Leichtathletik-EM Berlin 2018

Zweites Lauf-Gold für Frankreich

Mekhissi-Benabbad gewann als Sieger des 3.000-m-Hindernislaufs in 8:31,66 Minuten das zweite Lauf-Gold für Frankreich.

Mahiedine Mekhissi-Benabbad lief in Berlin bereits zu seinem fünften EM-Titel.

Mahiedine Mekhissi-Benabbad lief in Berlin bereits zu seinem fünften EM-Titel.

Bild: Berlin 2018 - Getty Images

Bei der dritten Langstrecken-Laufentscheidung der Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin setzte sich am Donnerstagabend der große Favorit durch: Der Franzose Mahiedine Mekhissi-Benabbad gewann die Goldmedaille im 3.000-m-Hindernislauf in 8:31,66 Minuten klar vor dem Spanier Fernando Carro (8:34,16). Dritter wurde überraschend Yohannes Chiappinelli (Italien) in 8:35,81. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Yoann Kowal (Frankreich/8:36,77) und Zak Seddon (Großbritannien/8:37,28). Es war die zweite Langstrecken-Goldmedaille für Frankreich nach dem 10.000-m-Sieg von Morhad Amdouni zwei Tage zuvor und die erste Lauf-Entscheidung dieser Europameisterschaften ohne deutsche Beteiligung.

In den Vorläufen am Dienstag waren die beiden deutschen Starter ausgeschieden: Martin Grau (LSC Höchstadt/AIsch) belegte in seinem Vorlauf Rang neun mit 8:33,81 Minuten, in einem anderen Qualifikationslauf hatte Johannes Motschmann keine Chance auf ein Weiterkommen. Der Läufer der LG Nord Berlin kam als 14. in 8:51,65 ins Ziel. Vor der EM hatte Patrick Karl (TSV Ochsenfurt) wegen Problemen an der Achillessehne auf seine Teilnahme verzichten müssen. Damit gehört diese Disziplin weiterhin zu den Schwachstellen im deutschen Laufbereich.

Im Hindernis-Finale ließ Mahiedine Mekhissi-Benabbad seinen Konkurrenten auf der letzten Runde keine Chance. Der spurtstarke Franzose, der 2008 und 2012 jeweils die olympische Silbermedaille über diese Distanz gewonnen hatte, lief allen davon und setzte eine bemerkenswerte europäische Erfolgsserie fort: Es war bereits die fünfte EM-Goldmedaille für Mahiedine Mekhissi-Benabbad. Der 33-Jährige hatte schon 2010, 2012 sowie 2016 den EM-Titel über 3.000 m Hindernis gewonnen. Zudem war er 2014 Europameister über 1.500 m. „Ich habe mit dem fünften EM-Titel etwas Historisches erreicht. „Es war nicht leicht, denn es gibt viele junge Läufer, die mich jagen“, sagte der Franzose, der nun auch über 5.000 m in Berlin antreten wird. Über diese Distanz steigerte er sich in diesem Jahr auf 13:20,53 Minuten. Und damit gehört Mekhissi-Benabbad auch hier zu den Medaillenkandidaten.

Ohne deutsche Beteiligung werden die weiteren Rennen über 800 m bei der EM gestartet. Alle drei deutschen Starter blieben am Donnerstag bereits in den Vorläufen hängen: Relativ knapp verpasste Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg) den Einzug ins Halbfinale. Er belegte in seinem Vorlauf Platz vier in 1:48,33 Minuten. Rang drei mit einer Zeit von 1:48,14 hätte in diesem Rennen für das Weiterkommen gereicht. Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) wurde in seinem Vorlauf Achter und damit Letzter in 1:48,13. Marc-Leo Reuther (Wiesbadener LV) wurde disqualifiziert, weil er in seinem Lauf einen anderen Athleten behindert hatte.

Die Leichtathletik-EM Berlin 2018:

Alina Reh ausgezeichnete Vierte