SRH Dämmer-Marathon Mannheim 2019

Kühler Abend in der Quadratestadt

Firaa’ol Eebbisaa Nagahoo und Dioni Gorla siegten beim SRH Dämmer-Marathon 2019 und verwiesen die Titelverteidiger jeweils auf Platz zwei.

SRH Dämmer-Marathon Mannheim 2019 - Die Bilder
SRH Dämmer-Marathon Mannheim 2019

Eine besondere Stimmung herrscht beim SRH Dämmer-Marathon auf den letzten Metern Richtung Ziel.

Bild: Tomás Ortiz Fernandez

Im breiten Strecken-Sortiment des SRH Dämmer-Marathons Mannheim wurden wieder unter anderem eine Marathon- sowie Halbmarathon-Distanz angeboten. Ebenfalls sehr beliebt mit erstmals über 1.000 Finishern zeigte sich der 10-km-Lauf. Auch zahlreiche Staffeln wurden beim Dämmer-Marathon 2019 angeboten. Über die längste Distanz mussten sich die beiden Titelverteidiger Nikki Johnstone und Merle Brunnée geschlagen geben. Es siegten Firaa’ol Eebbisaa Nagahoo und Dioni Gorla. Nach 2:23:56 Stunden und 2:59:22 Stunden überquerten sie die Ziellinie am Wasserturm.

Für runnersworld.de war unser Fotograf Tomás Ortiz Fernandez beim SRH Dämmer-Marathon Mannheim 2019 vor Ort. Seine schönsten Impressionen vom Lauf finden Sie in der Bildergalerie ober- sowie unterhalb dieses Artikels.

Statt zu warme Bedingungen für Top-Leistungen durfte am Abend des Dämmer-Marathons Mannheim mit Temperaturen knapp unter zehn Grad gerechnet werden. Lediglich beim Mini-Marathon und dem 10-km-Lauf zeigte das Thermometer noch etwas über zehn Grad an. Doch aufgrund zahlreicher, oft sehr schlechter Wettervoraussagen, konnten letztlich alle Beteiligte sehr zufrieden sein. Hartnäckige Schauer oder gar Gewitter blieben aus. Lediglich zwischenzeitlicher Nieselregen und ein teilweise starker Wind machten die Atmosphäre etwas ungemütlicher. Dennoch herrschte auch 2019 an der Strecke und besonders rund um den Rosengarten eine ausgelassene Stimmung mit vielen tausend Zuschauern.

Firaa’ol Eebbisaa Nagahoo und Dioni Gorla gewinnen SRH Dämmer-Marathon 2019

Nach dem Startschuss um 19 Uhr bildete sich im Marathon-Rennen der Männer schnell eine dreiköpfige Spitzengruppe. Noch auf der ersten Hälfte entstand daraus ein Duo um Titelverteidiger Nikki Johnstone (LAZ Puma Rhein-Sieg) und dem Belgier Firaa’ol Eebbisaa Nagahoo (Atlemo). Bis auf die letzten Meter lieferten sich die beiden ein Kopf-an-Kopf-Duell und schenkten sich keinen Meter. Am Ende war es Eebbisaa Nagahoo, der noch etwas mehr Reserven hatte und mit nur fünf Sekunden Vorsprung nach 2:23:56 Stunden als neuer Sieger über die Ziellinie stürmte. Für Johnstone stoppte die Uhr bei seinem siebenten Marathon in diesem Jahr nach 2:24:01 Stunden und somit mehr als vier Minuten früher als noch im Vorjahr. „Es war für mich sehr angenehm, so lange mit Firaa’ol. Das hat mich richtig gepusht!“, erklärte Johnstone im Ziel. Dritter wurde der Luxemburger Philippe Gillen nach 2:28:51 Stunden. Auch Michael Chalupsky (TSG 78 Heidelberg) zeigte mit 2:30:19 Stunden als Vierter eine starke Leistung. Knapp dahinter blieb Debütant Christophe Krech vom engelhorn sports team – TV Schriesheim in 2:31:09 Stunden.

