Laufender Schauspieler

Ein Lauf mit Manou Lubowski

Schauspieler Manou Lubowski war zuletzt in der ZDF-Serie "Dr. Klein" zu sehen. Aktuell reizen ihn Hindernisrennen als läuferisches Ziel.

Manou Lubowski

Manou Lubowski war in der ZDF-Serie „Dr. Klein“ zu sehen.

Bild: Sebastian Arlt

Trainingstagebuch
Strecke: München, Englischer Garten
Wetter: sonnig, 18 Grad
Distanz: 5 Kilometer
Zeit: 35 Minuten
Tempo: 7:00 Min./km

Laufen Sie oft im Englischen Garten?

Eigentlich bin ich eher an der ­Theresienwiese zum Sportmachen unterwegs, weil es da eine Ecke für Freeletics-Athleten gibt. Ganz unverbindlich kann man sich da in Gruppen auspowern und feuert sich dabei gegenseitig an. Das macht richtig Spaß. Außerdem mag ich die Abwechslung aus Kraft- und intensivem Ausdauertraining.

Waren Sie denn schon immer so sportlich?

Früher war ich eher dicklich. Passend dazu habe ich als Jugendlicher der Hörspielfigur Klößchen von TKKG meine Stimme geliehen. Aber irgendwann wurde ich vom Sprecher zum Schauspieler, und da wurde das Körperliche immer wichtiger. Schon mit elf Jahren habe ich Kampfsport betrieben, weshalb ich mich auch heute noch mit schnellem Muskelaufbau nicht schwer tue. Aber das Laufen bringt noch mal eine ganz andere Komponente in mein Training.

Was ist für Sie denn das ­Besondere am Laufen?

Laufen kann man immer und überall. Diese Flexibilität weiß ich in meinem Beruf sehr zu schätzen. Am liebsten gehe ich gleich in der Früh laufen, nachdem ich meine Tochter in die Schule gebracht habe, denn das ist der schönste Start in den Tag, und niemand kann mir meine Sporteinheit später mehr nehmen. Aber klar, manchmal muss ich auch schon um sechs Uhr in der Maske sitzen, da geht das natürlich nicht. Laufen ist für mich auch Meditation. Ich brauche einen gewissen Grad der Erschöpfung, um mich zu spüren. Interessant wird es doch erst, wenn die Muskeln brennen, oder? Danach fühle ich mich großartig!

Das klingt so, als ob Sie niemals Motivationsprobleme hätten.

Ich suche mir immer gern Ziele, auf die ich hinarbeite. Wenn ich weiß, dass ich eine spezielle Rolle spielen darf, für die ich besonders fit sein muss, dann habe ich viel Motivation und Ehrgeiz fürs Training. Ich stelle mir dann vor, wie ich aussehen will, und arbeite hart, bis ich das erreicht habe. Das klappt mit der Kombination aus Kraft- und Laufsport sehr gut.

Haben Sie ein läuferisches Ziel?

Also, einen Marathon oder so etwas nehme ich mir gar nicht erst vor, denn den schaffe ich eh nicht. Aber was mich reizt, sind diese Hindernisrennen. Da kommen genau die Sachen ins Spiel, die ich gern ­mache: Kraft, Athletik, Sprints. Aller­dings trete ich da erst an, wenn ich mich entsprechend vorbereitet habe, denn um da einfach nur ­locker mitzumachen, dafür bin ich zu ehrgeizig. Wenn ich was mache, dann will ich auch gewinnen!

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