Matterhorn Ultraks Zermatt 2018

Schweizer Läufer dominieren am Matterhorn

Sieben von acht Siegen gingen beim Matterhorn Ultraks Zermatt 2018 trotz starker internationaler Konkurrenz an Schweizer Läufer. Erstmals war das Event ausverkauft.

Matterhorn Ultraks Zermatt 2018 - Die Bilder
Matterhorn Ultraks Zermatt 2018 (1)

Für die Teilnehmer galt es Kampfgeist zu zeigen.

Bild: Ultraks / David Carlier

Seit 2013 findet das renommierte Schweizer Berglauf-Event Matterhorn Ultraks Zermatt Sommer für Sommer statt. Rasch entwickelte sich das Rennen in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Adresse für Top-Läufer der Trailrunning-Szene. Auf allen vier Distanzen konnten Schweizer Athleten dem Rennen ihren Stempel aufdrücken. So repräsentierten sieben von acht Gesamtsieger die Schweiz. Lediglich Virginia Perez Mesonero aus Spanien gelang es die Schweizer Dominanz zu durchbrechen, indem sie das 49 Kilometer lange Sky-Rennen gewann.

Die schönsten Impressionen vom Matterhorn Ultraks Zermatt 2018 finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Das zweitägige Event begann bereits am Freitag, den 24. August mit der Vorstellung der Elite-Athleten, dem Kinderrennen über 900 Meter und dem Vertical-Rennen, das den Läufern auf 2,3 Kilometern alles abverlangte. 655 Höhenmeter galt es zu bewältigen, davon über 500 auf dem zweiten Kilometer. Das Ziel auf Sunnegga stellte dabei gleichzeitig den Ort des kleines Bergfests dar, mit dem der erste Tag ausklingeln gelassen wurde. Andreas Steindl kam nach 20:06 Minuten als erster Läufer im Ziel an und gewann so mit 2:09 Minuten Vorsprung vor Lucas Nanchen. Dritter wurde Yannick Ecoueur (22:37 Minuten). Nur wenige Sekunden nach Ecoueur kam mit Victoria Kreuzer nach 22:58 Minuten auch die erste Frau ins Ziel. Dies distanzierte Myrielle Weingand (25:45 Minuten) und Elise Chabbey ebenfalls recht deutlich und lief so souverän zum Sieg.

49 Kilometer und 3.600 Höhenmeter im Schatten des Matternhorns

Tags drauf wurde bereits um 7 Uhr morgens das Sky-Rennen gestartet. Neben 49 Kilometern galt es auch 3.600 Höhenmeter zu bewältigen. Weltklasse-Läufer Martin Anthamatten, der als einer der Favoriten ins Rennen gegangen war, setzte sich durch und ließ die Schweizer so nach dem Doppelsieg vor Vortag erneut jubeln. In 5:00:24 Stunden lag er exakt eineinhalb Minuten vor Marc Casal Mir, der Zweiter wurde. Als Dritter kam Genis Zapater Barguès nach 5:02:22 Stunden ins Ziel. Ein Ausrufezeichen setzte derweil die Spanierin Virginia Perez Mesonero, die in 5:56:06 Stunden als einzige Läuferin unter sechs Stunden bleiben konnte. Sie gewann vor Laia Andreu Trias (6:01:15 Stunden) und Mujika Mayi (6:22:03 Stunden).

Stephan Wenk pulverisiert den Streckenrekord

Etwas später gingen die Teilnehmer des Mountain-Rennens auf die Strecke. Ihr Startschuss fiel um 8:45 Uhr. Über weite Teile führte die 32 Kilometer lange Strecke über kleine, angenehme Wege. Auch über die Hängebrücke über die Gornerschlucht liefen die Sportler. Über die komplette Distanz absolvierten sie rund 2.000 Höhenmeter. Titelverteidiger Stephan Wenk lief am schnellsten und finishte bereits nach 2:41:23 Stunden, womit er den alten Streckenrekord um über fünf Minuten unterbot. „Das Streckenprofil liegt mir ziemlich gut. Mehrere Anstiege hintereinander und schnelle Passagen. Außerdem ist das ganze Jahr einfach sehr erfolgreich für mich gelaufen”, begründete Wenk seine herausragende Leistung. Maximilien Drion Du Chapois wurde in 2:49:36 Stunden Zweiter, Sebastian Hallmann wurde in 2:58:24 Stunden Dritter. Bei den Damen gewann Mirjam Niederberger in 3:28:03 Stunden vor Laurence Yerly und Meredith Byrne (3:40:06 Stunden).

Kreuzer, Weingard und Chabbey erneut auf dem Podest

Auch das Active-Rennen, das als letztes Rennen um 10:30 Uhr gestartet wurde, wurde von zwei Schweizern gewonnen. Julien Ancay kam nach 1:28:25 Stunden als Erster ins Ziel. Hugo Altmeyer (1:31:17 Stunden) un Mohammed Boulama (1:32:06 Stunden) folgten auf den weiteren Plätzen. Vertical-Siegerin Victoria Kreuzer ging auch beim Active-Rennen an den Start. Auch über 19 Kilometer (1.150 Höhenmeter) war sie nicht zu schlagen. Mit der Zeit von 1:42:44 Stunden gewann sie nicht nur, sondern distanzierte die Zweitplatzierte Myrielle Weingard (1:47:47 Stunden) auch um über fünf Minuten. Elise Chabbey wurde in 1:48:55 Stunden Dritte. Somit glich das Active-Gesamtpodest dem Vertical-Podest vom Vorabend, schließlich hatten Weingard und Chabbey schon über 2,3 Kilometer die Plätze zwei und drei erreicht.

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