Wings for Life World Run 2019

120.000 liefen für die Rückenmarksforschung

120.000 liefen weltweit beim Wings for Life World Run 2019 mit, 12.000 hatten für den Lauf in München gemeldet. Hier siegte David Schönherr (62,6 km) vor Florian Neuschwander (61,5 km).

Wings for Life World Run 2019 - Fotos
Wings for Life World Run 2019

Unterwegs beim Wings for Life World Run 2019 im Münchener Umland.

Bild: Josef Rüter

Mit über 120.000 Teilnehmern weltweit, über einer Million zurückgelegten Kilometern und insgesamt über 3,5 Millionen Euro Spendeneinnahmen setzt der Wings for Life World Run 2019 einmal mehr ein Zeichen für die Rückenmarksforschung. Der globale Sieger hieß in diesem Jahr Ivan Motorin. Der Russe ging im türkischen Izmir an den Start und wurde erst nach unglaublichen 64,3 Kilometern von der fahrenden Ziellinie, dem Catcher Car, eingeholt. Platz 2 und 3 sicherten sich David Schönherr (62,6 Kilometer) und Florian Neuschwander (61,5 Kilometer), die beide in München antraten. Für Schönherr bedeutete das den nationalen Sieg in Deutschland. Den vierten Platz global sicherte sich Andreas Straßner in Rio de Janeiro.

In der Frauenwertung kürte sich Nina Zarina, ebenfalls aus Russland, im schweizerischen Zug zum weiblichen globalen Champion. In München wurde als letzte Frau die Kroatin Nikolina Šustić eingeholt.

Unser Fotograf Josef Rüter war beim Wings for Life World Run 2019 vor Ort. Seine besten Fotos von diesem Event finden Sie über und unter diesem Artikel.

Der Startschuss fiel für alle Teilnehmer weltweit zum exakt gleichen Zeitpunkt, in Deutschland um 13 Uhr. Von Brasilien bis Georgien, von Deutschland bis Südafrika. In jeglichen Zeit- und Klimazonen, vom Hobbyläufer bis zum Profisportler, wurde der Wettkampf gegen die fahrende Ziellinie, das Catcher Car, angetreten. Die Zahlen allein in diesem Jahr sprechen für sich: weltweit 1.103.276 zurückgelegte Kilometer und über 3,5 Millionen Euro Start- und Spendengelder für die Wings for Life Stiftung, die es sich zum Ziel gemacht hat, Querschnittslähmung heilbar zu machen.


Drei der vier besten Läufer kommen aus Deutschland In München wollte das Wetter bei der sechsten Auflage des Wings for Life World Run nicht ganz mitspielen. Doch auch von kühlen Temperaturen ließen sich die 12.000 angemeldeten Teilnehmer nicht abhalten, den Wettlauf gegen das Catcher Car anzutreten. Damit verbucht München absoluten Anmelderekord. Streckenrekorde konnten 2019 nicht erwartet werden, denn dieses Jahr wurde das Catcher Car erstmals früher schneller und verlangte von den Teilnehmern noch mehr Willenskraft und Durchhaltevermögen.

Nationaler Sieger des Münchner Wings for Life World Run ist David Schönherr (GER), der sich mit 62,6 Kilometern zudem Platz 2 in der globalen Wertung sichern konnte. „Ich kann selbst gar nicht glauben, was ich heute geschafft habe. Eigentlich bin ich Marathonläufer und kein Ultraläufer, unglaublich zu welcher Leistung mich das Catcher Car gebracht hat“. Als beste Frau in München lief Nikolina Šustić mit 52,9 Kilometern zum nationalen Sieg. Die kroatische Langstreckenläuferin hatte bereits große Ambitionen angekündigt und freut sich, dass sich der Traum vom Titel erfüllt hat. Global kann sie sich damit Platz 3 in der Gesamtwertung der Frauen sichern.

Ultrarunner Florian Neuschwander gab auf den letzten Kilometern nochmal Gas und wurde nach einem furiosen Endspurt nach fantastischen 61,5 Kilometern vom Catcher Car eingeholt. Neben Platz 2 und Platz 3, geht auch der vierte Platz global an einen Deutschen: Andreas Straßner, nationaler Sieger 2018 in München, trat dieses Jahr in Rio de Janeiro an und sicherte sich dort prompt den brasilianischen Sieg.

Seite an Seite mit den Teilnehmern, liefen dieses Jahr auch einige prominente Gesichter beim Wings for Life World Run mit. Wiederholungstäter Harry G ging zum zweiten Mal an den Start und konnte seine Leistung aus 2017 nochmal verbessern: „Es war wieder einmal geil! Ich bin insgesamt 21 Kilometer gelaufen, das ist einigermaßen schnell. Der Wings for Life World Run macht mir immer wieder Spaß, weil man an seine Grenzen kommt", freute sich der Comedian. Außerdem am Start waren unter anderem Schauspieler Samuel Koch und Skispringer Andreas Wellinger.

Globale Gesamtwertung, Männer

1. Ivan Motorin (RUS), Izmir, 64,3 Kilometer
2. David Schönherr (GER), München, 62,6 Kilometer
3. Florian Neuschwander (GER), München, 61,5 Kilometer
4. Andreas Straßner (GER), Rio de Janeiro, 61,2 Kilometer

Globale Gesamtwertung, Frauen

1. Nina Zarina (RUS), Zug, 53,7 Kilometer
2. Dominika Stelmach (POL), Rio de Janeiro, 53,5 Kilometer
3. Nikolina Šustić (CRO), München, 52,9 Kilometer