Silvesterläufe 2017

Topstars zu Silvester in Bozen und Peuerbach

Bozen, Peuerbach und Trier bilden die spitzensportlichen Höhepunkte unter rund 100 Silvesterläufen im deutschsprachigen Raum.

Bozen BOCLASSIC

Das hochklassigste Silvesterrennen findet einmal mehr in Bozen statt.

Bild: BOCLASSIC/Remo Mosna

Das hochklassigste Rennen findet einmal mehr im italienischen Südtirol statt: Nach Bozen kehrt Titelverteidiger Muktar Edris als Weltmeister zurück. Der Äthiopier gewann bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Sommer in London das 5.000-m-Finale und stoppte damit die Gold-Serie des britischen Superstars Mo Farah. Muktar Edris will den stimmungsvollen Bozener Silvesterlauf am Sonntag zum dritten Mal nach 2014 und 2016 gewinnen.

Stärkster Konkurrent von Muktar Edris könnte in Bozen über die 10-km-Strecke ein ehemaliger Kenianer sein: Kaan Kigen Özbilen startet inzwischen für die Türkei und bewies vor kurzem bei seinem Cross-EM-Sieg Topform. Europas Marathon-Shooting-Star Sondre Moen wird ebenfalls in Südtirol starten. Für den Norweger, der Anfang Dezember den Fukuoka-Marathon mit einem sensationellen Europarekord von 2:05:48 Stunden gewonnen hatte, dürfte es nur vier Wochen nach dem Marathon allerdings schwierig werden gegen die starke afrikanische Konkurrenz.

Auch der Start eines deutschen Topläufers wurde von den Veranstaltern vermeldet: Mittelstrecken-Spezialist Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt) hat schon mehrmals über längere Straßenläufe überzeugt und könnte in Bozen eine gute Rolle spielen, sofern er schon wieder in entsprechender Form ist.

Im 5-km-Lauf der Frauen kommen die Favoritinnen aus Kenia: Agnes Tirop hatte im 5.000-m-WM-Finale von London Bronze gewonnen, ihre Landsfrau Margaret Chelimo belegte in diesem Rennen Platz fünf. Die beiden Kenianerinnen treffen unter anderen auf die US-Läuferin Desiree Linden, die beim Olympia-Marathon 2016 Rang sieben belegt hatte.

Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) ist im österreichischen Peuerbach Stammgast. In den letzten beiden Jahren war er bei diesem Silvesterlauf jeweils Zweiter, davor zeitgleich sogar Sieger. Am Sonntag wartet ein sehr starker Gegner auf Richard Ringer: Über die 6,8-km-Strecke trifft er unter anderen auf Abraham Cheroben. Der ehemalige Kenianer, der inzwischen für Bahrain startet, lief in diesem Jahr die weltweit schnellste Zeit im Halbmarathon mit 58:40 Minuten.

Bei den Frauen geht zum ersten Mal eine Olympiasiegerin im Eliterennen über 5,1 km an den Start: Ruth Jebet, ebenso wie Cheroben aus Kenia stammend und nun für Bahrain laufend, gewann bei den Spielen in Rio 2016 die 3.000 m Hindernis. Sie ist über diese Strecke auch Weltrekordlerin und damit die große Favoritin in Peuerbach.

Die beiden deutschen Straßenläufer des Jahres wollten eigentlich zum Jahresausklang in Bietigheim über 11,1 km laufen: Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal) und Alina Reh (SSV Ulm). Doch haben beide kurzfristig ihre Teilnahme am 37. Bietigheimer Silvesterlauf absagen müssen. Die vierfache Silvesterlaufsiegerin Reh laboriert an einer Knöchelverletzung und verzichtet auf Anraten ihrer Ärzte auf einen Start. Ein grippaler Infekt hindert Gabius an seiner zweiten Teilnahme in Bietigheim.

In Trier rücken voraussichtlich nationale Topathleten in den Blickpunkt: Im Männerrennen gehen über 8 km Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) und Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid) an den Start. Pfeiffer hatte Anfang Oktober den Köln-Marathon in 2:13:42 Stunden gewonnen. Als Titelverteidigerin startet Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen) über die 5-km-Distanz. Sie trifft unter anderen auf die deutsche Rekordlerin über 3.000 m Hindernis, Gesa Krause, die auch für den Verein Silvesterlauf Trier startet.

Die zurzeit stärkste deutsche Marathonläuferin, Fate Tola (LG Braunschweig), läuft zum Jahresabschluss den Silvesterlauf in Hannover. Das Rennen führt über eine Streckenlänge von 5,8 km.