Paderborner Osterlauf 2019

12.179 Teilnehmer beim 73. Paderborner Osterlauf dabei

Warme Temperaturen, ein Teilnehmerrekord, schnelle afrikanische Läufer und starke Auftritte deutscher Asse prägten den Paderborner Osterlauf 2019.

Paderborner Osterlauf 2019 - Die Bilder
Paderborner Osterlauf 2019

Das erfahrene Pacerteam begleitete viele Läufer auf dem Weg zu ihrer Wunschzeit.

Bild: Ortwin Roye

Hoch „Katharina“ ließ die Temperaturen in Paderborn bis auf sommerliche 25 Grad Celsius steigen und sorgte so dafür, dass die 12.179 Teilnehmer des Paderborner Osterlaufs zusätzlich schwitzen mussten. Gleichzeitig zog das Wetter aber auch einige Spontan-Starter an den Start des Traditionslaufs. Wie in den vergangenen Jahren dominierten afrikanische Läuferinnen und Läufer. So gewannen Victor Kiplangat aus Uganda und Besu Sado aus Äthiopien den Halbmarathon. Den Sieg über die 10-Kilometer-Distanz sicherten sich Yasin Hajy und Alemtsehay Asefa Kasegn, die beide ebenfalls aus Äthiopien stammen. Über die kurze Distanz von fünf Kilometer setzten sich Max Schröter und Jana Palmowski durch, womit sie für einen deutschen Doppelsieg sorgten. Die beliebteste Distanz des Tages war die 10-Kilometer-Distanz mit fast 4.600 Teilnehmern.

Für runnersworld.de war der Fotograf Ortwin Roye beim Paderborner Osterlauf 2019 vor Ort. Seine schönsten Fotos vom Lauf finden Sie in der Bildergalerie ober- sowie unterhalb dieses Artikels.

Als um 10:45 Uhr der erste Startschuss des Tages fiel und die Kindergartenkinder auf ihre rund 1,2 Kilometer lange Runde gingen, war es in Paderborn bereits deutlich wärmer als im Vorjahr. Wie vorhergesagt stieg das Thermometer auf Temperaturen von teilweise deutlich über 20 Grad Celsius an. Gleich 1.210 Nachwuchssportler hatten den langen und spannenden Lauftag eröffnet. Eine halbe Stunde später folgten 3.246 Läufer, die sich für den 5-Kilometer-Lauf gemeldet hatten. Die schnellsten unter ihnen waren in diesem Jahr Max Schröter (15:17 Minuten) und Jana Palmowski (17:56 Minuten). Beide konnten ihre Verfolger nur um wenige Sekunden distanzieren. Hinter Schröter kamen Fritz Koch (15:27 Minuten) und Million Tekle (15:28 Minuten) in ähnlich schnellen Zeiten auf die Plätze zwei und drei. Den verbleibenden beiden Gesamtpodest-Plätze sicherten sich Lea Weike (18:04 Minuten) und Lara Hülsebusch (18:40 Minuten), die Katharina Kessler (18:48 Minuten) knapp auf den vierten Platz verwies.

Fast 4.600 starten in Paderborn über zehn Kilometer

Die beiden teilnehmerstärksten Läufe des Tages warteten zu diesem Zeitpunkt jedoch noch, schließlich sollten um 12:40 Uhr, nachdem über 900 Grundschüler um 12:15 Uhr ca. 1,5 Kilometer weit gelaufen waren, 4.595 10-Kilometer-Läufer folgen. In einem hochklassigen Rennen blieben gleich 18 Läufer unter der 30-Minuten-Marke, darunter gleich vier Deutsche. Bevor Jens Mergenthaler auf Platz zwölf liegend nach 29:18 Minuten als erster Deutscher ins Ziel kam, machten elf afrikanische Läufer den Sieg unter sich aus. Am schnellsten war am Ende Yasin Hajy aus Äthiopien, der in 27:54 Minuten mit nur einer Sekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Ashenafi Moges Weldegiorgis gewann. Auf den Bronze-Rang lief Lawi Kosgei aus Kenia (28:02 Minuten). Bis Jens Mergenthaler vom SV Winnenden ins Ziel kam, sollten weitere 1:16 Minuten vergehen. Hinter ihm folgten Lukas Eisele (LG Filder, 29:27 Minuten), Philipp Reinhardt (LC Jena, 29:34 Minuten) und Julius Scherr (TV Wattenscheid 01, 29:52 Minuten) auf den Plätzen 14, 16 und 18.

