6. Inselparklauf Hamburg

Schnelle Runden bei perfekten Bedingungen

Rund 500 Aktive liefen beim 6. Inselparklauf in Hamburg mit. Zuvor setzte sich Tim Hoenig beim Elitelauf über 3 km durch.

6. Inselparklauf Hamburg

Unterwegs beim Inselparklauf.

Bild: Marcus Hillebrand

Zum sechsten Inselparklauf bot sich den Teilnehmern ein ungewohntes Bild: Zelte, Hallen und eine Bühne waren im Inselpark aufgestellt, Start und Ziel 100 m versetzt und es ging noch geschäftiger als sonst beim Inselparklauf zu. Grund: Nebenan wird in den nächsten Tagen die Weltmeisterschaft im Rollstuhl-Basketball ausgetragen und deren letzte Vorbereitungen waren in vollem Gange. Das Wetter passte perfekt zu einem Sommerabendlauf: Die große Hitzewelle war vorbei und vor der für den nächsten Tag angekündigten Rückkehr der Sommerhitze war es bedeckt, nicht zu warm und während des Rennens trocken. Gute Bedingungen also für eine oder mehrere schnelle Runden.

Den Auftakt über eine Runde (mit Verlängerungsstück und dadurch genau 3.000 m lang) machte ein kleines Elitefeld. Tim Hoenig (hamburg running) war als Favorit gesetzt, aber erst zwischen km 2 oder 2,2 setzte er sich ab, wie er nach dem Zieleinlauf im Interview verriet. Das war keine lockere Sache, Hailetzgi Meresie (HNT) lief nur sechs Sekunden hinter ihm über die Ziellinie. Überhaupt war das Teilnehmerfeld der Hauptklasse kompakt und kam innerhalb von 26 Sekunden ins Ziel.

Nach der Siegerehrung folgte um 19.00 Uhr der Startschuss zum Parklauf mit rund 500 Teilnehmern. Eine bis vier Runden konnten gelaufen werden, nur Elbinselcup-Teilnehmer mussten – um in der Wertung zu bleiben – alle vier Runden drehen. Den ersten Rundendurchlauf und zugleich den ersten Platz über die 3 km-Wertung holte sich Haftom Sandras. Ein zweiter Blick auf die Zeitmessanlage bestätigte: Er hatte die Zehnminutenmarke geknackt – Zielzeit war 9:59 Minuten. Das Laufen liegt in der Familie: Bruder Haftom Weldaj hatte am Freitag bei der Nacht der Zehner auf der Jahnkampfbahn den Gesamtsieg über 10.000 Meter geholt.

Auf der Langdistanz (4 Runden = 12 km) gewann Toni Röwer (FHSG Stralsund) vor Marius Werth. Dritter wurde Mathias Thiessen, welcher zum zweiten Mal Wertungserster im Elbinselcup ist und damit weiterhin Cup-Führender bleibt.

Der Start zum Inselparklauf.

Bild: Heiko Dobrick

Elitewertung, 3 km, Hauptklasse
1. Tim Hoenig, hamburg running, 8:44
2. Hailetzgi Meresie (ERI), HNT Hamburg, 8:50
3. Lennart Sievers, Ahrensburger TSV, 9:05

Jugend-Wertung
1. Valentin Hülfenhaus, hamburg running, 10:35

4 Runden, 12 km, Männer
1. Toni Röwer, FHSG Stralsund, 43:55
2. Marius Werth, Hamburg, 44:47
3. Mathias Thiessen, BSG Sparkasse Harburg-Buxtehude, 45:02

Frauen
1. Alyssa Oppermann, ASICS Fit and Fast, 52:58
2. Sara Thiessen, Seevetal, 54:08
3. Janina Lüllau, 56:17

3 Runden, 9 km, Männer
1. Remo Quade, 32:48
2. Vladislav Balde, Hamburg, 33:22
3. Martin Mühle, TSH Harburg, 33:54

Frauen
1. Annika Meusel, SISU-Training, 41:38
2. Meike Bartels, BSV Buxtehude, 46:06
3. Madita Giesel, TSV Schwarzenbek, 46:20

2 Runden, 6 km, Männer
1. Peter Buchleitner (AUT), Tide Runners Hamburg, 20:58
2. Marko-German Schultz, Tri-Bandits, 21:11
3. David Alexander Knocke, Hamburg, 21:46

Frauen
1. Michaela Siebert, 23:22
2. Ulrike Penz, Tide Runners Hamburg, 24:21
3. Janine Yayla, Hamburg, 27:02

Eine Runde, 3 km, Männer:
1. Haftom Sandras, 9:59
2. Kenneth Lambrecht, LBV Phönix Lübeck, 10:32
3. Florian Struss, HNT Hamburg, 10:34

Frauen
1. Katharina Höhn, BSG Stern, 11:37
2. Alexandra Stumpenhagen, ASICS FrontRunner, 12:13
3. Justyna Bartnicka, Hamburg, 12:55