Mehr Zuschauer, weniger Wind

Neue Strecke beim Marathon Hamburg

Der Kurs beim Marathon Hamburg wird in diesem Jahr leicht optimiert. Eine windanfällige Passage wird entschärft, zudem soll die Strecke noch mehr Zuschauer anlocken.

Marathon Hamburg 2018 - Die Bilder
Läufer vor der Alster beim Marathon Hamburg

Teilnehmer des Hamburg-Marathon 2018 vor der Binnenalster mit Rathaus im Hintergrund.

Bild: Norbert Wilhelmi

Für Läufer und Anhänger des Marathon Hamburg dürften dieses Jahr am 28. April vor allem zwei Neuerungen interessant werden. Zunächst ändert sich die Wettkampfstrecke in drei Abschnitten etwas. Außerdem gibt es erstmals auch ein Frauen-Modell des Finisher-Shirts. Beide Änderungen seien Reaktionen auf eine Umfrage unter ehemaligen Teilnehmern gewesen, so Frank Thaleiser, Geschäftsführer Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH, auf der Pressekonferenz am 14.02.19.

Wo ändert sich die Strecke beim Marathon Hamburg?

Erstens im Bereich der Reeperbahn: Die Strecke biegt von der Bernadottestraße vorzeitig in die Corinthstraße (ehemals Halbmondsweg), bevor diese wieder auf die Elbchausee führt. Zweitens am Ostufer der Außenalster, wo die Strecke ab Schwanenwik ansetzt: An dieser Stelle führt die Strecke über das Eduard-Rhein-Ufer – Schöne Aussicht und Fährhausstraße zurück auf die Herbert-Weichmann-Straße/Sierichstraße. Hier führt der Kurs also etwas direkter am Alsterufer entlang.

Weniger Wind und mehr Zuschauer zwischen den Kilometern 33 bis 37

Am deutlichsten ist die dritte Streckenänderung: Wo es vorher an Zuschauern mangelte, entlang der Alsterkrugchausee bei den Kleingärten, ändert sich der Kurs. Vom Alsterdorfer Damm biegt die Strecke nach kurzer Zeit ab in die Rathenaustraße und folgt dem Straßenverlauf über Bebelallee bis nach Winterhude. An der Kreuzung Hudtwalkerstraße biegt sie nach rechts ab und führt über Ludolfstraße auf kurzem Weg (Busspur) zum Eppendorfer Marktplatz sowie weiter über die Eppendorfer Landstraße. An deren Ende biegt sie links in den Eppendorfer Baum und folgt ab hier dem gewohnten Verlauf. Durch diese Änderungen wird der Abschnitt weniger windanfällig und insgesamt etwas flacher. Es werden mehr Zuschauer erwartet, die Läufer dürfen sich hier im kritischen Teil des Rennens, wo viele zu kämpfen haben, auf mehr Anfeuerungsrufe freuen.

Die neue Streckenführung für den Hamburg Marathon 2019

Bild: Hamburg Marathon

Halbmarathon bereits ausgebucht

Bisher ist der Halbmarathon mit 3.434 Teilnehmer ausgebucht, für den Marathon haben sich 12.500 Läufer angemeldet. Die Anmeldezahlen für diesen Februar seien besser gewesen, als letztes Jahr. Aktuell sind aber noch Anmeldeplätze frei. Bis zu 16.000 Läufer können am Marathon teilnehmen. Für den Zehntellauf am Tag vor dem Marathon werden 10.000 Kinder und Jugendliche erwartet, 1.000 Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Hierüber freut sich Jochen Vogel (Vorsitzender der Geschäftsleitung Rewe Nord), dem die Nachwuchsförderung sehr am Herzen liegt.

Topathleten am Start – neue Rekorde in Reichweite

Marathonfans und Sportbegeisterte dürfen sich auf Topathleten freuen. Der Kenianer Abel Kirui, welcher bei den Olympischen Spielen 2012 in London Silber gewann und eine Bestzeit von 2:05:04 hat, wird mit dabei sein. In einem kurzen Videoclip bei der Pressekonferenz, gab Kirui sein ehrgeiziges Vorhaben bekannt: Er möchte den Streckenrekord von Eliud Kipchoge, dieser liegt bei 2:05:30, brechen. Der 28. April darf also mit Spannung erwartet werden. Ein neuer Rekord könnte im Bereich des Möglichen liegen, einerseits weil der Kenianer mit 36 Jahren über viel Lauf- und Wettkampferfahrung verfügt, andererseits, weil die Marathonstrecke sich etwas vom Vorjahr unterscheidet. Dieses Jahr führt die Strecke über die Bebelallee und Eppendorfer Landstraße. Diese Abschnitte seien weniger windanfällig, als die vorherige Streckenführung, zusätzlich auch etwas abschüssiger.

Zu einem starken Starterfeld gehören weiterhin der Äthiopier Ayele Abshero (Bestzeit 2:04:23), der Japaner Taku Fujimoto (Bestzeit 2:07:57), sowie der Neuseeländer Jake Robertson (Bestzeit: 2:08:26).

Debüt in Hamburg

Besonders begeistert zeigte sich Frank Thaleiser (Geschäftsführer der Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH) auf der Pressekonferenz, als er die Favoritin der Elitegruppe der Frauen vorstellte: die Kenianerin Joyciline Jepkosgei. Joyciline Jepkosgei stellte 2017 zwei Weltrekorde, über 10 km in 29:43 Minuten in Prag, und über die Halbmarathondistanz in 64:51 Minuten in Valenzia, auf. Am 28. April wird sie ihr Debüt über die Marathon-Distanz laufen. Aufgrund ihres Lebenslaufs darf man auf einiges hoffen. Jepkosgei selbst strebt an, die Strecke in einer Zeit von 2:22:00 zu bewältigen. Zu ihren Konkurrentinnen gehören die Mexikanerin Madai Perez (Bestzeit: 2:22:59) und die Äthiopierin Dibabe Kuma (Bestzeit: 2:23:34), welche von Haile Gebrselassie trainiert wird.

Deutsche Athleten fehlen

Einzig über die Tatsache, dass keine deutschen Topathleten dabei sein werden, ist Thaleiser enttäuscht. Im Starterfeld der Frauen hatte er auf den Antritt von Laura Hottenrott oder Fabienne Amrhein gehofft. Amrhein entschied sich gegen eine Teilnahme beim Hamburg Marathon und wird stattdessen bei den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf vertreten sein.

Nichtsdestotrotz liegt bis zum 28. April liegt noch einige Arbeit vor dem Veranstaltungsteam. Neben der üblichen Vorbereitung muss Vermesser Wolfgang Timm wegen der Kursänderungen noch letzte Daten zu Streckenmessungen zusammentragen, damit am Renntag auch wirklich exakt 42,195 Kilometer gelaufen werden.

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