Hallen-WM 3.000 m

Nach sieben Stunden im Taxi Bronze erlaufen

Die Schottin Laura Muir ließ ihre Fans nicht hängen. Flüge und Bahnen fielen wegen Schneechaos aus, da nahm sie für 1.500 Pfund ein Taxi nach Birmingham. Sie holte Bronze.

Nach eine Taxi-Odyssee lief Laura Muir bei der Hallen-WM auf Platz drei über 3.000 m

Nach eine Taxi-Odyssee lief Laura Muir bei der Hallen-WM in Birmingham auf Platz drei über 3.000 m.

Bild: photorun.net

Laura Muir ließ das heimische Publikum nicht hängen. Die Britin gewann am Donnerstagabend bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham die Bronzemedaille über 3.000 m in 8:45,78 Minuten und lag nur knapp hinter Siegerin Genzebe Dibaba (Äthiopien/8:45,05) und Siffan Hassan (Niederlande/8:45,68). Allerdings hätte die Schottin den Start in Birmingham fast verpasst.

Blizzard stoppt Flüge zur WM

Im letzten Jahr ihres Veterinärmedizin-Studiums arbeitete sie am Mittwochmorgen noch in einer Tierklinik in Glasgow. Doch aufgrund des einsetzenden Wintersturms, den die Briten ,The Beast from the East’ tauften, fiel ihr Flug von Glasgow nach Birmingham und auch die weiteren am Mittwoch aus. Bei dem derzeitigen Schneechaos mit Blizzard-Bedingungen und Eiseskälte blieb der Flughafen in Glasgow am Donnerstag komplett geschlossen.

Im Taxi für 1.500 Pfund zum Rennen

Da die Bahn ebenfalls nicht fährt, bestellte die 24-jährige Weltklasseläuferin, die im vergangenen Jahr bei der Hallen-EM die Titel über 1.500 und 3.000 m gewonnen hatte, kurzerhand ein Taxi. „Zeitweise dachte ich, ich komme nicht in Birmingham an. In Nordengland war es so schlimm, dass man vor lauter Schnee die Motorhaube nicht mehr sah und die Scheibenwischer einfroren. Um 23 Uhr waren wir schließlich da“, wird Laura Muir in der Zeitung „The Guardian“ zitiert. Die siebenstündige Fahrt durch den Schneesturm kostete sie rund 1.500 Pfund (ca. 1700 Euro).

Teure Anreise hat sich gelohnt – Bronze und Preisgeld

Die außergewöhnliche Investition hat sich mit dem Gewinn der Bronzemedaille für Laura Muir aber bereits gelohnt. Ihr Preisgeld alleine beträgt hier 10.000 Dollar. Und die Schottin startet, ebenso wie Genzebe Dibaba und Siffan Hassan, in Birmingham auch noch über 1.500 Meter.

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