Prag-Marathon 2018

Galen Rupp gewinnt in Prag statt in Boston

Nach seiner Aufgabe beim Boston-Marathon überzeugte Galen Rupp beim Prag-Marathon in neuer persönlicher Bestzeit. Bornes Kitur gewann bei den Damen.

Galen Rupp - Prag-Marathon 2018 (1)

Galen Rupp gewann in Prag mit einer deutlichen Steigerung seiner Bestzeit.

Bild: photorun.net

Galen Rupp war einer der Topfavoriten beim Boston-Marathon Mitte April. Doch wie die meisten anderen Weltklasseläufer kam der US-Amerikaner bei den extremen Wetterbedingungen mit Eiseskälte, Wind und Regen nicht ins Ziel. Nun meldete sich der 31-jährige Olympia-Dritte von Rio 2016 eindrucksvoll zurück und zeigte in Prag statt in Boston, dass er in Siegform ist. Galen Rupp gewann das Rennen bei warmen Temperaturen in hochklassigen 2:06:07 Stunden. Damit steigerte er seine bisherige Bestzeit von 2:09:20 Stunden, die er bei seinem Sieg in Chicago im vergangenen Oktober aufgestellt hatte, deutlich um gut drei Minuten.

Rupp und Lemma duellieren sich 38 Kilometer lang

Erwartungsgemäß hatte sich im Rennen der Männer ein Duell zwischen Galen Rupp und dem Äthiopier Sisay Lemma entwickelt. Lemma, der vor drei Jahren sowohl den Wien- als auch den Frankfurt-Marathon gewonnen und sich dann in diesem Januar als Fünfter in Dubai auf die Weltklassezeit von 2:04:08 Stunden gesteigert hatte, konnte bis ungefähr Kilometer 38 mit dem US-Amerikaner Schritt halten. Dann zog Galen Rupp davon.

Rupp gewinnt mit einer Minute Vorsprung den Prag-Marathon 2018

„Sisay ist ein starker Marathonläufer, und es war nicht leicht, ihn zu schlagen“, erklärte Rupp, der am Ende fast eine Minute Vorsprung auf den zweitplatzierten Lemma hatte, der nach 2:07:03 im Ziel war. Auf den nächsten Plätzen folgten die Kenianer Stephen Chemlay und Barselius Kipyego in 2:09:42 beziehungsweise 2:10:18 sowie der Japaner Yuma Hattori, der als Fünfter 2:10:26 lief.

Bornes Kitur landet Überraschungssieg

Schnellste Frau unter knapp 10.000 Marathonläufern war in Prag etwas überraschend Bornes Kitur. Die Kenianerin verbesserte sich um über vier Minuten auf 2:24:19 Stunden. „Ich hatte ein sehr gutes Rennen, nur das Kopfsteinpflaster war etwas problematisch“, sagte Bornes Kitur, die klar vor den Äthiopierinnen Belaynesh Oljira (2:25:13) und Amane Gobena (2:27:43) triumphierte. Als Vierte folgte die Kenianerin Risper Chebet mit 2:29:32.

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