Köln-Marathon 2017

Hendrik Pfeiffer kehrt in Köln zum Marathon zurück

Hendrik Pfeiffer wird nach langer Verletzungspause sein zweites Rennen über die 42,195 km in Köln laufen.

Best of Köln-Marathon 2016
Hendrik Pfeiffer lief in Düsseldorf 2016 ein starkes Marathondebüt. Am Sonntag startet er in Köln.

Hendrik Pfeiffer lief in Düsseldorf 2016 ein starkes Marathondebüt. Am Sonntag startet er in Köln.

Bild: photorun.net

Ein Läufer steht in Köln am Sonntag im Fokus wie kein anderer: Hendrik Pfeiffer. 17 Monate nach seinem starken Debüt beim Düsseldorf-Marathon wird der 24-Jährige auch sein zweites Rennen über die 42,195 km am Rhein laufen. Die Veranstalter setzen dabei voll und ganz auf den Athleten des TV Wattenscheid. Es gibt offenbar keinen einzigen halbwegs ernst zu nehmenden Konkurrenten, so dass der Sieger bei einem normalen Verlauf eigentlich nur Hendrik Pfeiffer heißen kann. Bei den Frauen wurden für die Marathondistanz weder nationale noch internationale Spitzenathleten verpflichtet.

Hendrik Pfeiffer war diese Situation bewusst, als er sich für den Köln-Marathon entschied. „Ich habe die Stimmung und die Stadt auf meiner Seite, das passt. Und ich habe mich darauf eingestellt, dass ich teilweise alleine laufen werde“, sagte der Wattenscheider, der sich im Frühjahr 2016 in Düsseldorf als Dritter mit 2:13:11 Stunden sensationell für Olympia qualifiziert hatte, dann jedoch verletzungsbedingt passen musste. Nach einer karrierebedrohenden Verletzung im Bereich der Achillessehne und einer Operation meldete sich Hendrik Pfeiffer in diesem Jahr wieder zurück.

Nun steht er vor dem zweiten Marathonrennen seiner Karriere und geht optimistisch an den Start. „Die Vorbereitung lief so gut wie optimal. Als ich vor drei Monaten meinen Trainingsplan bekam, habe ich etwas gezweifelt, denn der Plan hatte ein hohes Niveau. Ich bin oft am Limit gelaufen, doch es hat funktioniert“, erzählt Hendrik Pfeiffer, der deutlich mehr Kilometerumfänge absolvierte und zugleich auch die Qualität erhöhte. „Der 40-km-Long-Run war jetzt fünf Minuten schneller als vor meinem ersten Marathon. Ich bin auf einem anderen Level als noch vor Düsseldorf und gehe optimistisch ins Rennen. Ich werde aber zugleich auch vorsichtig sein.“

„Zuerst geht es natürlich um die EM-Norm“, sagt Hendrik Pfeiffer zu seinen Zielen am Sonntag. Diesen Richtwert für die Europameisterschaften 2018 in Berlin hat der Deutsche Leichtathletik-Verband auf 2:14:00 Stunden festgelegt. „Vielleicht geht auch noch mehr. Ich habe mir als Halbmarathon-Durchgangszeit 66:20 Minuten vorgenommen. Daraus kann man einiges machen. Und auch wenn es nicht so gut laufen sollte, wären dann die 2:14:00 immer noch erreichbar“, sagt Hendrik Pfeiffer.

Viel wird am Sonntag davon abhängen, wie lange Hendrik Pfeiffer tatsächlich alleine laufen muss. Es gibt zwar keine Konkurrenten, aber sein Manager Christoph Kopp hat für Tempomacher gesorgt. Den Anfang soll der 1.500-m-Läufer Marius Probst (TV Wattenscheid) machen. Dann übernehmen Patrick Kimeli (Kenia) und Mitku Seboka (Äthiopien/LAC Quelle Fürth), die bis zumindest 25 beziehungsweise 30 km mitlaufen sollen.

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