Hallen-EM 2019

Laura Muir läuft in Glasgow zum Doppelsieg

Nach ihrem 3.000-Meter-Sieg lief die Schottin Laura Muir in Glasgow auch über die halbe Distanz zu Gold.

Laura Muir wird Doppel-Europameisterin

Bild: European Athletics / Getty Images

Laura Muir lief am Schlusstag der Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften in Glasgow zum Doppelsieg. Die Britin gewann nach dem 3.000-m-Finale am Freitag auch die Goldmedaille über 1.500 m und verteidigte damit beide Titel vor heimischem Publikum. Etwas überraschend bezwang im Finallauf der Männer der Pole Marcin Lewandowski den favorisierten Jakob Ingebrigtsen. Der Norweger verpasste es, als erster Mann in der Geschichte der seit 1970 veranstalteten Hallen-EM sowohl die 3.000 m als auch die 1.500 m zu gewinnen. Am Sonnabend hatte er sich noch souverän über die längere Distanz durchgesetzt.

Muir läuft von Beginn an an der Spitze

Im 1.500-m-Finale der Frauen setzte sich Laura Muir sofort an die Spitze des Feldes. Es sah so aus als ob sich ihre Konkurrentinnen ohnehin damit abgefunden hatten, dass es nur um den Kampf um Silber und Bronze ging. Gold war für Laura Muir reserviert. Wie schon im 3.000-m-Finale war die Schottin im Spurt eine Klasse für sich. Sie gewann das Rennen in 4:05,92 Minuten. Bemerkenswert war, dass Muir am Sonntag rund eine Sekunde langsamer war als auf der zweiten Rennhälfte ihres 3.000-m-Sieges am Freitagabend (4:04,96). „Das war ein großer Test mit viel Druck. Über alles andere als eine zweite Goldmedaille hätte ich mich nicht gefreut“, sagte Laura Muir, die als erste Läuferin zweimal in Folge bei einer Hallen-EM sowohl die 1.500 m als auch die 3.000 m für sich entschied.

Die Polin Sofia Ennaoui gewann die 1.500-m-Silbermedaille in 4:09,30 vor der Irin Ciara Mageean (4:09,43). Die einzige deutsche Starterin über 1.500 m, Caterina Granz (LG Nord Berlin), gab in ihrem Vorlauf erkältungsgeschwächt vorzeitig auf.

Shelayna Oskan-Clarke siegt über 800 Meter

Eine starke Leistung zeigte auch eine andere britische Läuferin: Im 800-m-Finale der Frauen setzte sich Shelayna Oskan-Clarke vom Start weg an die Spitze und gab diese Position nicht mehr her. In 2:02,58 Minuten gewann sie das Rennen vor der Französin Renelle Lamote (2:03,00) und der Ukrainerin Olha Lyakhova (2:03,24). Über 800 m waren keine deutschen Läuferinnen in Glasgow am Start.

Überraschung: Lewandowski schlägt Ingebrigtsen

Eine Überraschung gab es über 1.500 m der Männer. 400 Meter vor dem Ziel schien alles nach Plan zu laufen. Der 3.000-m-Sieger Jakob Ingebrigtsen ging an die Spitze und bestimmte das Tempo. Doch eingangs der letzten Runde überholte ihn der Pole Marcin Lewandowski, der in seiner Karriere hauptsächlich über 800 m erfolgreich gewesen ist. Der 31-Jährige konnte auch den Schlussangriff von Ingebrigtsen auf der Zielgeraden abwehren und gewann in 3:42,85 Minuten vor dem Norweger (3:43,23) und dem Spanier Jesus Gomez (3:44,39). Für die beiden deutschen Läufer Marius Probst (TV Wattenscheid 01) und Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898) war es ein Erfolg, dieses Finale erreicht zu haben. Probst wurde am Ende Sechster in 3:45,76 Minuten. Bebendorf folgte einen Platz dahinter mit 3:46,88.

Spanischer Sieg über 800 Meter der Männer

Im 800-m-Finale der Männer setzte sich der Spanier Alvaro de Arriba rund 250 Meter vor dem Ziel an die Spitze und gab diese Position in einer starken Schlussrunde nicht mehr ab. Er gewann in 1:46,83 Minuten vor dem Briten Jamie Webb (1:47,13) und Mark English (Irland/1:47,39).

Zwei deutsche Läufer waren bei der EM über 800 m dabei. Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) lief einen souveränen Vorlauf und gewann diesen in 1:48,62 Minuten. Doch im Halbfinale tags darauf reichte es als Vierter mit 1:50,62 nicht für die Final-Qualifikation. Robert Farken (SC DHfK Leipzig) schied in seinem Vorlauf als Sechster in 1:51,02 Minuten aus.

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