Doha-Halbmarathon

Hendrik Pfeiffer stark, Arne Gabius steigt aus

Hendrik Pfeiffer hat mit einem überzeugenden Rennen in Doha als erster deutscher Marathonläufer die letzte Hürde für die EM-Nominierung genommen.

Hendrik Pfeiffer

Hendrik Pfeiffer hat mit einem überzeugenden Rennen in Doha als erster deutscher Marathonläufer die letzte Hürde für die EM-Nominierung genommen.

Bild: photorun.net

Der Kenianer Alex Kibet und die US-Amerikanerin Allie Kiefer haben den Halbmarathon in Doha in 61:53 beziehungsweise 70:40 Minuten gewonnen. Während Hendrik Pfeiffer als Achter in 64:12 Minuten ein überzeugendes Rennen lief und damit die letzte Hürde für die Marathon-EM-Nominierung nahm, begann das Jahr 2018 mit einem Fehlstart für Mo Farah und Arne Gabius: Der britische Superstar zog am Freitagmorgen aufgrund eines Problems an der Achillessehne zurück und startete nicht, Arne Gabius beendete das Rennen in Qatar vorzeitig.

Alex Kibet war in Doha als Titelverteidiger an den Start gegangen. Vor einem Jahr hatte er dort sein Halbmarathon-Debüt in 61:58 Minuten gewonnen. In Lille steigerte er sich dann im September als Zweiter auf starke 59:32 Minuten. Mit 61:53 hatte Kibet nun in Doha einen deutlichen Vorsprung vor seinem Landsmann Benard Korir (62:07) und dem Briten Chris Thompson (63:03).

Hendrik Pfeiffer lief ein mutiges Rennen. Der 24-jährige Läufer des TV Wattenscheid, der sich im vergangenen Jahr nach einer karrierebedrohenden Fersenverletzung erfolgreich zurückgemeldet und bei seinem Sieg in Köln mit 2:13:42 Stunden die Marathon-EM-Norm unterboten hatte, führte zeitweilig die zehnköpfige Verfolgergruppe hinter den Kenianern an. In dieser Gruppe rannte auch Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal). Doch der deutsche Marathon-Rekordler, der beim Boston-Marathon am 16. April auf der Startliste steht, kam in Doha nicht ins Ziel. Der Grund für den Ausstieg von Arne Gabius ist noch unklar.

Für Hendrik Pfeiffer war es dagegen ein perfekter Jahresanfang, nachdem er sein Trainingslager in Kenia für das Rennen unterbrochen hatte: „Ich bin super zufrieden. 64:12 Minuten, das ist nicht weit weg von meiner persönlichen Bestzeit und das ohne spezifische Vorbereitung. Die EM-Quali ist damit eingetütet. Es war eine unglaubliche Erfahrung hier und ich habe lange Zeit sogar das Feld hinter den Kenianern angeführt“, schrieb Hendrik Pfeiffer aus Doha. Mit 64:12 Minuten - seine Bestzeit steht bei 63:42 - erfüllte er den EM-Leistungsnachweis von 65:30 deutlich. Diesen fordert der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) bis zum 22. Mai von jenen Marathonläufern, die bereits im Herbst 2016 die Norm für die Europameisterschaften in Berlin erfüllt haben. Sie brauchen dann vor der EM keinen weiteren Marathon laufen.

Im Rennen der Frauen hatte Allie Kiefer (USA) mit 70:40 Minuten einen großen Vorsprung auf die Britin Gemma Steele (72:37) und die Kenianerin Faith Chepkoech (72:44). Melina Wolf (LG Region Karlsruhe) gab das Rennen auf.

Im parallel veranstalteten 10-km-Rennen zeigte die Britin Eilish McColgan mit einer Zeit von 31:53 Minuten eine starke Leistung.

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