Transalpine-Run 2018 7. Etappe

250 Teams überquerten die Alpen

Markus Mingo und Hannes Namberger absolvierten die 260 Kilometer am schnellsten. Die Alpen wurden bezwungen und Brixen erreicht.

Transalpine Run 2018 - Die Bilder der 7. Etappe
Transalpine-Run 2018 7. Etappe (2)

250 Teams erreichten das Ziel und durften jubeln.

Bild: Andi Frank

Alle hatten sich auf ein furioses Finale gefreut und wurden von den sich noch im Rennen befindenden Läufern nicht enttäuscht. 250 der 286 gestarteten Teams kamen am Ende der letzten Etappe des Transalpine-Run 2018 im Ziel in Brixen an. Wie erwartet griffen die Verfolger noch einmal an, um doch noch auf Platz eins zu springen. Weder das schnellste Herren-, noch das schnellste Damen-Team konnte noch eingeholt werden. Nach knapp 260 Kilometer und 16.400 Höhenmetern kamen Markus Mingo und Hannes Namberger als Gesamtsieger ins Ziel. Am Ende lagen sie sieben Minuten vor Lukas Naegele und Sebastian Hallmann. Bei den Damen gewannen die Schwedinnen Lina und Sanna El Kott Helander, die auch die letzte Etappe für sich entscheiden konnten.

Einige der schönsten Bilder der letzten Etappe des Transalpine-Run 2018 finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Auch auf der letzten Etappe zählte für das Duo Naegele/Hallmann nur die volle Offensive. So errangen sie nicht nur den fünften Tagessieg in sieben Tagen, sondern verkürzten den Rückstand auf Mingo/Namberger von 15 auf sieben Minuten. An den beiden Gesamtsiegern kam das kämpferische Duo jedoch nicht mehr vorbei. Nationalmannschaftsläufer Markus Mingo aus Kötzing und sein acht Jahre jüngerer Partner Hannes Namberger aus Ruhpolding waren am Ende nicht zu schlagen. „Ein Traum ist wahr geworden, ich hätte vor dem Start nie gedacht, dass wir in Brixen als Sieger übers Ziel laufen werden. Ich muss Lukas und Sebastian dafür gratulieren, wie sie uns so herausgefordert haben. Die beiden haben uns absolut nichts geschenkt. Aber genau das macht den sportlichen Wert dieses Erfolges noch größer für mich“, zollte Mingo den Konkurrenten höchsten Respekt. Namberger hatte sich vor der letzten Etappe noch Tipps von Daniel Jung, Sieger des Transalpine-Run 2016, geholt. „Im Downhill musst du immer nur Vollgas geben“, hatte er ihm gesagt. Daran hielt er sich. Noch etwas offensiver liefen jedoch Hallmann und Naegele, die den späteren Gesamtsiegern davoneilten und am Ende in 28:53:02 Stunden den zweiten Gesamtplatz erreichten. In 29:40:33 Stunden kamen die Französen Guillaume Peretti und Vincent Viet auf Rang drei.

Farbmacher/Wallmann laufen auf Rang vier

Hinter den drei schnellsten Teams kamen die Österreicher Thomas Farbmacher und David Wallmann mit 1:41:33 Stunden Rückstand auf Platz vier. „Nein, wir sind nicht enttäuscht. Am Ende habe wir den Lauf sogar genossen“, merkte Farbmacher an. Die Brüder Marcus und Matthias Baur erkämpften sich nach durchwachsenem Start hinter den Briten Robert Sinclair und Casper Kaars Sijpesteijn noch den sechsten Gesamtplatz. Den siebten Platz errangen Moritz auf der Heide und Nils Riegel.

Auch auf der letzten Etappe ging es noch einmal hoch hinaus.

Bild: Philipp Reiter

Schwedinnen souverän wie niemand zuvor

Den souveränsten Sieg aller Kategorie-Sieger feierten die schwedischen Zwillinge Lina und Sanna El Kott Helander (32:39:16 Stunden). Anders als Hallmann und Naegele gewannen sie nicht fünf, sondern alle sieben Etappen. Mit 10:31:18 Stunden Vorsprung konnten sie zudem einen Rekordvorsprung verbuchen. Die zierlichen Läuferinnen aus Östersund scheinen die neuen Stars der Trailrunning-Szene zu sein. „Die letzten zehn Kilometer mit dem Downhill nach Brixen waren extrem schwer“, sagten die Siegerinnen mit einem Lächeln im Gesicht. Im Gesamtklassement waren am Ende nur neun Herren-Teams schneller. Die Plätze zwei und drei gingen nach Österreich. Ina Forchthammer und Sarah Doerschlag (43:11:28 Stunden) wurden Zweite, Veronika Hamminger und Jennifer Eisenhuber (46:00:31 Stunden) Dritte.

