Rennsteiglauf 2018

15.528 finishten bei Sonne am Rennsteig

Die 73,9 km lange Königsstrecke des Rennsteiglaufs 2018 gewannen Florian Neuschwander (5:14:13 h) bei den Herren sowie Daniela Oemus (5:50:23 h) bei den Frauen.

Rennsteiglauf 2018 - Die Fotos
Rennsteiglauf 2018

Der Rennsteiglauf fand 2018 bei tollem Sonnenwetter statt.

Bild: Norbert Wilhelmi

Im thüringischen Schmiedefeld ging am 26. Mai 2018 der insgesamt 46. Rennsteiglauf über die Bühne. Früh am Morgen waren tausende Läufer auf die verschiedenen Strecken aufgebrochen – etwa zum halben oder ganzen Marathon oder dem Supermarathon, welcher in diesem Jahr 73,9 km umfasste.

Für RUNNER’S WORLD war der Fotograf Norbert Wilhelmi dabei beim Rennsteiglauf 2018. Seine Bilder finden Sie in einer Galerie ober- und unterhalb sowie mittig im Artikel.

Wohl selten gab es beim ostdeutschen Kult-Laufevent so ein fantastisches Wetter wie in diesem Jahr. So strahlte denn auch die Sonne um die Wette mit den 15.871 Läufern, die von den unterschiedlichen Startorten aus in Richtung Ziel nach Schmiedefeld aufbrachen. 1.985 Supermarathonis, 3.306 Marathonis und 6.717 Halbmarathonis sowie hunderte Wanderer, Junior- und Specialcrosser sorgten dafür, dass wiederum die Schallmauer von über 15.000 Teilnehmern gebrochen wurde. Damit ist der größte europäische Landschafts-Crosslauf gleichzeitig auch das größte wiederkehrende Breitensportereignis in Mitteldeutschland. Insgesamt finishten 15.528 Läufer.

Vorjahressieger verteidigt beim Rennsteiglauf den Halbmarathon-Sieg

Auf der Halbmarathonstrecke von Oberhof nach Schmiedefeld lief im Rennen der Männer der Vorjahressieger Samsom Hayalu Tesfazghi vom SV Sömmerda in 1:13:02 Stunden als Erster ins Ziel. Somit gewann er vor Tom Thurley (Potsdamer Laufclub; 1:14:46 h) und Mike Poch (TSG GutsMuths Quedlinburg; 1:17:12 h). Die weiteren Platzierungen gingen in der Reihenfolge an Roman Freitag, Florian Jäger und Florian Bochert. Die Halbmarathon-Frauenkonkurrenz entschied Mitfavoritin Anne Barber von der HU Berlin in 1:24:57 Stunden für sich. Rang zwei ging an Tinka Uphoff (LC Ron-Hill Berlin; 1:28:52 h) und Platz drei an Anine Hell (Auslaufmodelle; 1:29:07 h). Der vierte Platz ging an Lisa Lohmann, Fünfte wurde Wibke Richter und den sechsten Platz erlief sich Ilka Wienstroth.

Neuschwander siegt nach spannender Aufholjagd im Supermarathon

Sowohl die Supermarathon-, als auch die Marathondistanz beim 46. GutsMuths-Rennsteiglauf war im Herren-Rennen geprägt von ständigen Positionswechseln, wodurch sich ein spannender Wettkampf um die Siege entwickelte.Beim Supermarathon drehte von Beginn an der Triathlet Steffen Justus auf – in seinem Sog strebten auch Marc Schulz und Frank Merrbach dem Ziel in Schmiedefeld entgegen. Dieses Bild änderte sich jedoch nach der Hälfte der Strecke komplett: Marc Schulze überholte Justus und wurde dann wiederum vom späteren Sieger Florian Neuschwander eingeholt und geschlagen. Steffen Justus wurde anschließend bis auf den 12. Platz durchgereicht, Frank Merrbach kam einen Platz vor ihm ins Ziel. Für Marc Schulze wurde es der zweite Rang vor Martin Ahlburg. Die weiteren Ränge gingen an Giovanni Gonzalez Popoca und Karl-Magnus Westphal. Hier bewahrheitete sich einmal mehr, dass der Rennsteiglauf-Supermarathon auf den letzten 20 Kilometern entschieden wird. Florian Neuschwander, der Sieger des Supermarathons, sagte: „Am Anfang liefen wir bis circa Kilometer 15 locker in einer Gruppe und unterhielten uns. Dann zogen ein paar Jungs davon, und ich konnte erst nicht folgen. (...) Zwischenzeitlich hatte ich nicht an den Sieg geglaubt. Und dann habe ich die Jungs so nach und nach wieder eingeholt.“ Ebenso spannend war das Marathon-Rennen. Favorit Marcel Krieghoff führte bis über die Hälfte der Strecke die Konkurrenz an, wurde dann aber vom Mitfavoriten Sebastian Nitzsche überholt. Am Ende musste Krieghoff auch noch Michael Chalupsky den Vortritt lassen. Den vierten Platz holte sich Benedikt Nußbaum, Fünfter Sören Lösch und den sechsten Platz auf dem Podest sicherte sich Stephan Holesch.

