Commonwealth Games 2018

Michael Shelley gewinnt dramatischen Marathon

Der WM-Vierte Callum Hawkins sah lange wie der sichere Sieger aus, brach jedoch nach 40 Kilometern zusammen. Nicht ganz so dramatisch gestaltete sich das Hitzerennen bei den Frauen.

Michael Shelley Commonwealth Games-Marathon 2018

Michael Shelley gewann den Commonwealth Games-Marathon, obwohl er bei Kilometer 40 noch zwei Minuten Rückstand hatte.

Bild: photorun.net

Michael Shelley und Helalia Johannes sind die Goldmedaillengewinner im Marathon bei den Commonwealth Games. Am Schlusstag der Titelkämpfe, die an der australischen Gold Coast südlich von Brisbane stattfanden, gewann der Australier nach einem dramatischen Rennverlauf in 2:16:46 Stunden während bei sonnigem Wetter mit Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius die Läuferin aus Namibia in 2:32:40 triumphierte.

Nur wenige Nationen waren in der Lage, Top-Marathonläufer an der Gold Coast an den Start zu schicken. Denn das Gros der Athleten verzichtete auf dieses Meisterschaftsrennen und startet statt dessen bei den bedeutenden City-Marathonläufen im April, die natürlich auch finanziell attraktiv sind.

Dramatischer Rennverlauf für den Schotten Callum Hawkins

Bei den Männern führte Callum Hawkins an der Halbmarathonmarke (67:44 Minuten) die Spitzengruppe an, die fortan immer weiter zusammenschrumpfte. Der Schotte setzte sich in dem Hitzerennen schon vor der 30-km-Marke deutlich ab. Diesen Punkt erreichte er nach 1:35:05 Stunden mit 41 Sekunden Vorsprung auf den Australier Michael Shelley. Fortan vergrößerte Hawkins seinen Vorsprung noch und sah schon wie der sichere Sieger aus. Doch bei Kilometer 40 brach der WM-Vierte von London 2017, der rund zwei Kilometer vor dem Ziel einen Vorsprung von gut zwei Minuten hatte, vor Erschöpfung zusammen und musste medizinisch versorgt werden, nachdem er kurz zuvor bereits getaumelt und in eine Absperrung gelaufen war. So gewann Michael Shelley in 2:16:46 vor Munyo Mutai (Uganda/2:19:02). Als Dritter überraschte Robbie Simpson (Schottland) in 2:19:36.

Größter Erfolg in der Karriere von Helalia Johannes

Bei den Frauen waren nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 1:17:31 Stunden bei Kilometer 30 (1:49:29) noch vier Athletinnen im Rennen um die Medaillen: Neben Sheila Jerotich (Kenia) und Helalia Johannes liefen die beiden Australierinnen Jessica Trengove und Lisa Weightman, die einen zwischenzeitlichen Rückstand von einigen Sekunden wieder aufgeholt hatte. Vor der 40-km-Marke fiel dann die Entscheidung. Hier setzte sich die 37-jährige Helalia Johannes ab und gewann schließlich in 2:32:40 Stunden vor Lisa Weightman, die nach 2:33:23 im Ziel war. Für die Siegerin aus Namibia war diese Marathon-Goldmedaille gegen Ende ihrer Karriere ihr größter Erfolg. Bronze gewann Jessica Trengove mit 2:34:09. Auf Platz vier lief Sheila Jerotich in 2:36:19.

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