Valencia-Marathon 2018

Leul Gebrselassie läuft in Valencia Streckenrekord

Bei sehr guten äußeren Bedingungen fielen beim Valencia-Marathon beide Streckenrekorde. In Fukuoka gewann derweil erstmals seit 2004 ein Japaner.

Valencia-Marathon 2018

Leul Gebrselassie stellte in Valencia einen hochklassigen Streckenrekord auf.

Bild: photorun.net

Mit einer Weltklasseleistung und einem Streckenrekord sorgte Leul Gebrselassie für das Highlight beim Valencia-Marathon. Auf dem schnellen Kurs lief der 25-jährige Äthiopier 2:04:32 Stunden und erzielte damit die zehntbeste Zeit des Jahres in der Welt. Nur in Berlin, Dubai und Amsterdam gab es 2018 schnellere Siegzeiten bei den Männern als in Valencia. Für Leul Gebrselassie, der nicht mit dem früheren äthiopischen Superstar Haile Gebrselassie verwandt ist, war es in seinem zweiten Marathon allerdings keine persönliche Bestzeit. Im Januar war er in Dubai als Zweiter ein famoses Debüt mit 2:04:02 gelaufen. In Valencia zeigte Gebrselassie, dass er einer der nächsten großen äthiopischen Marathonläufer werden kann.

Auch die folgenden Läufer erzielten hinter Leul Gebrselassie noch absolute Topzeiten: Der aus Marokko stammende und seit einigen Jahren für Bahrain startende El Hassan El Abbasi stellte als Zweiter mit 2:04:43 sogar einen Asien-Rekord auf. Er verbesserte die Marke des Japaners Suguru Osako, der erst vor knapp zwei Monaten in Chicago 2:05:50 Stunden gelaufen war, gleich um über eine Minute. Der 34-Jährige war nie zuvor einen Marathon unter 2:10 Stunden gelaufen und war mit einer Bestzeit von 2:10:57 ins Rennen gegangen. Damit gelang dem Ex-Marokkaner eine überraschende Steigerung von über sechs Minuten.

Dritter wurde der Kenianer Mathew Kisorio, der mit 2:04:53 ebenfalls noch unter dem bisherigen Streckenrekord blieb. Sein Landsmann Sammy Kitwara hatte die Marke vor einem Jahr mit 2:05:15 aufgestellt. Der kenianische Titelverteidiger belegte dieses Mal Rang sieben, lief dabei aber immer noch flotte 2:06:20. Vor ihm hatten Tsegaye Kebede (Äthiopien/2:05:20), Norbert Kigen (Kenia/2:05:21) und El Mahjoub Dazza (Marokko/2:05:26) mit Zeiten von unter 2:06 Stunden die Plätze vier bis sechs belegt. Als Achter blieb auch noch Solomon Yego (Kenia/2:06:24) unter 2:07 Stunden, so dass der Valencia-Marathon eine hervorragende Breite in der Spitze hatte.

Auch Ashete Bekele Dido läuft Streckenrekord

Gleich um mehrere Minuten wurde in Valencia der Frauen-Streckenrekord verbessert. Ashete Bekele Dido gewann das Rennen in starken 2:21:14 Stunden. Damit war die Äthiopierin gut dreieinhalb Minuten schneller als die Kenianerin Valary Aiyabei vor zwei Jahren (2:24:48). Dido gelang damit zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Steigerung. Die 30-Jährige war im Frühjahr in Paris als Vierte 2:23:27 gelaufen. Hinter der Äthiopierin belegten Lidia Cheromei (Kenia/2:22:11) und Tinbit Gidey (Äthiopien/2:23:37) die Plätze zwei und drei. Aberu Mekuria (Äthiopien/2:24:35) und Ana Dulce Felix (Portugal/2:25:22) liefen auf die Ränge vier und fünf.

Yuma Hattori überrascht beim Fukuoka-Marathon

Einen überraschenden Sieger gab es beim Männer-Elite-Marathon in Fukuoka. Der Japaner Yuma Hattori setzte sich in 2:07:27 Stunden gegen die stärker eingeschätzte Konkurrenz durch. Es war der erste japanische Sieg bei dem Rennen seit 2004. Der 25-jährige Hattori, der seine Bestzeit um über zwei Minuten steigerte, gewann vor dem Äthiopier Yemane Tsegaye (2:08:54) und Amanuel Mesel (Eritrea/2:09:45). Vierter wurde der Japaner Yuta Shitara mit 2:10:25. Japans Marathon-Vielstarter und Boston-Marathon-Sensationssieger Yuki Kawauchi musste sich am Sonntag mit Rang zehn in 2:12:03 zufrieden geben. Der Marathon-Weltmeister von 2015, Ghirmay Ghebreslassie (Eritrea), kam zum vierten Mal in Folge bei einem Rennen über die 42,195-km-Distanz nicht ins Ziel.

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