Frankfurt-Marathon 2018

Gabius lockt Ringer zum Wechsel auf die Straße

Unterschiedliche Pläne verfolgen die beiden besten deutschen Finisher des Frankfurt-Marathon 2018. Zudem motiviert Arne Gabius Richard Ringer auf die Straße zu wechseln.

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Für Arne Gabius und Katharina Heinig war Frankfurt 2018 ein Erfolg.

Für Arne Gabius und Katharina Heinig war Frankfurt ein Erfolg.

Bild: Mainova Frankfurt Marathon

Ein kontrastreiches Programm haben die beiden deutschen Marathon-Aushängeschilder Arne Gabius und Katharina Heinig, nachdem sie am Sonntag beim Frankfurt-Marathon als beste Europäer die Ränge neun mit 2:11:45 beziehungsweise 14 in 2:29:55 Stunden belegt hatten. Während der deutsche Rekordhalter Gabius (2:08:33) keine große Pause plant und versuchen möchte, sein gutes Niveau mitzunehmen in der Vorbereitung auf einen Frühjahrs-Marathon, steht für Heinig in der nächsten Woche die verschobene Operation am rechten Fuß auf dem Programm.

Heinig verzichtet auf Frühjahrs-Marathon 2019

„Für mich war der Frankfurt-Marathon ein schöner, erfolgreicher Jahresabschluss. Ich habe mit der Entscheidung, kurzfristig noch in Frankfurt zu starten alles richtig gemacht“, sagte Katharina Heinig. Von den deutschen Marathonläuferinnen war dieses Jahr nur Anja Scherl noch schneller (2:29:29 beim Osaka-Marathon). Katharina Heinig erreichte nun als zweite deutsche Läuferin in diesem Jahr eine Zeit unter 2:30 Stunden. „Ich rechne nach der Operation mit einer Pause von bis zu zehn Wochen, bevor ich wieder laufen kann. Einen Frühjahrs-Marathon wird es für mich 2019 nicht geben“, sagte Katharina Heinig, die dann voraussichtlich zunächst über 10.000 m an den Start gehen wird. „Ich würde gerne 2019 beim Europacup in London über 10.000 Meter starten. Dann wird es im Herbst darum gehen, in einem Marathon Punkte für die Olympischen Spiele zu sammeln“, erklärte Katharina Heinig. Der internationale Leichtathletik-Verband IAAF hat für alle Disziplinen ab sofort ein neues Qualifikationssystem eingeführt, bei dem internationale Athleten Punkte sammeln für einen Olympia- und WM-Start. In dem komplizierten System, das für den Straßenlauf nur bedingt sinnvoll erscheint, werden Punkte für Zeiten und Platzierungen vergeben - abhängig allerdings auch von der Qualität des jeweiligen Rennens.

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Der Qualifikations-Zeitraum für Olympia 2020 beginnt im Marathon bereits am 1. Januar 2019. Zwei Rennen werden dafür pro Athlet jeweils gewertet. Zurzeit wurde die Starterzahl bei Olympia auf maximal 80 Athleten festgelegt, wobei pro Nation nach wie vor maximal drei Läufer starten dürfen.

Gabius hat die Qual der Wahl: Boston, London oder Hannover

Für Arne Gabius könnte damit bereits ein Frühjahrs-Marathon für die Olympia-Qualifikation zählen. „Ich möchte gerne im Frühjahr eines jener drei Rennen laufen, bei dem ich nicht ins Ziel gekommen bin. Das sind Hannover, Boston oder London. Boston und London sind natürlich eine andere Kategorie, aber Hannover hat mir sehr gut gefallen“, sagte Arne Gabius, der in Hannover möglicherweise auch die beste Chance hat, gute Punkte für Olympia zu sammeln. Denn das Rennen ist nicht ganz so hochklassig und gehört trotzdem zur Road Race-Label-Serie der IAAF.

„Es ist denkbar, dass ich mit meiner Familie im Winter ins Trainingslager nach Kenia fahren werde“, sagte Arne Gabius, der am Tag nach dem Marathon in Frankfurt nochmals ausdrücklich Richard Ringer für seine Tempoarbeit lobte. Überraschend bis 31 km hatte Ringer am Sonntag Arne Gabius unterstützt. „Ich hatte Richard im Sommer beim Trainingslager in der Schweiz gefragt, ob er nicht Tempo machen wolle. Das war für ihn die perfekte Gelegenheit, um in den Straßenlauf hineinzukommen und einen sehr guten Eindruck vom Marathon zu gewinnen“, sagte Arne Gabius, der, ebenso wie viele andere Laufsport-Insider, hofft, dass der Bahn-Langstreckler schon im nächsten Jahr sein Marathondebüt laufen wird und umsteigt auf die Straße.

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Gabius bietet Ringer Hilfe beim Wechsel an

„In Deutschland Bahnläufer zu sein, das muss man sich auch leisten können. Das ist ein Leben auf Studenten-Niveau“, sagte Arne Gabius, der bereit ist, Richard Ringer zu unterstützen bei einem Wechsel zum Marathon. „Ich würde ihm meine ganzen Aufzeichnungen zum Training, die ich mit Hilfe von Renato Canova ausgearbeitet habe, zur Verfügung stellen“, sagte Arne Gabius, der auch einen Kontakt zu dem italienischen Erfolgscoach herstellen würde. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Renato ihm helfen würde.“ Die Veranstalter des Frankfurt-Marathons zeigten sich bereits hoch interessiert, Richard Ringer im nächsten Jahr für das komplette Rennen zu verpflichten.

Für Richard Ringer ist nach seinem starken Rennen am Main der „Rote Teppich“ zum Marathon ausgerollt. Bessere Voraussetzungen für einen Wechsel zum lukrativen Straßenlauf kann es kaum geben.

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