Silvesterlauf Schwaibach 2017

Traumwetter zum 20. Jubiläum

382 Finisher kamen beim Silvesterlauf Schwaibach ins Ziel. Trotz etwas windiger Bedingungen fiel der neun Jahre alte Streckenrekord der Damen.

Silvesterlauf Schwaibach 2017 - Die Bilder
Silvesterlauf Schwaibach 2017 (4)

Natalie Wangler gewann zum vierten Mal und zog somit mit dem Weltklasse-Treppenläufer Thomas Dold gleich.

Bild: Veranstalter

Bereits zum 20. Mal gingen am Mittag des 31. Dezembers mehrere hundert Läufer im Schwarzwald beim Silvesterlauf Schwaibach an den Start. Während die einen den Lauf als lockeren Ausklang eines tollen Jahres empfanden, liefen die favorisierten Läufer nochmals zu Höchstleistung auf, sodass die Siegerin der letzten vier Jahre, Natalie Wangler, den 10-Kilometer-Streckenrekord auf 37:31 Minuten verbessern konnte.

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Kurz vor 14:00 Uhr versammelten sich wie jedes Jahr seit 1998 die Teilnehmer des Silvesterlauf Schwaibachs an der Startlinie am Sportgelände des SSV Schwaibach. Hubert Müller, Hauptorganisator des Events, sowie Ortsvorsteher Wolfgang Ruthinger richteten ein paar einstimmende Worte an die 382 Läufer und starteten kurz nach 14:00 Uhr die Läufe aller vier angebotenen Distanzen. Das Feld der 10- und 5-Kilometer-Läufer setzte sich in Bewegung und lief fortan zwei Kilometer lang gemeinsam auf dem Kinzigdamm entlang in Richtung Biberach, wo sich die Teilnehmer des 10-Kilometer-Hauptlaufs bald darauf auf den Rückweg machen sollten. Als nach zwei Kilometern die Läufer der „5-Kilometer-Distanz“, die in Schwaibach seit jeher nur 4,45 Kilometer beträgt, rechts abbogen um sich nach einer kleinen Schleife langsam wieder dem Start-Ziel-Bereich zu nähern, lichtete sich die Spitze des 10-Kilometer-Laufs spürbar.

Heimsieg und Streckenrekord beim Silvesterlauf Schwaibach

Fortan führte Ironman-Teilnehmer Jochen Burkart (Augenoptik Kreuzpeintner) gemeinsam mit dem Sieger des Jahres 2015, Jonas Müller (Roadrunners Südbaden), und Stefan Fritz (Drechselwerkstatt-fritz.de) das Rennen mit deutlichem Abstand an. Etwas dahinter folgte mit Natalie Wangler (Roadrunners Südbaden) die erste Frau, die aufgrund ihrer Siege der vergangenen drei Jahre als große Favoriten ins Rennen gestartet war. Auf der zweiten Rennhälfte zerfiel das Trio, sodass sich Müller am Ende in 34:53 Minuten ungefährdet den Heimsieg sichern konnte. Burkart und Fritz folgten in 35:48 Minuten und 36:14 Minuten auf den weiteren Podestplätzen. Nur 77 Sekunden später hatte es auch die 21-jährige Wangler geschafft, die so in 37:31 Minuten nicht nur auf Gesamtplatz fünf lief, sondern auch den Streckenrekord unterbot. Zweite Frau wurde mit deutlichem Rückstand Susann Hinz vom PSV Offenburg (48:06 Minuten), Dritte wurde Anne-Lise Tschiggfrei von der LG Brandenkopf (48:11 Minuten).

Die Strecke führte zu großen Teilen auf dem Kinzigdamm entlang.

Bild: Veranstalter

Gaspar siegt vor Omoware Winkler

Spannender verlief das Rennen über 4,45 Kilometer. Dort liefen bis zur Halbzeit des Rennens fünf Läufer zusammen, die die ersten fünf Plätze durch eine schnelle zweite Rennhälfte unter sich ausmachen sollten. Als Erster kam Clement Gaspar nach 14:58 Minuten ins Ziel. Ihm folgten der aus Nigeria stammende Joey Omoware Winkler (Roadrunners Südbaden, 15:08 Minuten) und Jannis Günther (15:13 Minute, Running Team Ortenau). Bei den Damen gewann Catalina Lausen (LG Offenburg) in 18:15 Minuten vor Laura Heine (Running Team Ortenau, 18:37 Minuten) und Jane Hug (RSG Offenburg-Fessenbach, 19:43 Minuten).

Von 30 auf 400 Teilnehmer

Über die kürzeste Distanz von 2,1 Kilometern feierte Mario Wälde (TV Biberach) in 7:46 Minuten einen Start-Ziel-Sieg. Das Podest der Herren komplettierten Adrian Feger (Roadrunners Südbaden, 8:11 Minuten) und Luca Bächle (TV Biberach, 8:16 Minuten). Nora Wäldle, Tatjana Ramsteiner und Renate Schätzle (alle TV Biberach) setzten sich bei den Damen in 8:26, 8:44 und 9:10 Minuten durch. Auch die Walker, die über sieben Kilometer ohne Zeitnahme an den Start gingen, hatten jede Menge Spaß. Nach dem Lauf zeigte sich das Organisationsteam zufrieden und glücklich über die 20. Ausgabe des Silvesterlauf Schwaibach, der bei etwas Wind und Temperaturen von knapp unter 15 Grad vonstattenging. Was 1998 mit 30 Läufern begann, entwickelte sich zu einem der größten Laufevent der Region. Das familiäre Gefühl und der gewisse Charme der Veranstaltung sind jedoch trotz allen Wettkampfcharakters geblieben.