Körpereigene Klimaanlage

Darum schwitzen wir

Durch die höheren Temperaturen im Sommer wird die Schweißproduktion angeregt. Ansonsten würde der Körper überhitzen.

Schwitzen

Schwitzen ist ein körpereigener Kühlungsprozess – und deshalb extrem wichtig für Läufer.

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Schwitzen ist nichts anderes als eine Anpassungsreaktion des Körpers auf eine Anstrengung. Würden wir nicht schwitzen, würde unsere Körpertemperatur beim Laufen schnell bis in tödliche Bereiche ansteigen. Mit langjährigem Ausdauertraining verstärkt sich die Flüssigkeitsabgabe über die Schweißdrüsen, der Salzgehalt im Schweiß wird dagegen immer niedriger. Dies ist ein wichtiger Trainingseffekt.

Individuelle Faktoren spielen beim Schwitzen eine Rolle

Männer schwitzen in der Regel mehr als Frauen, sie haben auch mehr Schweißdrüsen. Manche Menschen schwitzen deutlich mehr als andere: Dies ist nicht von vornherein ein Grund zur Sorge, allerdings sollte man sich über einige Fakten im Klaren sein: Übergewichtige Menschen schwitzen schneller als Normalgewichtige. Sehr starkes Schwitzen kann aber auch bei dünnen Menschen vorkommen und krankheitsbedingt sein. Schwitzen unter sportlicher Belastung ist individuell sehr unterschiedlich. Die Spannbreite reicht von fast gar nicht bis zu sehr ausgeprägt. Nur äußerst selten ist ein krankhafter Hintergrund festzustellen. Ganz wichtig für "Vielschwitzer" ist reichliches Trinken, um den Wasser- und Elektrolytverlust auszugleichen.

Tipps für "Vielschwitzer"

Regelmäßige Saunagänge können helfen, die Wärmeabgabe des Körpers über die Hautdurchblutung zu verbessern und somit Schweiß zu sparen. Darüber hinaus sollte man auf den Genuss von Kaffee oder Nikotin verzichten. Sollten Sie dennoch nach langfristigen entgegenwirkenden Maßnahmen das Gefühl haben, Sie schwitzen viel mehr als Ihre gleichgut trainierten Mitläufer, wäre eine ärztliche Kontrolle sinnvoll, um Unsicherheiten aus dem Weg zu schaffen. Insbesondere eine Blutuntersuchung sowie ergänzend ein Belastungs-Test und ein Ultraschall der Schilddrüse wären dann als erstes zu empfehlen. Denn manchmal hängt sehr starkes Schwitzen mit Schilddrüsenerkrankungen zusammen.

Wer viel schwitzt, nimmt nicht viel ab

Wer viel schwitzt, nimmt nicht besonders viel ab. Die stark verbreitete Annahme, man könne Schwitzen mit Abnehmen gleichsetzen, ist falsch. Die kurzfristige Gewichtsabnahme direkt nach dem Sport ist einzig mit dem Flüssigkeitsverlust durch den Schweiß zu erklären. Sobald man wieder hydriert ist, ist dieser Effekt verschwunden. Körperfett oder Kalorien werden also alleine durch das Schwitzen nicht verbrannt.

Noch mehr Ursachen, Tipps und Tricks bei starkem Schwitzen finden Sie hier.

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