Ein Lauf mit Annika Zimmermann

"Meine Stunde Sport am Tag, die mache ich immer"

Vier Stunden Schlaf müssen oft reichen, aber eine Stunde Sport am Tag ist wichtig. Das sagt Moderatorin Annika Zimmermann beim Lauf mit dem RUNNER'S WORLD-Redakteur.

Annika  Zimmermann

Die wilden, lockigen Haare sind das Markenzeichen der gebürtigen Hessin – beim Laufen bändigt sie sie aber mit Zopf oder Stirnband.

Bild: Dirk Mathesius

Trainingstagebuch
Strecke: Berlin, Treptower Park und Plänterwald
Wetter: sonnig (1 Grad)
Distanz: 11,1 Kilometer
Zeit: 53:21 Minuten
Tempo: 4:49 Min./km

Es ist 14 Uhr. Heute Morgen um neun waren Sie noch im „ZDF-Morgenmagazin“ auf Sendung. Wann schlafen Sie bitte?

Mein Wecker klingelt um zwei Uhr. Wenn ich nach der Sendung gegen elf Uhr zu Hause bin, esse ich meist was und lege mich noch mal kurz hin, bevor ich dann am Nachmittag schon mit den Vorbereitungen für die nächste Sendung beginne – Themen planen, Inhalte recherchieren und Interviews vorbereiten. Abends geht es dann noch mal ins Bett. Ich komme so auf vier bis fünf Stunden unruhigen Schlaf pro Tag.

Den Schlafmangel sieht man Ihnen aber wirklich nicht an.

Danke, der Job macht ja auch viel Spaß, das gleicht ’ne Menge aus. Von ­einem Schlafforscher habe ich mal gehört, dass man bei meinem Job wie mit zwei Promille agiert. Die wichtigen Schlafphasen fehlen einfach eine komplette Woche lang. Entsprechend langsamer funktioniert man. Das ist für mein Umfeld am Wochenende durchaus lustig.

Bleibt da Zeit für sich? Für Sport?

Nicht viel. Soziales oder Haushalt bleiben auf der Strecke. Aber meine Stunde Sport am Tag, die mache ich immer. Das ist mein Ausgleich.

Und wann haben Sie Ihr Buch „Fit und fröhlich“ geschrieben?

In den Wochen dazwischen. Es ist ja nur jede zweite Woche Sendung. Ich möchte mit dem Buch zeigen, dass man sich auch mit einem stressigen Job und extremen Arbeits­zeiten fit halten und gut ernähren kann. Wer den richtigen Sport für sich findet, empfindet dabei keine Pflicht, sondern garantiert Spaß.

Welche Sportart macht Ihnen denn am meisten Spaß?

Ich bin Sportliebhaberin und finde jede Sportart faszinierend. Aber wirf mir einen Ball zu, und ich fange ihn garantiert nicht. Mein Ding sind daher Einzel- und Ausdauersportarten: Laufen, Triathlon, Rennrad. Crossfit mache ich auch. In meiner Jugend habe ich zehn Jahre Leichtathletik gemacht – ich war in einer Trainingsgruppe mit Katharina Heinig. Wenn man für etwas brennt wie ich für meinen Beruf, dann macht man an anderer Stelle eben Kompromisse. Bei mir sind es ­wenig Schlaf und wenig Freizeit.

Wir laufen deutlich unter Fünfer-Pace. Sie sollten mal an ­einem Wettkampf teilnehmen!

Das mache ich ja auch – aber nur wegen des Erlebnisses. Letztes Jahr bin ich den BIG 25 in Berlin gelaufen, den Halbmarathon auch. Und mit meiner Laufgruppe bereise ich Europa. Wir schauen nach coolen Städten und laufen dort einen Halbmarathon. Kopenhagen war super. Da bin ich meine Bestzeit gelaufen.

Die ist bestimmt richtig gut.

Jooa … 1:29-tief. Darum geht’s mir aber nicht. Es soll Spaß machen, und das tut es! Wettkämpfe mache ich ohne spezifische Vorbereitung und gebe nie 100 Prozent. Das habe ich auch meinen Eltern versprochen. Mein Job ist durch das Schlafdefizit genug Gewalt an der Gesundheit.

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