Transruinaulta 2017

55 Sekunden entscheiden nach 61,2 Kilometern

Unterschiedliche Wetterbedingungen und zwei intensive Trailrunning-Tage liegen hinter den Teilnehmern des Transruinaulta und des Transviamala.

Transruinaulta 2017 - Die Bilder
22102017 Transruinaulta 2017 - 1

Knapp 1.900 Läufer nahmen am Trail-Abenteuer teil.

Bild: OK Transviamala/Reiner Schilling

Zwei Tage lang stand im schweizerischen Kanton Graubünden das Trailrunning im sportlichen Mittelpunkt des Geschehen. Zum vierten Mal wurde der Transruinaulta ausgetragen, zum 16. Mal der Transviamala. Während am ersten Tag ein Trailmarathon von Ilanz nach Thusis zu absolvieren war, folgten tagsdrauf 19 Kilometer mit 950 Höhenmetern. Bei den Herren setzte sich in der Kombinationswertung Remo Betschart mit 55 Sekunden Vorsprung vor Raphael Sprenger durch, die Damenkonkurrenz wurde von Michela Segalada dominiert. Alles in allem nahmen 1.883 Sportler teil.

Die schönsten Bilder zum Transruinaulta und zum Transviamala finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Sonnenschein, der die gefärbten Bäume zum Leuchten, brachte, so lauteten die Wetterbedingungen zum Start des Schluchtenerlebnisses am Samstag, den 21. Oktober. Von Ilanz ging es ab 9:15 Uhr über Versam und Rhäzüns 42,195 Kilometer lang in Richtung des Ziels in Thusis. Um den Läufern eine freie Strecke zu bieten, wurde die Läufer zeitversetzt mit sogenannten Intervall-Starts ins Rennen geschickt. Diese eher untypische Maßnahme kam bei den Teilnehmern sehr gut an. Direkt nach dem Start starteten die Läufer in einen Singletrail entlang des jungen Vorderrheines. Zahlreiche Höhenmeter der 1.800 insgesamt zu bewältigenden Höhenmeter und intensive Anstiege sollten auf dem Weg hinauf nach Versam folgen. Auch weiter nach Rhäzüns, wohin man durch das Versamertobel gelangt, und hinauf auf die Höhe von Präz wird den Läufer einiges abverlangt. Von hier aus bietet sich jedoch ein schöner Blick über das ganze Domleschg, der für die Strapazen entschädigt. Über Singletrails am Heinzenberg entlang leicht abwärts laufend kamen die Teilnehmer dem Ziel nun immer näher. Lediglich ein paar wenige kleine Anstiege standen ihnen nun noch bevor.

Als Schnellster kam Remo Betschart nach 3:27:22 Stunden im Ziel an. Nur etwas langsamer waren Raphael Sprenger aus Zürich (3:29:38 Stunden) und Gregor Metzger (3:30:17 Stunden). Bei den Damen setzte sich Michela Segalada aus Winterthur in 3:46:08 Stunden durch und ließ so nur wenigen männlichen Kollegen den Vortritt. Zweitschnellste Frau war Edith Kortekaas (4:06:51 Stunden), Dritte wurde Katharina Hartmuth (4:16:49 Stunden). Als schnellstes Paar kamen Claudia Kahl und Alexandra Hagspiel nach 4:16:33 Stunden ins Ziel. Insgesamt erreichten so 460 Einzel- oder Paarläufer das Ziel.

Paonne und Zoller an Tag zwei vorne

Am darauffolgenden Tag stand für die Teilnehmer der Kombinationswertung aus Transruinaulta und Transviamala der 19 Kilometer lange Transviamala Original an. Dabei galt es weitere 950 Höhenmeter zu bezwingen. Nach Sonnenschein am Vortag setzten sich nun eher Wolken und kühle Temperaturen durch. Teilweise war es auch etwas regnerisch. Auch wenn nicht alle der 460 Finisher des Vortages erneut an den Start gingen, stieß man auf zahlreiche Gesichter, die man bereits am Vortag kämpfen gesehen hatte. Dass die Sieger nun jedoch andere Namen hatten, verwunderte nach den Strapazen des Vortages nicht. Bei den Herren absolvierten Michele Paonne (1:23:15 Stunden), Carsten Brod (1:24:00 Stunden) und Benjamin Ueltschi (1:24:29 Stunden) die 19 Kilometer am schnellsten aller 680 Läufer, die über diese Distanz ins Ziel kamen. Bei den Damen setzte sich Nina Zoller (1:32:56 Stunden) mit deutlichem Vorsprung vor Julia Bleasdale (1:36:01 Stunden) und Veronika Schanzer (1:37:05 Stunden) durch.

Die 11,5 Kilometer lange Version des Transviamala entschieden Fabio Lechner (51:17 Minuten), dem mit deutlichem Abstand der 14-jährige Deny Vetsch (56:59 Minuten) und der 20-jährige Martin Paravicini (58:16 Minuten) folgten, und Barbara Jentner (1:10:21 Stunden) für sich. Jentner lag somit jedoch nur 1,2 Sekunden vor Julia Bolt aus Felsberg, die 1:10:23 Stunden benötigte. Auch Carla Wohler lag mit ihrer Zeit von 1:10:33 Stunden nur wenige Sekunde zurück.

Sekunden entscheiden über den Sieg

In der Kombinationswertung aus beiden Läufen setzten sich letztlich die Sieger des Trailmarathons durch. Während Michela Segalada (5:24:52 Stunden) fast einer halben Stunde Vorsprung vor Edith Kortekaas (5:52:31 Stunden) und 20 weiteren Minuten vor Elin Winkler (6:12:46 Stunden) gewann, entschieden im Herrenrennen Sekunden. Remo Betschart absolvierte die 62,1 Kilometer in 4:53:34 Stunden, Raphael Sprenger in 4:54:29 Stunden. Ganze 55 Sekunden trennten die beiden schnellsten Läufern somit. Dritter wurde Daniel Bolt, der ebenfalls nur gut eineinhalb Minuten länger benötigte als der Zweitplatzierte Sprenger.

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