Bramfelder Winterlaufserie 2018/2019

Rekordauftakt in die Wintersaison

1.400 Teilnehmer meldeten zum ersten von fünf Läufen der 29. Bramfelder Winterlaufserie in Hamburg. Bei angenehm milden Temperaturen liefen so viele wie noch nie zuvor beim einem Auftaktlauf ins Ziel.

Bramfelder Winterlaufserie 2018 / 2019

Start zur 29. Bramfelder Winterlaufserie 2018/2019.

Bild: Heiko Dobrick

Das für Novemberverhältnisse gute Wetter (anfangs ein bisschen Sonne, wirklich nur sehr wenige Regentropfen und angenehm milde Temperaturen bis 13 Grad) hatte noch reichlich Nachmelder angelockt. Da wir in Hamburg sind und nicht in Köln, hatte trotz des Datums (11.11.) der Karnevalsbeginn als Konkurrenzveranstaltung keine Chance, und um 11:11 Uhr war von „Helau“ nichts zu bemerken, wohl aber, dass einige der schnelleren Läufer über 20 km ins Ziel kamen.

Vorher zeigten die 5 km-Sprinter Leistung: Schon fast traditionell wird die Veranstaltungsserie zum einen von Hamburger Leichtathleten als Ergänzung zu Cross-, Hallen- und Bahnläufen genutzt, wofür sich der genau 5.023 Meter lange flache und schnelle Rundkurs anbietet, zum anderen von Triathleten.

Es gibt hier auf der Laufstrecke ordentlich Wettkampfatmosphäre und motivierende Konkurrenz – und wie beim Crosslauf ist manchmal Taktieren gefragt: gleich beim Start vorneweg einreihen, Überholmanöver vermeiden und eine vordere Platzierung im Gesamteinlauf herauslaufen, oder im Startfeld hinten einreihen, das Läuferfeld an den breiteren Passagen am Bramfelder See von hinten „einsammeln“ und eine gute Nettozeit herauslaufen? Da das Läuferfeld fünf Minuten(!) brauchte, um über die Startlinie zu kommen, will das gut überlegt sein.

Mathias Jarck vom HSV jedenfalls wählte Variante 1. Beim Start stand er in der ersten Reihe, zog dem Feld davon und konnte fast eine Minute vor dem Zweiten durch das Ziel laufen: 15:54 ergaben für ihn einen klaren Sieg in der Ein-Runden-Wertung (5,023 km). Bei den Damen lief es anders: Siegerin war Kim Lassen (hamburg running), aber Erstplatzierte in der Ergebnisliste wurde aufgrund ihrer besseren Nettozeit die wenige Schritte hinter ihr einlaufende Felice Haverland (Hamburger SV). Aber: „Abgerechnet wird zum Schluss“, denn bei der Winterlaufserie geht es nicht so sehr um die Platzierungen bei den Einzelläufen, sondern um das Gesamtergebnis nach fünf Läufen. Oder, wie wohl für die meisten Teilnehmer, überhaupt gar nicht so sehr um die Plätze, sondern darum, fit durch die dunklen Wintertage zu kommen, Läuferfreunde zu treffen und sich am Sonntagmorgen eine Dosis Adrenalin abzuholen.

4 Runden (20,092 km)

Männer
1. Bertrand Kaiser, Hamburg, 1:21:13
2. Matthias Düwel, BSG Jungheinrich, 1:22:19
3. Mathias Sellin, 1:24:16
Frauen
1. Julia Letzgus, Hamburg, 1:31:20
2. Linda Kays, Hamburger Laufladen, 1:33:24
3. Stephanie Rösener, Bevern runs, 1:35:15

3 Runden (15,069 km)

Männer
1. Thomas Berenz, Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, 59:04
2. Timo Ziegenbein, Team Zoot, 59:29
3. Markus Rühlmann, HT16 Triathlon Team, 1:00:49
Frauen
1. Katharina Höhn, Turnerbund Hamburg Eilbeck, 1:10:26
2. Julia Wirkner, adidas Runners, 1:13:09
3. Stephanie Leiendecker, 1:14:43

2 Runden (10,046 km)

Männer
1. Miguel Abellán, Hamburg, 34:54
2. Ruben Best, Triabolos, 37:25
3. Hendrik von Wezyk, Nils Goerke Training, 37:31
Frauen
1. Nina Albers, Hamburg Running, 39:34
2. Sarah Christiane Tischler, Hamburg Running, 43:29
3. Claudia Wilke, hamburg running, 43:38

1 Runde (5,023 km)

Männer
1. Mathias Jarck, Hamburger SV, 15:54
2. Felix Ludka, 16:39
3. Lasse Bo Ladewig, Hamburger SV, 16:45
Frauen
1. Felice Haverland, Hamburger SV, 19:44
2. Kim Lassen, Hamburg Running e.V., 19:46
3. Sina Günther, TTS Tri Team Hamburg, 20:22

Lauf Nr. 2 folgt am 16. Dezember 2018.