Lake Run in Winterberg 2019

Olympiasieger Nils Schumann meisterte die Herausforderung

In Winterberg feierte die Lake Run-Serie mit rund 1.200 Teilnehmern einen starken Auftakt. Nils Schumann, Olympiasieger von Sydney, landete auf der 8-km-Distanz auf Platz vier in 1:04:37.

800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann meisterte die Herausforderung Lake Run.

800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann meisterte die Herausforderung Lake Run.

Bild: Lake Run Winterberg

Das Jahr 2019 ist ein besonderes Jahr für die Lake Run-Serie, weil am Möhnesee, wo das Event 2010 begann, bereits die zehnte Auflage stattfindet. Seit 2014 beinhaltet die Veranstaltung eine vierteilige Serie. Seitdem ist auch Winterberg Austragungsort.

Zur dritten Auflage in dem beliebten Ski- und Mountainbikeort gab es einige Änderungen. Erstmals bildete dieses Mal die Ebene am Lamfert oberhalb des Gewerbegebiets Remmeswiese einen Start- und Zielbereich mit einem Battlefield, das es zum Abschluss in sich hatte. Die Abschlusshindernisse waren ein echtes Brett und viele Athleten zogen die Burpees zur Strafe vor. Andere zeigten sich trotz des Scheiterns an Herausforderungen wie der Monkey Bar 2.0 zum Ende motiviert: „Nächstes Mal schaffe ich das.“

Dass die Hindernisse machbar sind, zeigte der Sportliche Leiter des Lake Run Marco Seyfarth über acht Kilometer. In 57:16 Minuten absolvierte der OCR-Routinier die erste Route mit den 27 Hindernissen. Die Rutsche Lake Run Slide wurde für die Teilnehmer als freiwilliges Hindernis aufgestellt. „Ich denke, dass rund 80 Prozent die Rutsche runter sind“, schätzte Seyfarth, der das auch machte.

Der wohl bekannteste Teilnehmer in Winterberg landete drei Ränge hinter Seyfarth auf Platz vier. Der 800-Meter-Olympiasieger von Sydney Nils Schumann brauchte knapp über eine Stunde. Ob OCR jemals olympisch wird, ist ungewiss. Ein echter Olympiasieger stellte sich aber schon mal der Herausforderung, bei der es über zwölf Kilometer auch den Auftakt der OCR-Bundesliga gab. Hier setzte sich das Team OCR-Heidesprinter vor den Herakliden und dem ATS Buntentor Bremen durch. Die hinteren Plätze 30 und 31 belegten die Lumpenbande und das Team Pudding. Sportlich reichte es nicht zur Spitze, dafür hatten sie mit die sympathischsten Namen.

Rekordteilnehmerzahl in Winterberg

Erlesen aber stark war das Elitefeld über 20 Kilometer, in dem es auch um gute Plätze für die Europameisterschaftsqualifikation ging. Hier mussten die Hindernisse unter den Augen der strengen Marschalls absolviert werden. Bei den Frauen gewann hier Claudia Maria Henneken von den Mud Monkeys in 1:59:54 Stunden. Bei den Herren gelang Daniel Greiner vom OCR Squad ein Durchmarsch in 1:29:44. Insgesamt war die dritte Wood Edition mit einer Rekordteilnehmerzahl für Winterberg eine gesunde Mischung aus ambitionierten Fun-Event und sportlichem Wettbewerb. Während die Topläufer die Hürden ohne Hilfe überwinden mussten, war bei den Hobbystartern wie der 9c des Gymnasiums Petrinum aus Brilon oder der Belegschaft des Fachkrankenhauses Kloster Grafschaft Teamwork angesagt. „Die Spaßläufer waren top gebrieft bezüglich der Eliteläufer. Mir wurde immer sofort Platz gemacht auch an Hindernissen“, lobte die Zweite des Elitefeldes, Sabrina Brinkmann, den Ablauf.

Die Lake Run-Enthusiasten freuen sich nun auf die schlammige Mud-Edition am 23. Juni im Hoope-Park in Bremen. Andere im Sauerland heimische Starter peilen eine Wiederholung in Winterberg nächstes Jahr an.