Nach ihrem dritten Platz aus dem Vorjahr setzte sich im Rennen der Frauen Dioni Gorla vom ART Düsseldorf dieses Mal souverän durch. Nach 2:59:21 Stunden hatte sie mehr als dreieinhalb Minuten Vorsprung auf die Zweite herausgelaufen und konnte sich sichtlich erschöpft über den Sieg freuen. Vorjahressiegerin Merle Brunnée (engelhorn sports team – MTG) hatte in 3:02:57 Stunden das Nachsehen und wurde Zweite. Eva Katz (RC Vorwärts Speyer) belegte nach 3:06:58 Stunden den dritten Platz. 588 Finisher über die 42,195 Kilometer durch Mannheim und Ludwigshafen bedeuteten ein Plus von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

2.963 Finisher beim Halbmarathon durch Mannheim

Eine Handvoll mehr Finisher als noch 2018 zählte der Halbmarathon 2019. Die beliebteste Distanz beim SRH Dämmer-Marathon Mannheim verbuchte 2.963 Finisher. Sowohl der Sieger Raoul Jankowski als auch der Zweit- und Drittplatzierte stellten hier mit Bestzeiten unter Beweis, dass die Mannheimer Strecke als flach, breit und schnell gilt. Jankowski (Hannover Athletics) setzte sich früh ab und erreichte das Ziel nach 1:09:51 Stunden als Erster. Pierre-Emmanuel Alexandre (engelhorn sports team) bildete eine Gruppe mit den Marathon-Läufern Nikki Johnstone und Firaa’ol Eebbisaa Nagahoo und ließ sich so zu einer starken Zeit von 1:11:25 Stunden ziehen. Auch Frederik Schäfer lief mehrere Kilometer mit den beiden Marathonis, ehe er nach Kilometer zehn nicht mehr mitkam und schlussendlich in 1:12:03 Stunden als Dritter ins Ziel kam.

Bei den Frauen siegte Lena Wirth (engelhorn sports team – TV Schriesheim) – ebenfalls mit neuer persönlicher Bestzeit – in 1:20:10 Stunden. Hinter ihr teilten sich Anna Plinke (LG Telis Finanz Regensburg) und Anna Sarostzik (Spiridon Frankfurt) in 1:22:08 Stunden zeitgleich den zweiten Platz.

Über eineinhalb Minuten blieb die 23-jährige Natalie Wangler unter dem alten 10-km-Streckenrekord.

Bild: Tomás Ortiz Fernandez

Streckenrekorde beim „Mannemer 10er“ durch Ulmrich und Wangler

Erstmals über 1.000 Finisher verbuchte der 10-km-Lauf bei seiner dritten Auflage. Auch in diesem Jahr durfte er sich somit über einen Zuwachs von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr freuen. Um 17 Uhr wurden hier die Teilnehmer auf die flache, schnelle Runde geschickt. Schon nach 31:30 Minuten lief Lokalmatador Steffen Ulmrich vom engelhorn sports team ins Ziel. Damit blieb der Deutsche Halbmarathon-Meister in der U23 27 Sekunden unter dem Streckenrekord. Auf Platz zwei folgte Tobias Balthesen von der TSG 78 Heidelberg in 33:16 Minuten. Ebenfalls noch unter 34 Minuten sicherte sich Bachir Benouaret von den Roadrunners Südbaden nach 33:50 Minuten den dritten Platz.

Noch viel deutlicher unter der alten Streckenbestmarke blieb Benouarets Teamkollegin Natalie Wangler. Die 23-Jährige Vorjahressiegerin unterbot den alten Rekord mit 36:23 Minuten um satte 98 Sekunden und musste nur sieben Männern den Vortritt lassen. Auch die zwei Jahre jüngere Meike Freudenreich - ebenfalls von den Roadrunners Südbaden - blieb als Zweite in 38:01 Minuten unter dem alten Streckenrekord. Dritte wurde mit Franziska Rachowski vom LAZ Gießen die Zweite aus dem Vorjahr in 39:53 Minuten.

Zufriedenes Resümee des Veranstalters

Nachdem die Teilnehmer des SRH Dämmer Marathon im letzten Jahr einen schwülen Frühsommertag erwischten, herrschten bei der diesjährigen Ausgabe kühle Temperaturen und teilweise starker Wind. Bedingungen, den sich 10.013 Teilnehmer stellten. „Wir sind glücklich, die 10.000-Teilnehmer-Marke wieder geknackt zu haben und sehr zufrieden mit der Veranstaltung“, resümiert Christian Herbert, Geschäftsführer der Sporteventagentur M3.

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