Royal Run Dänemark 2018

Über 70.000 Läufer, fünf Städte und ein Kronprinz

Zum 50. Geburtstag des Kronprinzen Frederik von Dänemark gingen in den fünf größten Städten des Landes rund 70.000 Läufer auf die Strecke, auch der Kronprinz lief mit. Zudem wurden die nordischen 10-km-Meisterschaften ausgetragen.

Kronprinz Frederik von Dänemark beim Royal Run Dänemark 2018

Kronprinz Frederik von Dänemark lief bereits mehrere Marathons und absolvierte 2013 den Ironman Kopenhagen.

Bild: Deniz Holdt

Am Pfingstmontag gingen in den fünf dänischen Städten Aalborg, Aarhus, Esbjerg, Odense und Kopenhagen, die gleichzeitig die größten Städte des Landes sind, über 70.000 Läufer an den Start. Kronprinz Frederik von Dänemark startete aufgrund der versetzten Startzeiten bei allen fünf Events. Das große Finale stieg in Kopenhagen, indem sich die nordeuropäische Elite versammelt hatte und um die nordische 10-Kilometer-Meisterschaften lief. Bei den Herren setzte sich Roman Fosti aus Estland in 30:20 Minuten durch, bei den Damen Sara Holmgren aus Schweden (34:22 Minuten).

In Aalborg startet ein langer Lauftag

Das erste Rennen des Tages wurde um 9:09 Uhr in Aalborg gestartet. Vor dem Start sangen die Teilnehmer ihrem Kronprinzen gemeinsam ein Geburtstagslied. Auch Aalborgs Bürgermeister gratulierte direkt vor dem Rennen. Wenige Minuten später machten sich die Läufer auf den Weg, zu denen auch der Prinz zählte. Eine Meile später hatte er sein erstes Rennen des Tages bereits beendet und machte sich auf den Weg nach Aarhus, wo um 11:00 Uhr das zweite Rennen des Tages anstand. Neben dem Startschuss des Ein-Meilen-Rennens fiel auch der Startschuss des 10-Kilometer-Laufs. Prinz Frederik ging erneut über die Distanz von gut 1,6 Kilometer an den Start. Pünktlich zur Mittagszeit gingen um 13:30 Uhr die Meilen-Läufer in Esbjerg gemeinsam mit dem Prinzen auf die Strecke. Bevor dieser zur vierten und somit vorletzten Station reiste, gab er um 14:20 Uhr den Startschuss zum 10-Kilometer-Rennen. Drei Stunden nach dem Start in Esbjerg gingen um 16:30 Uhr auch die Teilnehmer des vierten Rennens auf die Strecke. Austragungsort war nun die Stadt Odense, die die Heimat von fast 180.000 Bürger ist und somit hinter Aarhus und Kopenhagen die drittgrößte Stadt Dänemarks ist. Zum vierten Mal an diesem Tag ging Kronprinz Frederik über die kurze Distanz von einer Meile an den Start. Das große Finale sollte aber noch folgen.

Rund 25.000 Menschen laufen in Kopenhagen zehn Kilometer

Dieses fand um 18:30 Uhr in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Nicht nur gut 25.000 Läufer, die hier die 10-Kilometer-Distanz in Angriff nehmen wollten, waren gekommen, sondern auch zahlreiche Zuschauer und einige der schnellste Läufer Nordeuropas. Im Rahmen der Nordischen 10-Kilometer-Meisterschaften im Straßenlauf ergab sich sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen ein brisantes Rennen, das bis zur Ziellinie von großer Spannung geprägt war. Als Erster kam am Ende der Este Roman Fosti (30:20 Minuten) ins Ziel und lag somit nur vier Sekunden vor David Nilsson aus Schweden. Der Däne Martin Egebjerg Olesen kam in 30:33 Minuten auf Rang drei. Knapp vier Minuten später kam mit Sara Holmgren aus Schweden nach 34:22 Minuten auch die erste Frau ins Ziel. Nur zwei Sekunden später sollte mit Alberte Kjær Pedersen die erste Dänin folgen. Dritte wurde die zweite Dänin, Louise Batting, in 35:03 Minuten. Erstmals an diesem Tag lief auch Prinz Frederik die vollen zehn Kilometer. Diese wusste der begeisterte Sportler, der sowohl beim Kopenhagen-Marathon, als auch beim Ironman Kopenhagen bereits teilnahm, zu genießen. Dänemarks größtes 10-Kilometer-Rennen aller Zeiten bedeuteten für den Kronprinzen nach 16,4 gelaufenen Kilometern den sportlichen Abschluss einer etwas anderen 50. Geburtstagsfeier, bei dem ihm so viele Landsleute persönlich gratulierten hatte wie wohl niemals zuvor.

Ein Tag der Superlative geht mit Lobeshymnen zu Ende

Erfreut zeigte man sich im Nachhinein darüber, dass jeder zehnte gestartete 10-Kilometer-Läufer diese Distanz erstmals in Angriff nahm. Unter den Teilnehmern der Ein-Meilen-Rennen ergab sich sogar ein Anteil an Neulingen von 29 Prozent. Nie hatte es weltweit ein Ein-Meilen-Rennen mit mehr Teilnehmern gegeben. Prinz Frederik dankte nach dem Rennen allen freiwilligen Helfern, Läufer und Zuschauern, die zum Erfolg dieses einmaligen Events beigetragen hatten. Svein Arne Hansen, Präsident des europäischen Leichtathletik-Verbandes, war nach seinem Besuch beim Europacup in London ebenfalls nach Kopenhagen gereist und lobte die Dänen als möglichweise beste Organisatoren solch großer Laufevents. Jakob Larsen, Präsident des dänischen Leichtathletik-Verbandes, knüpfte an diese Worte an und betonte, dass man in Dänemark versuche das weltweit aktivste Land zu werden. Bis 2025 will man so 600.000 Dänen dazu bewegen sich sportlich zu engagieren. Das dies möglich ist, unterstrichen die großen Teilnehmerzahlen: über 70.000 Läufer gingen insgesamt in den fünf Städten an den Start, ca. 42.000 davon über zehn Kilometer. Die verbleibenden rund 28.000 Läufer lösten zudem das legendäre Meilen-Rennen „Five Avenue Mile“ in New York City mit 7.664 Finishern als bis dato größtes Meilen-Rennen der Welt ab.

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