Crosslauf-Meisterschaften Kenia 2019

Crosslauf-Meisterschaften bewegen Kenia

20.000 Zuschauer sahen in Eldoret herausragende Leistungen. Weltmeisterin Hellen Obiri und Amos Kirui gewannen vor den Augen Eliud Kipchoges.

Crosslauf-Meisterschaften Kenia 2019 - Die Bilder
Crosslauf-Meisterschaften Kenia 2019

In Eldoret ging es von Beginn an zur Sache.

Bild: Norbert Wilhelmi

Welchen Stellenwert der Laufsport in Kenia besetzt, war wird deutlich, wenn man auf das wohl wichtigste Rennen Kenias blickt. Im Läuferland Kenia stellt dies nämlich kein gewöhnliches Straßenrennen dar, sondern die nationalen Crosslauf-Meisterschaften, die in Kenia einen enormen Stellenwert haben. Die Sieger nehmen auch dieses Mal an der Crosslauf-WM teil, die im März in Aarhus in Dänemark stattfinden wird. Rund 20.000 Zuschauer ließen sich das Spektakel nicht entgehen, unter ihnen waren mit Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang auch zwei der besten Marathonläufer aller Zeiten.

Für RUNNER‘S WORLD war unser Fotograf Norbert Wilhelmi bei der Crosslauf-Meisterschaft in Kenia vor Ort. Seine schönsten Impressionen finden Sie in einer Bildergalerie über und unter dem Artikel.

Auf den 23. Februar hatte man in Kenia wieder einmal lange hingefiebert. Kein anderes Rennen zieht das gesamte Land so in seinen Bann wie die Crosslauf-Meisterschaften Kenias. Erstmals fanden die Rennen nicht in Nairobi, sondern in Eldoret statt. Etwa 20.000 Zuschauer waren gekommen und beobachteten wie sich einige der besten Läufer des Landes durch den teilweise sehr matschigen Rundkurs kämpften.

Auch Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang unter den Zuschauern

Neben den Zuschauern, für die der Eintritt frei war, waren auch internationale Manager gekommen. Diese trafen sich bereits am Vortag zur internationalen Managerkonferenz. Am Wettkampftag verfolgten sie die Rennen genau und nutzten die Gelegenheit mit den Sportlern zu sprechen und neue Kontakte zu knüpfen. Ebenfalls nicht entgehen ließen sich die vier Hauptrennen, die zur Mittagszeit gestartet wurden, zahlreiche Politiker des Landes sowie die sportliche Prominenz. So waren etwa Wilson Kipsang und Eliud Kipchoge anwesend.

Mehrfache Motivation für die kenianischen Läufer

Für die Sportler stellte das Rennen nicht nur eine große Chance dar, von Managern entdeckt zu werden und zu einem großen Rennen im Ausland eingeladen zu werden, sondern es bestand auch die Möglichkeit, sich einen Startplatz im kenianischen Team für die Crosslauf-WM in Dänemark zu sichern. Die vier Rennen der Senioren und Seniorinnen, aber auch der Junioren und Juniorinnen wurden von den Zuschauern mit großer Begeisterung gefeiert. Kein Wunder, dass dabei absolute Top-Leistungen zu sehen waren.

Auch barfuß kämpften sich einige durch den Matsch.

Bild: Norbert Wilhelmi

Beatrice Chebet siegt über sechs Kilometer souverän

Im 6-Kilometer-Rennen der Juniorinnen gewann Beatrice Chebet in 20:02 Minuten überraschend deutlich vor Betty Jepkemboi (20:31 Minuten) und Jackline Rotich (20:39 Minuten). Die weiteren Plätze erreichten Agnes Mwkali (20:42 Minuten), Lydia Jeruto (20:44 Minuten) und Mercy Chepkorir (20:46 Minuten). Bei den Junioren setze sich hingegen Samuel Chebole nach acht Kilometern in 24:09 Minuten durch. Das Podest komplettierten Emmanuel Kiprotich (24:17 Minuten) und Leonard Bett (24:25 Minuten). Knapp dahinter kamen Edwin Koskey (24:26 Minuten), Charles Karuri (24:31 Minuten) und Kibet Kandie (24:34 Minuten) auf die Plätze vier bis sechs.

Weltmeisterin Hellen Obiri siegt in Eldoret

Hochklassig besetzt waren auch die Rennen der Seniorinnen und Senioren. So setzte sich bei den Damen über die Distanz von zehn Kilometern die amtierende 5.000-Meter-Weltmeisterin Hellen Obiri in 33:14 Minuten durch. Obiri, die 2017 den kenianischen 5.000-Meter-Rekord in Rom auf 14:18,37 Minuten verbessert hatte, konnte Beatrice Mutai um zehn Sekunden distanzieren. Dritte wurde Beatrice Chepkoech in 33:54 Minuten vor Deborah Samum (34:06 Minuten), Eva Cherono (34:09 Minuten) und Lilian Kasait (34:14 Minuten).

Spannung bis auf die letzten Meter bei den Herren

Bei den Herren wurden besonders Rhonex Kipruto und der früherige Crosslauf-Weltmeister Geoffrex Kamworor als Favoriten gehandelt. In 30:08 bzw. 30:03 Minuten landeten sie am Ende jedoch nur auf den Plätzen sechs und fünf. Schneller waren hingegen Amos Kirui (29:50 Minuten), Evans Keitany (29:57 Minuten), Rodgers Keitany (29:59 Minuten) und Richard Kimunyan (30:00 Minuten). Die extreme Leistungsdichte wurde so besonders im Herren-Rennen deutlich, schließlich trennten die ersten vier Läufer nur 9,6 Sekunden.

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