Ein Lauf mit René Rast

Lauftraining macht fit für die DTM-Saison

Berufsrennfahrer René Rast, DTM-Champion 2017, lief mit unserem Mitarbeiter Jonas Müller. Nach der DTM-Saison steigert Rast seine Laufumfänge von Woche zu Woche, in der DTM-Saison verliert er die erlaufene Form jedoch wieder.

René Rast

Die Hand im Hintergrund trägt den Namen „Lindau“ und gehörte zum Bühnenbild der diesjährigen „Carmen“-Aufführung der Bregenzer Festspiele.

Bild: Ivo Vögel

Trainingstagebuch
Strecke: In Bregenz von der Seebühne aus am Bodensee entlang
Wetter: sonnig (17 Grad)
Distanz: 5 Kilometer
Zeit: 26 Minuten
Tempo: 5:29 Min./km


Schön, Sie am Bodensee zu treffen. Was hat Sie ausgerechnet hierher verschlagen?

Ich komme ursprünglich aus Niedersachsen. Bregenz gefällt uns sehr gut, daher wohnen wir hier und fühlen uns sehr wohl. Die Sonne scheint häufig, die Gegend ist schön, die Berge sind nur ein paar Autominuten entfernt, und nach Ingolstadt, wo ich unter anderem trainiere, ist es auch nicht allzu weit.

Sie reisen von einem Rennen zum nächsten. Dazwischen trainieren Sie in Ingolstadt oder sind zu Hause in Bregenz. Bleibt da noch Zeit zum Laufen?

Während der Saison laufe ich kaum. An Rennwochenenden ist jede
Minute durchgeplant. Selbst für die Familie oder um in Ruhe zu essen, bleibt leider kaum Zeit. Meine Laufsaison ist daher zweigeteilt.

Wie meinen Sie das?

Nach der DTM-Saison steigere ich meine Laufumfänge von Woche zu Woche. Bis zum Saisonstart bin ich dann in einer guten Laufform, die ich in den folgenden Monaten allerdings leider wieder verliere.

Auf welchem Niveau steigen Sie dann wieder ein?

In der Regel starte ich mit einem rund 20-minütigen lockeren Dauerlauf. Ich steige also wirklich langsam ein. Nach und nach werden Umfänge und Intensität aber selbstverständlich gesteigert. Länger als 15 Kilometer am Stück laufe ich aber auch gegen Ende der Vorbereitung nicht.

Viele Läufer träumen davon eines Tages einen Marathon zu laufen. Manch andere träumen davon bei einem der größten Marathons der Welt teilzunehmen. Reizt Sie die volle Marathon-Distanz auch?

Da ich aktuell noch keinen Halbmarathon gelaufen bin, ist die volle Distanz doch noch in sehr weiter Ferne. Für die Zeit nach meiner Karriere würde ich es aber nicht ausschließen. Man weiß ja nie. Zudem laufe ich nicht nur aus Trainingsgründen, sondern auch aus Leidenschaft. Fragen Sie mich in ein paar Jahren nochmal.

Unser freier Mitarbeiter Jonas traf René Rast am Tag des Bodensee-Marathons zum Inter­view.

Bild: Ivo Vögel

Bereits in Ihrer Premierensaison wurden Sie DTM-Champion. Haben Sie überhaupt noch sportliche Ziele?

Klar, schließlich bin ich immer noch recht neu in der DTM, auch wenn die mediale Aufmerksamkeit rasch zugenommen hat. Klassiker wie die 24 Stunden von Le Mans zu gewinnen wäre schön. Auch gegen einen weiteren DTM-Titel hätte ich nichts einzuwenden.

Mit 31 Jahren wäre sicher auch im Laufsport noch was drin.

Bislang habe ich an keinen Läufen teilgenommen. Einen Halbmarathon zu laufen würde mich aber definitiv reizen.

Haben Sie auch schon mal an die Formel 1 gedacht?

Davon träumt jeder Nachwuchsfahrer. Aktuell fühle ich mich in der DTM aber sehr wohl, wenngleich die Formel 1 natürlich durchaus auch ihren Reiz hätte.

Wie sind Sie dazu gekommen Rennfahrer zu werden?

Ich habe mich von klein auf für den Motorsport interessiert und war so schon in frühen Jahren aktiv. Meine Eltern haben mich dabei unterstützt und so ging es Schritt für Schritt immer weiter. Auf das erste Kart folgten irgendwann erste Rennen im Ausland und inzwischen die DTM.


Was raten Sie jungen Sportlern?

Ich habe mich nicht auf mein Talent verlassen, sondern fleißig und ausdauernd gearbeitet. Mit einem gewissen Durchhaltevermögen und etwas Glück ist vieles erreichbar.

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