannen in Kandel den 44. Bienwald-Marathon. Rund 2.000 Läufer gingen an den Start.

Bienwald-Marathon Kandel 2019 - Die Bilder
Bienwald-Marathon Kandel 2019

Für besonders gute Laune im Läuferfeld sorgten auch die erfahrenen Pacemaker.

Bild: Michael Ripberger

„Schnell – familiär – naturverbunden“, so ist es auf der Website des Bienwald-Marathons Kandel zu lesen. Bereits seit 1976 kommen Jahr für Jahr zahlreiche Läufer zum Frühjahrsklassiker in die knapp 10.000 Einwohner große Stadt Kandel, die im Landkreis Germersheim in der Pfalz liegt. 2019 zog das beliebte Rennen, zu dem zum 41. Mal auch ein Halbmarathon zählt, über 2.200 Läufer an. 626 Sportler hatten für den Marathon gemeldet, 1.589 für die Halbmarathon-Distanz. Die schnellsten Marathonläufer waren in diesem Jahr Jochen Uhrig (TSG Weinheim) und Eva Katz (RC Vorwärts Speyer). Über die Halbmarathon-Distanz setzten sich Simon Stützel und Sabrina Mockenhaupt durch.

Michael Ripberger war als Fotograf für RUNNER’S WORLD beim Bienwald-Marathon Kandel 2019. Die Impressionen finden Sie in einer Bildergalerie über und unter dem Artikel.

Bei starkem Wind und Regen fiel um 10 Uhr vor der Bienwaldhalle der Startschuss für beide Distanzen. Rasch setzte sich Simon Stützel an die Spitze des Feldes. Bei guten Bedingungen wurde damit gerechnet, dass der Gewinner des Bienwald-Marathons 2017 seinen 2016 aufgestellten Halbmarathon-Streckenrekord angreifen könne. Der starke Wind ließ dies jedoch nicht zu, sodass er nach 1:06:18 Stunden als erster Läufer finishte. Seinen Rekord verpasste er jedoch um 64 Sekunden. Dennoch siegte er am Ende souverän vor Tim Niklas Schwippel (LG Braunschweig), der nach 1:07:51 Stunden ins Ziel kam. Der als Mitfavorit als Rennen gegangene Dustin Karsch (Osnabrücker TB) folgte in 1:08:15 Stunden und sicherte sich so Gesamtplatz drei. Nur drei Sekunden später finishte Joachim Krauth (Aalener Sportallianz, 1:08:18 Stunden) als Vierter. Mit Hannes Hähnel (SC Frankfurt (Oder)) und Nicolai Riechers (Osnabrücker TB) kamen zwei weitere Läufer vor Ablauf der ersten 69 Rennminuten ins Ziel.

Simon Stützel war in Kandel erneut nicht zu schlagen.

Bild: Michael Ripberger

Mockenhaupt überholt Quigly und gewinnt überraschend

Während Top-Favorit Simon Stützel mit über eineinhalb Minuten Vorsprung gewann, trennten die ersten beiden Frauen nur wenige Sekunden. Lange Zeit hatte Aoife Quigly (engelhorn sports Team/TV Schriesheim) geführt. Alles sah nach einem souveränen Sieg aus. Dann kam jedoch die vielfache Deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt. Sie wollte eigentlich mit ihrer Freundin Katrin Kommer laufen und dieser zu einer neuen Bestzeit pacen. Auf der zweiten Rennhälfte zog Mockenhaupt das Tempo nach zehn Kilometer in 40:05 Minuten deutlich an und holte den Rückstand von knapp zwei Minuten auf Quigly auf. Nach 1:20:43 Stunden hatte ihr zweigeteiltes Rennen ein Ende. Aoife Quigly kam 18 Sekunden danach auf Platz zwei ins Ziel. Auch dahinter entwickelte sich ein spannendes Rennen um die weiteren Plätze. Vorjahressiegerin Luisa Moroff (Pro Team Mohrenwirt) kam nach 1:19:48 Stunden 2018 dieses Mal nicht über eine Zeit von 1:24:14 Stunden hinaus und musste sich so mit Platz vier zufriedengeben. Dritte wurde Jasmin Klotz (Ortema) in 1:23:47 Stunden. Sie hatte die 10-Kilometer-Marke sieben Sekunden vor Sabrina Mockenhaupt passiert und konnte das Tempo auf der zweiten Hälfte sogar noch ein wenig erhöhen.

487 Marathon-Finisher beim Bienwald-Marathon Kandel 2019

Neben den über 1.300 Halbmarathon-Finisher kamen über die 42,195 Kilometer 487 Läufer ins Ziel. 26 von ihnen schafften dies gar mit einer Zeit von unter drei Stunden. Unterstützt wurden die Läufer auf dem Weg dahin von Pacemaker David Mild, der bereits etliche Male als 2:59-Stunden-Pacemaker an den Start ging und die Läufer, die sich eine Zeit von knapp unter drei Stunden als Ziel gesetzt hatten, mit all seiner Erfahrung durch den Wind und den Regen führte. Noch schneller lief Jochen Uhrig. Nach 1:14:50 Stunden auf Hälfte eins und 1:13:18 Stunden auf Hälfte zwei kam er nach 2:28:08 Stunden ins Ziel. Zum dritten Mal in Folge kam kurz darauf Richard Schumacher (Sparda-Team Rechberghausen) als Zweiter ins Ziel. 2019 benötigte der mit der Startnummer 1 ins Rennen gegangene Sieger des Bienwald-Marathons 2016 2:33:10 Stunden. Dritter wurde Andreas Sprott vom Running Team Grafenberg (2:40:41 Stunden).

Eva Katz siegt vor Margit Klockner

Einen Überraschungssieg landete bei den Damen Eva Katz. Zwar war sie als Mitfavoritin ins Rennen gegangen, jedoch wurde die Rolle der Top-Favoritin eher Maria Magdalena Veliscu (Running Frenzy) aus Rumänien zugeschrieben. Nach zehn Kilometern lagen beide Läuferinnen gemeinsam mit Nina Wabic (Run & More) in Führung. Schon vor der Halbmarathonmarke fiel die Gruppe auseinander, sodass Eva Katz schließlich in 3:02:22 Stunden gewann. Zweite wurde Margit Klockner (SRL Triathlon Koblenz), die sich noch an Wabic und Veliscu vorbeischieben konnte. Wabic kam nach 3:10:24 Stunden auf Rang drei, Veliscu nach 3:21:51 Stunden auf Rang vier. Die Streckenrekorde blieben auch über die volle Marathon-Distanz sowohl bei den Frauen, als auch bei den Herren, unerreicht.

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