IAAF-Wahl

Eliud Kipchoge auch Welt-Leichtathlet des Jahres

Der 34-Jährige Eliud Kipchoge wurde vom internationalen Leichtathletik-Verband IAAF in Monte Carlo als Leichtathlet des Jahres ausgezeichnet.

Im ungewohnten Outfit: Eliud Kipchoge bei der IAAF-Gala in Monte Carlo.

Im ungewohnten Outfit: Eliud Kipchoge bei der IAAF-Gala in Monte Carlo.

Bild: photorun.net

Nach seinem sensationellen Weltrekord in Berlin, wo Eliud Kipchoge die Marathon-Bestzeit auf 2:01:39 Stunden verbessert hatte, sammelt der Kenianer nun andere Trophäen ein: Wenige Wochen, nachdem er vom internationalen Verband für Marathon- und Straßenläufe (AIMS) zum vierten Mal in Folge als Marathonläufer des Jahres geehrt wurde, erhielt der 34-Jährige nun auch die Auszeichnung als Leichtathlet des Jahres vom internationalen Leichtathletik-Verband IAAF in Monte Carlo. Bei den Frauen setzte sich die Weit- und Dreispringerin Caterine Ibarguen (Kolumbien) durch.

Eliud Kipchoge erreichte mit dieser Auszeichnung ein weiteres Novum, denn nie zuvor wurde ein Marathonläufer zum Leichtathleten des Jahres gewählt. Bei den Frauen erhielt die Britin Paula Radcliffe diese Auszeichnung im Jahr 2002.

Selbst für den Ausnahmeläufer Eliud Kipchoge war dieses Jahr ein außergewöhnliches. Im September brach der Kenianer in Berlin den Weltrekord und verbesserte die Bestzeit gleich um 1:18 Minuten auf 2:01:39 Stunden. Es war der größte Sprung in der Entwicklung des Marathon-Weltrekordes seit über 50 Jahren. Im April hatte Kipchoge zum dritten Mal den London-Marathon gewonnen. Nur bei einem seiner insgesamt zwölf Marathonrennen hat sich der Kenianer bisher geschlagen geben müssen. Seine einzige Niederlage musste er 2013 in Berlin einstecken – hier war allerdings ein Weltrekord von Wilson Kipsang (Kenia) nötig, um Kipchoge auf Platz zwei zu verweisen. 2016 wurde Kipchoge, der sicherlich der beste Marathonläufer aller Zeiten ist, in Rio Olympiasieger über die 42,195 km.

„Ich habe noch einige gute Marathonläufe in meinen Beinen - daran gibt es keine Zweifel“, sagte Eliud Kipchoge nach seinem Berliner Weltrekord.

Kipchoge machte sich ursprünglich einen Namen, weil er bei den Weltmeisterschaften 2003 in Paris über 5.000 m für eine Sensation gesorgt hatte. Nicht nur gewann er die Goldmedaille, sondern er besiegte dabei auch die beiden ganz großen Favoriten über diese Distanz: Kenenisa Bekele (Äthiopien) und Hicham El Guerrouj (Marokko) – und das im Alter von 19 Jahren.

Eliud Kipchoge wurde in Kapsisiywa im Nandi District geboren, wo seine Eltern als Farmer arbeiteten. Er lebt heute mit seiner Frau Grace Sugutt und den drei Kindern in Eldoret, das Trainingslager befindet sich jedoch in Kaptagat. Er gehört zur Trainingsgruppe des ehemaligen Weltklasseläufers über 3.000 m Hindernis, Patrick Sang. Während seiner gesamten Karriere wurde Kipchoge von Sang trainiert.