Rennsteiglauf 2018 - Die Fotos

Rennsteiglauf 2018: Oemus bricht eigenen Streckenrekord

Im Gegensatz zu den Männern gab es bei der Frauenkonkurrenz deutlich heraus gelaufene Siege. Auf beiden Strecken setzten sich die Favoritinnen mit jeweils großem Abstand durch. Den Supermarathon gewann einmal mehr Daniela Oemus, die mit 5:50:23 h ihren eigenen Streckenrekord von 2016 um satte fünf Minuten unterbot. Ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte Annika Krull betrug über 30 Minuten. Dritte wurde Basilia Förster, die Silbermedaillengewinnerin des Vorjahres. Sandra Schmidt wurde Vierte, Beate Bonnaire Fünfte und den letzten Podestplatz erlief sich Anne Stephan.
Auch der Marathon wurde von der späteren Siegerin ähnlich deutlich dominiert. Hier lief Nora Kusterer einen Start-Zielsieg und blieb erneut unter der magischen Drei-Stunden-Marke. Am Ende war sie knapp 25 Minuten schneller als Johanna Schreier auf dem zweiten Platz, der dritte Rang ging an Monika Kahl. Die weiteren Platzierungen belegen Eva Halbgewachs, Kim Schreiber und Anja Jakob.

"Wiederholungstäter" auf dem Siegerpodest beim Rennsteiglauf Schmiedefeld 2018

Marathon-Siegerin Nora Kusterer berichtete nach ihrem Sieg: „Eigentlich war dies gar nicht mein Wetter heute, denn es war ziemlich warm. Ich mag es eher etwas kühler. In Neuhaus hat ganz schon die Sonne gebrutzelt. Unterwegs, in den Wäldern, wurde es dann aber besser für mich. Mein Ziel, erneut unter drei Stunden zu laufen, habe ich erreicht. Deshalb bin ich mit der Zeit auch total zufrieden.“
Von den sechs beim diesjährigen Rennsteiglauf vergebenen Siegen auf den Hauptstrecken gingen gleich vier an Läuferinnen und Läufer, die in der Vergangenheit bereits siegreich in Schmiedefeld waren (Anne Barber, Nora Kusterer, Daniela Oemus und Samsom Hayalu Tesfazghi. Ein Gewinner siegte gleich beim ersten Anlauf (Florian Neuschwander) und einem gelang nach vielen Anläufen nun endlich das Kunststück, am Ende des Laufes ganz oben auf dem Treppchen stehen zu können (Sebastian Nitsche).

Rennsteiglauf Schmiedefeld 2018: Ergebnis-Übersicht

Supermarathon Männer:
1. Neuschwander, Florian (GER), Spiridon Frankfurt, 05:14:13 h
2. Schulze, Marc (GER), JKrunning, 05:23:15 h
3. Ahlburg, Martin (GER), LG Nord Ultrateam, 05:31:39 h
4. Gonzalez Popoca, Giovani (GER), LG Passau, 05:31:50 h
5. Rothe, Frank (GER), Speedy's SportSchart, 05:40:41 h
6. Westphal, Karl Magnus (GER), MTV Stuttgart, 05:48:47 h

Supermarathon Frauen:
1. Oemus, Daniela (GER), SV Blau-Weiß Bürgel, 05:50:23 h
2. Krull, Annika (GER), Hamburger Laufladen, 06:22:53 h
3. Förster, Basilia (GER), Gore Wear XC-Run.de, 06:34:34 h
4. Schmid, Sandra (GER), Lauftreff Pfohren eV, 06:44:35 h
5. Bonnaire, Beate (GER), VfL Dresden-Bühlau, 06:46:46 h
6. Stephan, Anne (GER), Die Laufpartner, 06:49:14 h

Marathon Männer:
1. Nitsche, Sebastian (GER), BMW-DHfK Leipzig, 02:42:53 h
2. Chalupsky, Michael (GER), TSG 78 Heidelberg, 02:47:12 h
3. Krieghoff, Marcel (GER), SC Impuls Erfurt, 02:49:24 h
4. Nußbaum, Benedikt (GER), TSV Bernstadt, 02:49:31 h
5. Lösch, Sören (GER), TU Chemnitz, 02:51:14 h
6. Holesch, Stephan (GER), LG Wettenberg, 02:54:01 h

Marathon Frauen:
1. Kusterer, Nora (GER), SV Oberkollbach, 02:56:23 h
2. Schreier, Johanna (GER), SG Motor Arnstadt, 03:21:02 h
3. Kahl, Monika (GER), Thüringer Energie, 03:21:02 h
4. Halbgewachs, Eva (GER), Hamburg, 03:21:54 h
5. Schreiber, Kim (GER), LG Bamberg, 03:23:23 h
6. Jakob, Anja (GER), Klingenthal/Vogtland, 03:24:42 h

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