Trail-Marathon Heidelberg 2018

Auf der Heide läuft mit Risiko zum Sieg

1.413 Läufer gingen bei herrlichem Wetter beim Trail-Marathon Heidelberg an den Start. Moritz auf der Heide und Dioni Gorla freuten sich über den Sieg.

Trail-Marathon Heidelberg 2018 - Die Bilder
Trail-Marathon Heidelberg 2018

Dioni Gorla lief ein starkes Rennen.

Bild: Tomás Ortiz Fernandez

Wer beim Trail-Marathon Heidelberg an den Start geht, weiß was ihm bevorsteht, nämlich einer der härtesten Marathons Deutschlands. 1.413 Teilnehmer wagten es und starteten bei tollem Laufwetter. Dioni Gorla durchbrach dabei die Dominanz der englischen Siegerin der vergangenen drei Jahre, Aoife Quigly. Moritz auf der Heide duellierte sich mit Steffen Justus, Teilnehmer der Olympischen Spiele 2012 im Triathlon, lag lange zurück und spielte am Ende seine Stärken in beeindruckender Art und Weise aus. Nach 3:09:04 Stunden stoppte die Uhr für den erfahrenen Trail-Läufer.

Für RUNNER’S WORLD war Fotograf Tomás Ortiz-Fernandez in Heidelberg beim Trail-Marathon vor Ort. Seine Fotos finden Sie in einer großen Bilderstrecke über und unter diesem Artikel.

In einem spannenden Rennen sah der ehemalige Profi-Triathlet Steffen Justus bereits wie der sichere Sieger aus. Dann kam Moritz auf der Heide, lief schneller als alle anderen Läufer bergab und verwandelte einen 2-Minuten-Rückstand in einen Vorsprung, der ebenfalls fast zwei Minuten betrug. Nach 3:09:04 Stunden hatte er es geschafft und das Ziel als erster Läufer erreicht. Wer auf großen Jubel und ein Strahlen des Siegers hoffte, wurde enttäuscht. Zu erschöpft war Auf der Heide, der meinte: „Ich wollte mich heute quälen und das habe ich getan, jetzt brauche ich erstmal eine Pause.“ Nach 3:10:42 Stunden kam der geschlagene Justus als Gesamtzweiter ins Ziel. Steffen Justus, der spontan nachgemeldet hatte, erklärte im Ziel: „Bis Kilometer 30 lief es richtig locker. Aber ich wusste, dass Moritz richtig stark bergab laufen kann und wollte deshalb einen großen Vorsprung herauslaufen. Als er mich dann doch überholt hatte, wusste ich, dass ich geschlagen bin.“ Dass Justus und Auf der Heide den restlichen Läufern sportlich deutlich überlegen waren, zeigte deren großer Vorsprung auf den Drittplatzierten Dominik Meier, der das Ziel nach 3:24:33 Stunden erreichte.

Dioni Gorla siegt vor Aoife Quigly

Bei den Damen überzeugte besonders Dioni Gorla. Die junge Marathonläuferin war er sieben Tage zuvor beim Münster-Marathon auf Rang drei gelaufen und hatte ihre persönliche Bestzeit dabei auf 2:53:42 Stunden verbessert. Trotz der kurzen Erholungszeit zwischen beiden Marathons startete Gorla forsch ins Rennen und machte früh Druck auf die als Favoritin gestartete Titelverteidigerin Aoife Quigly aus England. Nach der ersten Hälfte des Rennens hatte sie etwas mehr als eine Minute Vorsprung. Dieser sollte auf der zweiten Hälfte auf gut neun Minuten anwachsen. Quigly hatte Schmerzen in der Hüfte und kämpfte sich in 3:57:44 Stunden ins Ziel. Gorla gewann hingegen in 3:48:40 Stunden. Auf Rang drei lief in Lisa Mitsch (4:13:54 Stunden).

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