Hallen-WM

Top-Platzierung möglich für Konstanze Klosterhalfen

Bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham wird Konstanze Klosterhalfen über 3.000 Meter antreten.

Konstanze Klosterhalfen

Konstanze Klosterhalfen hat bei der Hallen-WM über 3.000 Meter zumindest sehr gute Platzierungschancen.

Bild: photorun.net

Elf Tage nach ihrem Sololauf zum deutschen Hallenrekord über 3.000 m bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund wird Konstanze Klosterhalfen bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham über diese Distanz antreten. Die Titelkämpfe beginnen entgegen früheren Meisterschaften bereits am Donnerstag. Und das 3.000-m-Finale der Frauen gehört zu den Entscheidungen am späteren Abend des ersten Tages.

Für Konstanze Klosterhalfen ist bei ihrer Hallen-WM-Premiere auf Anhieb eine Top-Platzierung, vielleicht sogar eine Medaille möglich. Die 21-jährige Läuferin der LG Bayer Leverkusen war vor einem Jahr bereits Zweite über 1.500 m bei den Hallen-Europameisterschaften. Mit ihrer deutschen Rekordzeit von 8:36,01 Minuten steht sie in der Jahresweltbestenliste gemeinsam mit der zeitgleichen US-Amerikanerin Shelby Houlihan, die ebenfalls in Birmingham antreten wird, auf Rang zwei. Souveräne Nummer eins ist einmal mehr Genzebe Dibaba. Die äthiopische Weltrekordlerin (8:16,60 Minuten) lief in dieser Saison bisher 8:31,23. Sie ist die große Favoritin in Birmingham und kann den 3.000-m-Titel bereits zum dritten Mal in Folge gewinnen. Dibaba tritt dann voraussichtlich auch noch über 1.500 m an.

Auf einer nicht ganz regelkonformen Hallen-Rundbahn war Sifan Hassan (Niederlande) in dieser Saison 8:34,45 Minuten gelaufen. Sie gehört ebenso zu den Medaillenkandidatinnen wie die schottische Hallen-Europameisterin Laura Muir. Vielleicht können auch Hellen Obiri (Kenia), die 2012 diesen Hallen-WM-Titel gewonnen hatte, die Äthiopierin Taye Fantu und Meraf Bahta (Schweden) in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Die 3.000-m-Distanz ist die einzige Langstrecke, die zum Programm der Hallen-Weltmeisterschaften gehört. Bei den Männern gibt es am Freitag einen Vorlauf, das Finale findet dann am Sonntag statt. Nachdem der Brite Mo Farah seine Bahn-Karriere beendet hat und sich zurzeit auf den London-Marathon vorbereitet, kommen die Favoriten aus Äthiopien. Der gerade erst 18-jährige Selemon Barega führt mit einer Zeit von 7:36,64 Minuten die Jahresweltbestenliste an. Seine Landsleute Hagos Gebrhiwet und Yomif Kejelcha, der als Titelverteidiger ins Rennen geht, folgen auf den Plätzen zwei und drei. Der aus Kenia stammende Paul Chelimo (USA), der bei der WM 2017 in London über 5.000 m Rang drei belegt hatte, kann auch in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Für Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) geht es zunächst darum, sich für das Finale zu qualifizieren. Dann könnte für den Hallen-EM-Dritten des vergangenen Jahres eine gute Platzierung möglich sein. Mit Clemens Bleistein (LG Stadtwerke München) geht in Birmingham ein zweiter deutscher 3.000-m-Läufer an den Start. Bei seiner WM-Premiere wäre es ein Erfolg, wenn er das Finale erreichen würde.