Osaka-Marathon 2018

Anja Scherl fit für den Marathonstart in Japan

Die Japanerin Yuka Ando ist Favoritin in Osaka. Die Deutsche Anja Scherl will internationale Erfahrungen sammeln.

Osaka-Marathon

Start und Ziel des Osaka-Marathons befinden sich in jenem Stadion, in dem 2007 die Leichtathletik-Weltmeisterschaften stattfanden.

Bild: photorun.net

Einen dritten Heimsieg in Serie könnte es beim Osaka-Marathon am Sonntag geben: Bei dem reinen Frauen-Eliterennen geht die Japanerin Yuka Ando als Favoritin ins Rennen. Sie gewann im vergangenen Jahr ihr Marathon-Debüt in Nagoya mit einer hochklassigen Zeit von 2:21:36 Stunden. Der Osaka-Marathon ist aus deutscher Sicht eng verbunden mit dem Namen Katrin Dörre-Heinig. Die heutige Marathon-Bundestrainerin gewann gleich viermal, so oft wie keine andere Läuferin, in Osaka: 1984, 1991, 1996 und 1997. Mit Anja Scherl (LG Telis Finanz Regensburg) startet am Sonntag erstmals seit vielen Jahren wieder eine deutsche Topläuferin in Osaka. Doch zu den Favoritinnen ist sie nicht zu zählen. Es geht ihr in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln.

Überraschend hatte sich Anja Scherl entschlossen, bereits wieder in Osaka einen Marathon zu laufen. Nachdem sie sich 2016 in Hamburg zunächst auf 2:27:50 Stunden verbessert hatte und dann bei Olympia in Rio als mit Abstand beste deutsche Läuferin Rang 44 belegt hatte, war sie erst wieder im vergangenen November über die 42,195 km gestartet. In Valencia meldete sich Anja Scherl mit einem überzeugenden fünften Platz in 2:28:54 Stunden zurück und unterbot damit die Norm für die Europameisterschaften, die im August in Berlin stattfinden.

Gut zwei Monate später geht die 31-Jährige nun in Osaka an den Start. „Mir ist natürlich bewusst, dass der Abstand zum Valencia-Marathon sehr knapp ist und leider hat mich zwischendurch auch noch eine Erkältung erwischt. Trotzdem freue ich mich sehr auf das Rennen, da es eine ganz besondere Erfahrung ist, in einem top-besetzten Frauen-Marathon zu starten. Das ist sicherlich eine wichtige Erfahrung für weitere internationale Einsätze“, sagte Anja Scherl. Sie könnte die Nominierungs-Voraussetzungen für die EM endgültig erfüllen, wenn sie am Sonntag eine Zeit von zumindest 2:32:00 Stunden erreichen würde. Doch angesichts der Voraussetzungen steht die Zeit bei diesem Rennen für sie nicht im Vordergrund. Im Frühjahr bleibt ihr immer noch die alternative Qualifikationsmöglichkeit mit einem Leistungsnachweis bei einem Halbmarathonrennen.

Für Yuka Ando dürften am Sonntag ihre Landsfrauen Mari Ozaki (Bestzeit: 2:23:50) und Reia Iwade (2:24:38) sowie die Kenianerin Eunice Jeptoo (2:26:13) und die Äthiopierin Fayesa Robi (2:27:04) die stärksten Gegnerinnen sein.