• Die Bilanz

    Kipchoge das Maß der Dinge, Keitany und Dibaba eine Klasse für sich

    Während Eliud Kipchoge unter irregulären Bedingungen fast unter 2:00 Stunden lief und in Berlin seine Serie fortsetzte, kamen Tirunesh Dibaba und Mary Keitany Paula Radcliffe näher. Arne Gabius, Hendrik Pfeiffer und Anna Hahner meldeten sich stark zurück.



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    Foto: photorun.net

    Eliud Kipchoge bleibt das Maß der Dinge in der Marathon-Weltelite. Der kenianische Olympiasieger gewann im September in Berlin mit der Jahresweltbestzeit von 2:03:32 Stunden. Zudem bewies Kipchoge, dass das Erreichen der Marathon-Traumzeit von unter zwei Stunden wesentlich realistischer ist als viele noch vor einem Jahr vermutet hätten. In Monza lief er bei allerdings irregulären Bedingungen 2:00:25. Eine vergleichsweise in der Spitze stärkere Entwicklung gab es 2017 aber bei den Frauen: Mary Keitany (Kenia) und Tirunesh Dibaba (Äthiopien) erzielten Zeiten von unter 2:18 Stunden. Sie stießen damit in Bereiche vor, die zuvor lediglich Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien) erreicht hatte.

    Wechselhaft fällt die nationale Bilanz des Jahres 2017 aus. Bei den Männern meldete sich Arne Gabius in Frankfurt eindrucksvoll zurück, schnellste Frau war einmal mehr Fate Tola. Während die Leistungsbreite in der Spitze bei den Männern sehr dünn ist, erzielten neben Tola immerhin noch drei weitere Läuferinnen Zeiten von unter 2:30 Stunden.

    International hervorragend positioniert sind weiterhin die deutschen Top-Marathon-Veranstaltungen. An der Spitze stehen dabei nach wie vor die Rennen in Berlin, Frankfurt und Hamburg. Nunmehr schon zum siebenten Mal in Folge wurde die Jahresweltbestzeit der Männer über die 42,195 km in der deutschen Hauptstadt aufgestellt. Der BMW Berlin-Marathon hat seine Position als Nummer eins in der Liste der schnellsten Männerrennen der Welt klar verteidigt (siehe Statistik). Bei den Frauen liegt Berlin hinter London weiterhin auf Rang zwei. Ebenfalls jeweils in den Top Ten vertreten ist der Mainova Frankfurt-Marathon. In Hamburg und Berlin ging 2017 jeweils ein Marathon-Olympiasieger an den Start (Stephen Kiprotich und Eliud Kipchoge gewannen 2012 beziehungsweise 2016 Gold). Während Kipchoge gewann und Kiprotich Zweiter wurde, siegte in Frankfurt mit Vivian Cheruiyot die aktuelle 5.000-m-Olympiasiegerin. Diese Besetzungen zeigen, dass die deutschen Top-Rennen bei den Weltklasseläufern hoch im Kurs stehen.

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  • Die Bilanz

    Eliud Kipchoge seit über vier Jahren ungeschlagen

    Während Eliud Kipchoge unter irregulären Bedingungen fast unter 2:00 Stunden lief und in Berlin seine Serie fortsetzte, kamen Tirunesh Dibaba und Mary Keitany Paula Radcliffe näher. Arne Gabius, Hendrik Pfeiffer und Anna Hahner meldeten sich stark zurück.



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    Zählt man das aufgrund der Vielzahl von wechselnden Tempomachern nicht reguläre Rennen in Monza hinzu, hat Eliud Kipchoge neun seiner zehn Marathonrennen gewonnen. Lediglich im September 2013 musste sich der Kenianer in Berlin seinem Landsmann Wilson Kipsang geschlagen geben, der damals mit 2:03:23 Stunden Weltrekord lief. Es ist selten, dass im Marathon ein Läufer derart lange dominieren kann. Doch einem großen Ziel läuft Eliud Kipchoge noch vergeblich hinterher: Den Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) konnte er bisher nicht brechen.

    Das Ziel Weltrekord haben auch Wilson Kipsang, der 2017 in Tokio den Streckenrekord auf 2:03:58 verbesserte, und Kenenisa Bekele. Äthiopiens Superstar erlebt in seiner Marathonkarriere weiterhin eine „Achterbahnfahrt“. 2017 kam er weder in Dubai noch in Berlin ins Ziel und wurde dazwischen aber immerhin Zweiter in London, obwohl er dort nicht in Topform war. 2018 wird Kenenisa Bekele einen neuen Anlauf nehmen, nachdem sogar zwei Landsleute im vergangenen Jahr schneller waren: Tamirat Tola lief in Dubai mit 2:04:11 einen Streckenrekord und gewann dann hinter Geoffrey Kirui (Kenia) bei der WM die Silbermedaille, der Debütant Guye Adola überraschte in Berlin als Zweiter mit der zweitschnellsten Zeit des Jahres (2:03:46).

    Abgesehen vom irregulären Rennen in Monza gab es im vergangenen Jahr in der absoluten Weltspitze nicht ganz so schnelle Zeiten wie noch 2016. Viermal wurden Zeiten von unter 2:05 Stunden erreicht, 2016 waren es noch sieben. Im Dezember folgte aber noch eine europäische Sensation: Der Norweger Sondre Moen gewann in Fukuoka (Japan) mit einem Europarekord von 2:05:48.

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  • Die Bilanz

    Arne Gabius und Hendrik Pfeiffer melden sich zurück

    Während Eliud Kipchoge unter irregulären Bedingungen fast unter 2:00 Stunden lief und in Berlin seine Serie fortsetzte, kamen Tirunesh Dibaba und Mary Keitany Paula Radcliffe näher. Arne Gabius, Hendrik Pfeiffer und Anna Hahner meldeten sich stark zurück.



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    Die erfreulichste Nachricht im deutschen Männer-Marathon war 2017 die erfolgreiche Rückkehr zweier Läufer, die lange mit Verletzungen zu kämpfen hatten: Eine Kette von Problemen hatte Arne Gabius, der zwei Jahre nach seinem deutschen Rekord in Frankfurt (2:08:33) an gleicher Stelle erstmals wieder das Ziel eines Marathons erreichte. Mit 2:09:59 Stunden gelang ihm ein starkes Comeback, das Hoffnung machen sollte für 2018. Bei der EM in Berlin wird er allerdings nicht im Marathon starten. Dieses Ziel hat aber Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid), der sich nach einer schweren Verletzung im Bereich der Achillessehne im Oktober mit einem Sieg in Köln (2:13:42 Stunden) zurückmeldete.

    Doch in der Spitze sieht es insgesamt dünn aus. Schaut man nur auf die Jahresbestenliste, besteht die zweite Reihe hinter Arne Gabius zurzeit ausschließlich aus Hendrik Pfeiffer. Während abzuwarten bleibt, ob die stärker beruflich orientierten Julian Flügel (ART Düsseldorf) und Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen-Kieler TB) noch einmal in diese Leistungsbereiche kommen können, bleibt zu hoffen, dass sich Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) nach dem Aus beim Berlin-Marathon im Frühjahr in Hamburg zurückmelden kann.

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