Keller und Friesinger siegen klar

Auch in den einzelnen anderen Kategorien fielen am Samstag, den 08. September die Entscheidungen im Kampf um die Spitze. In der Kategorie Master Men dominierten vom zweiten Tag an Clemens Keller und Armin Friesinger, die sechs Etappen gewannen und insgesamt 34:04:53 Stunden liefen. Die Schlussetappe gewannen sie in 4:27:32 Stunden. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch nie das Leadertrikot inne gehabt. Und jetzt durften wir es sechs Tage lang tragen und haben außerdem noch den Gesamtsieg geholt. Eigentlich kann ich es immer noch nicht richtig fassen“, sagte achtfache Transalpine-Run-Teilnehmer Clemens Keller. Die Plätze zwei und drei gingen an Christian Haller/Rainhard Pixner (35:47:39 Stunden) und Joan Capllonch/Pablo Castra (36:29:54 Stunden).

Lundy/Erholtz gehen überraschend leer aus

Ähnlich dominant hatten sich Christine Lundy und Brandy Erholtz aus den USA gezeigt. Sechs Tage lang lagen sie an der Spitze. Da Lundy die letzte Etappe nicht mehr in Angriff nehmen konnte, ging der Gesamtsieg der Klasse Master Women an die Deutschen Sandra Schmid und Biggi Fauser (41:30:49 Stunden). Mit deutlichem Abstand folgten Bernadette Benson und Sanja Kolonic aus Australien in 42:56:22 Stunden auf Rang zwei. Die Tschechinnen Lucie Loft und Jolanta Ketterer wurden in 47:25:08 Stunden Dritte.

Österreichische Überraschungssieger

In der Kategorie Senior Master Men duellierten sich fünf Tage lang die Duos Thomas Miksch/Jörg Schreiber und Jürgen Kurapkat/Armin Bernard. Miksch, der schon sieben Mal beim Transalpine-Run siegte, beendete das Rennen nach fünf Tagen mit einem Rippenbruch, Bernard erlebte an Tag sechs einen Einbruch. Daher ging der Sieg am Ende an Ralph Klisch und Oliver Steiniger aus Österreich (36:23:12 Stunden). Mit 14 bzw. zwölf Teilnahmen in 14 Jahren Transalpine-Run zählten die Deutschen Holger Schulze und Thomas Drechsler zu den erfahrensten Startern. Gemeinsam kamen sie überraschend in 37:27:14 Stunden auf Rang zwei der Kategorie-Gesamtwertung. Auf Rang drei kamen die Südtiroler Martin Mair und Josef Martin Blasinger (37:58:11 Stunden).

Transalpine-Run 2018 7. Etappe (4)

Bild: Andi Frank

Beim Zieleinlauf war die Freude groß.

Sperger/Ramsay fallen zurück

In der Kategorie Mixed wussten mehrere Teams auf sich aufmerksam zu machen. Die ersten beiden Etappenerfolge hatten sich die Münchnerin Eva Sperger gemeinsam mit ihrem US-amerikanischen Partner Jamie Ramsay gesichert. Von einem Sturz gestoppt, lief die 38-Jährige danach mit intensiven Schmerzen. Diese Schwäche nutzte das US-Duo Amanda Basham/Zac Marion, die sich in 34:31:09 Stunden vor Igor Manzhay/Natalia Zimina (36:20:59 Stunden) aus Russland und Eva Sperger/Jamie Ramsay (36:43:43 Stunden) den Gesamtsieg sicherten. Sperger/Ramsay gingen angeschlagen auf die letzte Etappe und wurden so noch vom russischen Duo überholt.

Master-Mixed-Sieg geht erneut nach Südtirol

Der Sieg der Klasse Master Mixed ging fast schon traditionell nach Südtirol. Markus Planötscher und Annelise Felderer waren am zweiten Tag in Führung gegangen und den Spitzenplatz bis zum Zieleinlauf in Brixen am siebten Tag verteidigt. Sie gewannen in 34:35:12 Stunden. Das Podest wurde von den Teams Petru Muntenasu/Kathrin Schichtl (35:45:42 Stunden) und Reinhold Hugo/Melanie Rousset (37:36:26 Stunden) komplettiert. In der Kategorie Senior Master Mixed gewannen die Deutschen Gaby Marek-Schmidt und Peter Kriegl. Sie waren auf der letzten Etappe 41:49 Minuten schneller als die Schweizer Urs Salzmann/Maja Dorfschmidt, die sechs Tage lang in Führung gelegen hatten. Salzmann/Dorfschmidt hatten in Brixen über 37 Minuten Rückstand auf Marek-Schmidt/Kriegl, die 41:54:17 Stunden benötigten. Die Schweizer Denise Lichtensteiger und Berni Litscher kamen mit 4:22:46 Stunden Rückstand auf Rang drei.

Außergewöhnliches Rennen findet in Brixen sein Ende

Für einen lautstarken Empfang jedes einzelnen Finishers sorgen auf dem schönen Domplatz jede Menge Fans, Touristen und Familienangehörige. Besonderen Applaus erhielten der 20-Jährige Takaski Doi aus Japan (32:39:16 Stunden) und der 67-jährige Schweizer Peter Camenzind (40:40:50 Stunden), schließlich war Doi der jüngste und Camenzind der älteste Finisher. Am Ende einer Woche, die von großem Kampf und Emotionen geprägt war, saßen die Finisher gemeinsam im Zielbereich. Einige Läufer kühlten ihre Füße im Brunnen, andere genossen einfach nur das schöne Wetter. Der besondere Spirit des Transalpine-Run war einmal mehr spürbar.

Transalpine-Run 2018:

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