Konstanze Klosterhalfen

Erfolgreicher Start in den USA

Beim Auftakt der World Indoor-Tour konnte die 21-Jährige Konstanze Klosterhalfen einen überlegenen Sieg auf der 5.000-m-Distanz feiern.

Konstanze Klosterhalfen Boston 2019

Konstanze Klosterhalfen lief über 5.000 m in Boston zum Sieg.

Bild: www.photorun.net

Konstanze Klosterhalfen hatte einen guten Start in ihrer neuen Wahl-Heimat USA: Beim Leichtathletik-Sportfest in Boston siegte sie über 5.000 m, nachdem sie zuvor bereits zwei Testrennen in Seattle über 1.000 m sowie eine Meile gewonnen hatte. Die 21-Jährige setzte sich beim Auftakt-Meeting der World Indoor-Tour in 15:15,80 Minuten souverän gegen die allerdings ausschließlich US-amerikanische Konkurrenz durch. Afrikanische Läuferinnen waren in diesem Rennen in Boston nicht am Start. Hinter Konstanze Klosterhalfen belegten die US-Amerikanerinnen Jenny Simpson (15:33,38) und Katie Mackey (15:42,10) mit deutlichem Abstand die Ränge zwei und drei.

Die 21-jährige deutsche Mittel- und Langstreckenhoffnung der LG Bayer Leverkusen war zunächst in verhaltenem Tempo gelaufen und hatte die 3.000-m-Marke nach 9:30 Minuten passiert. Danach drückte Konstanze Klosterhalfen aufs Tempo und deutete mit schnellen Kilometerzeiten von 2:54 und 2:52 Minuten an, dass sie in sehr guter Form ist. Der deutsche Hallenrekord, den Irina Mikitenko 2001 in Dortmund mit 14:55,99 aufgestellt hatte, sollte für Klosterhalfen erreichbar sein, sofern sie in der Halle weitere Rennen über die selten gelaufene Distanz plant.

Klosterhalfen nun Teil des Oregon Projects

Konstanze Klosterhalfen hatte im vergangenen Herbst die Zusammenarbeit mit ihrem bisherigen Coach Sebastian Weiß beendet. Der Schritt kam überraschend, allerdings gab es bei großen Meisterschaftsrennen mehrmals fragwürdige taktische Läufe von Konstanze Klosterhalfen, die dadurch ihr Potenzial nicht umsetzen konnte. Zuletzt schien die Entwicklung der Läuferin zu stagnieren. Die 21-Jährige machte dann einen mutigen Schritt, schloss sich dem „Oregon Project“ in Portland an, das vom Sportartikel-Hersteller Nike finanziert wird, und zog in die USA. Trainiert wird sie dort von Pete Julien. Chef-Coach des Projektes ist Alberto Salazar, der neben zahlreichen US-Topläufern auch Mo Farah in die Weltspitze geführt hat. Der Coach ist nicht unumstritten und seine Methoden gehen an die Grenzen des Erlaubten. Der Brite Farah ist inzwischen wieder nach London zurückgekehrt und wird seit gut einem Jahr von Gary Lough betreut, dem Ehemann und früheren Coach von Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe. Im vergangenen Jahr zu Alberto Salazar gewechselt ist zum Beispiel die aus Äthiopien stammende Holländerin Sifan Hassan, die im Herbst einen Europarekord im Halbmarathon aufgestellt hat (65:15).

„Ich bin in die USA gegangen, um eine bessere Athletin zu werden“, erklärte Konstanze Klosterhalfen in einem Interview in den USA gegenüber der Website runnerspace.com. „Natürlich vermisse ich meine Familie, aber für das Training ist es gut. Als es die Chance gab, hierher zu kommen, war es klar, dass ich das machen würde. Das Einleben wurde mir leicht gemacht.“

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