Laufen für den guten Zweck

Knapp 18.000 Frauen gemeinsam gegen Brustkrebs

Beim Frauenlauf Berlin wurden 25.000 Euro an die Berliner Krebsgesellschaft gespendet. Unter den knapp 18.000 Läuferinnen waren auch ehemalige Rekordhalterinnen.

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Das Startfeld beim Frauenlauf in Berlin 2019.

Bild: SCC EVENTS/Camera4

Nahezu ideales Laufwetter bei frühsommerlichen Temperaturen um 23 Grad sorgte für ausgelassene Stimmung beim Frauenlauf 2019 im Berliner Tiergarten.

Die Eventmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule war vom Nachmittag bis zum Abend Start- und Ziel-Punkt verschiedener Lauf-, Walking- und Nordic Walking-Wettbewerbe über 5 und 10 Kilometer. Um 18 Uhr startete der Hauptlauf über 10 km, den Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin) in 34:00 Minuten mit etwa einer halben Minute vorsprung vor Anja Scherl (Telis Finanz Regensburg, 34:24 Minuten) gewann. 17.676 Läuferinnen hatten sich für die 36. Auflage dieses Traditionslaufes angemeldet.

25.000 Euro für die Berliner Krebsgesellschaft

Beim größten deutschen Charity-Lauf zum Thema Brustkrebs ging ein Euro des Teilnahmebeitrags jeder erwachsenen Läuferin an die Berliner Krebsgesellschaft, die das Geld für die Betreuung von Frauen mit Brustkrebs und den davon betroffenen Angehörigen verwendet. Titelsponsor AVON stockte diesen Betrag traditionell auf 25.000 Euro auf. Bei der offiziellen Scheck-Übergabe durch Nina Šebečić Crnolatac (Geschäftsführerin AVON Deutschland) an Ralf Wagner (Fundraiser Berliner Krebsgesellschaft) wurde neben dem finanziellen Aspekt auch die Bedeutung der Aufklärung zum Brustkrebs an diesem Tag herausgestellt.

Charity-Teams sammelten zusätzlich über 17.000 Euro

Darüber hinaus engagierten sich über 300 Teilnehmerinnen in fast 40 Charity-Teams und sammelten Spenden im eigenen Umfeld in Höhe von über 17.000 Euro. Die Spendenaktion der Charity-Teams läuft auch nach dem Frauenlauf Berlin weiter. Unterstützt werden die Teams dabei von der Berliner Krebsgesellschaft, die Spendenportale für jedes Charity-Team eingerichtet hat.

GZSZ-Star Valentina Pahde zum dritten Mal am Start

GZSZ-Star Valentina Pahde, die bereits zum dritten Mal in Folge beim Frauenlauf dabei war, zeigte sich begeistert vom gemeinsamen Laufen mit den Frauen und dem charitativen Einsatz aller Beteiligten. Die Schauspielerin und Sängerin lief am Samstag die 5 Kilometer ohne Zeitmessung und gab den Startschuss für den Hauptlauf über 10 Kilometer.

Die offiziellen Scheck-Übergabe durch Nina Šebečić Crnolatac (links im Bild) an Ralf Wagner.

Bild: SCC EVENTS

Rekordhalterinnen vereint – Mikitenko, Pippig und Lennartz-Lohrengel am Start

Mit Irina Mikitenko, Uta Pippig und Birgit Lennartz-Lohrengel waren zudem die deutschen Rekordhalterinnen über 5.000 Meter und 10.000 Meter sowie über den Halbmarathon, den Marathon und den 100 km-Lauf beim Frauenlauf Berlin dabei. Irina Mikitenko, die zweifache London-Marathon-Siegerin und Gewinnerin des Berlin-Marathon lief gemeinsam mit ihrer Tochter Vanessa über die 5 Kilometer. Nach schnellen 18:44 Minuten überquerten sie zusammen als Schnellste die Ziellinie. Die ehemalige Weltklasse-Marathonläuferin Uta Pippig, die in den neunziger Jahren dreimal die Marathonläufe von Berlin und Boston gewann und einmal in New York erfolgreich war, ließ es am Samstag über die 10 Kilometer mit 51:28 Minuten ruhig angehen. Birgit Lennartz-Lohrengel, die in in ihrer aktiven Zeit insgesamt 13 deutsche Meistertitel im Marathon, Berglauf und 100 km-Lauf sammelte, genoss, wie Uta Pippig und Irina Mikitenko, die gut gelaunte Frauenpower auf der Strecke und auf der gesamten Eventmeile und kam über die 10 Kilometer nach 45:44 Minuten ins Ziel.

Nachhaltige Lösungen in der Versorgung

Beim Frauenlauf setzte der Veranstalter bei zwei Versorgungspunkten erneut wiederverwendbare Mehrwegbecher ein, welche direkt nach dem Gebrauch von den Teilnehmerinnen in bereitgestellte Behälter geworfen wurden. Nach der Veranstaltung werden diese gesammelt, gespült und bei weiteren Events des Veranstalters genutzt. Die gemeinsame Aktion mit Adidas soll Einwegplastik auf Laufveranstaltungen reduzieren und wurde bereits beim Berlin-Marathon und beim Berliner Halbmarathon in Pilotprojekten getestet.