Alemtsehay Asefa Kasegn siegt in 31:39 Minuten

Bei den Damen setzte sich Alemtsehay Asefa Kasegn aus Äthiopien in 31:39 Minuten durch. Ihre Landsfrau Alemaddis Eyayu Sisay kam in 31:50 Minuten auf Platz zwei. Dritte wurde die Kenianerin Valentina Chepkwemoi Mateiko (32:17 Minuten). Die schnellste Europäerin war Jasmijn Lau aus den Niederlanden (33:31 Minuten) auf Rang acht. Fesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) kam vier Tage nach der Rückkehr aus dem Höhentrainingslager im US-amerikanischen Flagstaff nach 33:32 Minuten ins Ziel. Ihre persönliche Bestzeit verpasste Krause, die die erste Hälfte des Rennens in 16:40 Minuten absolviert hatte, so nur um drei Sekunden. Diana Sujew (LG Eintracht Frankfurt) kam nach 34:47 Minuten als zweite Deutsche und 13. Frau ins Ziel. Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) wurde in 35:25 Minuten 14. Frau und gleichzeitig dritte Deutsche. Elina Sujew (LG Eintracht Frankfurt) wurde in 35:46 Minuten 16. Frau.

Rabea Schöneborn wird beim Debüt Zweite hinter Besu Sado

Als die meisten Läufer schon seit einer Weile das Ziel erreicht hatten, machten sich 1.494 Halbmarathon-Läufer für ihren Start, der um 15:00 Uhr erfolgen sollte, bereit. Auch über die längste Distanz des Tages wussten die afrikanisches Topläufer zu dominieren. So setzte sich Victor Kiplangat aus Uganda am Ende souverän in 1:01:45 Stunden durch. Bis mit Yonas Yakob Tsighe (1:03:40 Stunden) aus Eritrea der zweite Läufer ins Ziel kam, vergingen nach Kiplangats Zieleinlauf fast zwei Minuten. Dritter wurde Dickson Kosgei Kurui (1:05:08 Stunden). Schnellster Deutscher war Christoph Mattner in 1:16:17 Stunden. Er erreichte das Ziel als siebter Mann. Mit derselben Bruttozeit kam Marian Bunte als zweiter Deutscher ins Ziel. Schneller als Mattner und Bunte war bei ihrem Halbmarathon-Debüt jedoch Rabea Schöneborn. Die Läuferin der LG Nord Berlin finishte nach 1:14:15 Stunden und verpasste bei warmen Temperaturen so eine Zeit von unter 1:13:30 Stunden, womit sie sich für die Universiade qualifiziert hätte. Nach dem Rennen gab sie an, dass sie mit ihrem Debüt sehr zufrieden sei und dass nach 17 Kilometer ihre Pacemaker weggebrochen seien, sodass sie die finalen Kilometer allein hatte laufen müssen. Mit ihrer schnellen Zeit kam die 25-Jährige auf Gesamtplatz zwei. Deutlich schneller war Favoritin Besu Sado, die in 1:10:33 Stunden verdient gewann. Dritte wurde Eden Gebrehana Admase (1:18:59 Stunden). Zweitschnellste Deutsche war Julia Brugger von der LG Region Landshut, die in 1:24:43 Stunden auf Platz fünf lief.

Mit Teilnehmerrekord und jeder Menge Vorfreude in Richtung des 74. Osterlaufs

Die Veranstalter zeigten sich mit dem Verlauf des 73. Paderborner Osterlaufs durchweg zufrieden, auch wenn manche Läufer über die etwas zu warmen Bedingungen klagte. Mit einem Teilnehmerrekord im Rücken lässt sich mit noch mehr Vorfreude auf die 74. Ausgabe des Traditionslaufs blicken.

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