• Sicher im Dunkeln laufen

    Stirnlampen für Läufer im Test

    Stirnlampen erhellen den Weg und erhöhen beim Laufen die Sicher­heit. Wir haben für Sie viele unter­schiedliche Modelle unter die Lupe genommen.



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    Foto: iStockphoto

    Wer auch im Winter regelmäßig die Laufschuhe schnürt, ist es gewohnt, einen Großteil seiner Läufe bei Dunkelheit zu absolvieren. Eine gut beleuchtete Strecke ist aber nicht immer direkt ums Eck, weshalb viele Läufer auf eine Stirnlampe zurückgreifen. Das hat unter anderem zwei Vorteile: Sie werden von Mitmenschen schneller erkannt und leuchten den Weg vor sich aus. Damit auch Sie das richtige Modell finden, stellen wir Ihnen die am besten geeigneten Stirnlampen fürs Laufen vor und zeigen, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

    Worauf sollten Sie beim Kauf einer Stirnlampe achten?

    1. TRAGEKOMFORT
      Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Stirnlampe ist ihr Sitz am Kopf. Sobald etwas drückt oder das Gewicht der Lampe oder des Akkus stört, ist sie ungeeignet für die Laufstrecke. Häufig lassen sich die Stirnlampen in ihrer Weite einstellen und an den Kopf anpassen. Bei manchen Modellen gibt es die Möglichkeit, die Lampe an einem Brustgurt zu befestigen und um den Oberkörper zu tragen. Häufig nutzen Läufer dieses Feature, wenn sie in einer Gruppe unterwegs sind um die anderen Läufer nicht zu blenden. Wenn Sie es unangenehm finden, die Lampe am Kopf zu tragen, achten Sie beim Kauf auf die Möglichkeit, dass sich die Stirnlampe auch um die Brust tragen lässt.
    2. LICHTSTÄRKE BZW. HELLIGKEIT
      Wenn Sie sich eine Stirnlampe zulegen, berücksichtigen Sie, wo Sie in der Regel laufen. Sind Sie vermehrt auf Straßen quer durch die Stadt unterwegs oder laufen Sie lieber auf abgelegenen Trails? Für Stadtläufer hat das Gesehenwerden oberste Priorität. Durch die vielen Lichter der Stadt ist die Laufstrecke ausgeleuchtet – eine Stirnlampe um den Weg zu erkennen ist also nicht nötig. Andere Verkehrsteilnehmer sehen Sie aber deutlich besser, wenn Sie neben Reflektoren auch noch eine Stirnlampe tragen. Hierbei reicht ein simples Modell mit relativ geringer Lichtleistung aus – optimal ist noch ein kleines rotes Rücklicht, das meistens im Akku am Hinterkopf integriert ist.
      Im Wald und in unbeleuchtetem Gelände ist es nicht nur wichtig, gesehen zu werden, sondern auch selber etwas zu sehen. Wenn nicht gerade Vollmond ist, kann es im Wald auf schmalen Trails ziemlich düster sein. Auf unbeleuchteten Wegen sollten Sie eine leistungsfähigere Stirnlampe bevorzugen. Kleiner Nachteil daran: Diese Modelle sind in den meisten Fällen etwas größer und schwerer. Um sich nicht zwingend festlegen zu müssen, haben die meisten Stirnlampen mehrere Leuchtmodi, die es ermöglichen, Läufe durch die Stadt und den Wald zu kombinieren. In der Stadt können Sie ein recht schwaches Licht wählen, um den Akku zu schonen und um Entgegenkommende nicht zu blenden. Per Knopfdruck können Sie die Helligkeit beim Verlassen der Stadt erhöhen.
    3. LICHTKEGEL
      Die Lampe erzeugt einen Lichtkegel, der sich nach vorne öffnet. Wichtig ist vor allem die Ausleuchtung weit nach vorn, damit Sie die Laufstrecke gut ausgeleuchtet haben. Falls Ihnen wohler ist, wenn auch die Umgebung links und rechts der Strecke erhellt ist, achten Sie auf einen breiten Lichtkegel. Bei einigen Stirnlampen können Sie die Fokussierung des Lichtkegels auch einstellen. Zudem ist es wichtig, dass Sie die Leuchte nach oben und unten justieren können. So können Sie entscheiden, ob Sie lieber den Weg direkt vor Ihnen oder ein bisschen weiter weg ausgeleuchtet haben möchten – je nach Tempo und Terrain. Aber Achtung, in der Gruppe kann eine zu hoch eingestellte Stirnlampe die Mitläufer blenden. Eine zu tief eingestellte Stirnlampe führt hingegen zu einer schlechten Körperhaltung und evtl. Nackenproblemen.
    4. AKKU ODER BATTERIE
      Neue Stirnlampen-Modelle haben meistens einen Akku, der über ein USB-Kabel aufgeladen wird. Es gibt aber auch Stirnlampen, die mit Batterien (Einweg oder wiederaufladbar) betrieben werden. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass die Batterien einfach zugänglich sind, damit sie ohne großen Aufwand gewechselt werden können. Wichtig für die Kaufentscheidung einer Stirnlampe ist ihre Akku-Laufzeit. Dabei gilt grundsätzlich zweierlei:
      1. Je heller die Lampe, desto kürzer die Akku-Laufzeit und
      2. Je größer (und damit schwerer) der Akku, desto länger die Laufzeit.
      Sie sollten sich also überlegen, wie wichtig Ihnen jeweils Leuchtstärke, Akku-Laufzeit und der Tragekomfort Ihrer Stirnlampe sind. Modelle gibt es für alle Ansprüche: Es gibt Hochleistungs-Stirnlampen, die maximal sechs Stunden leuchten, und Allround-Stirnlampen, die bis zu 220 Stunden leuchten können. Diese Werte beziehen sich jedoch immer auf die am höchsten eingestellte Leuchtkraft. Mit weniger Leuchtkraft kann auch eine Hochleistungs-Stirnlampe länger als sechs Stunden leuchten. Die Leuchtstärke ist hier der entscheidende Faktor.
    5. WASSERDICHTIGKEIT
      Die meisten Stirnlampen sind wasserdicht, dennoch sollten sie beim Kauf versichern, dass Ihre Lampe diese Eigenschaft hat. Denn es muss nicht immer Starkregen sein, auch Nieselregen und Nebel können in die Lampe eindringen und auf Dauer ihre Leistung einschränken.
    6. AKKUAUFBEWAHRUNG
      Häufig ist der Akku in einem wasserdichten Kästchen am Hinterkopf am Gummi der Stirnlampe befestigt. Die andere Möglichkeit ist, den Akku mit einem Verlängerungskabel zu verbinden und dann in einer Tasche oder am Oberarm zu verstauen. Dadurch spart man Gewicht am Hinterkopf, was manche Läufer als störend empfinden. Sollte Ihnen das wichtig sein, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass ein Verlängerungskabel mitgeliefert wird.

    Wie viel Watt bzw. Lumen sollte eine Stirnlampe fürs Laufen haben?

    Sinnvoller, als die Leistung einer Stirnlampe in Watt zu betrachten, ist es, ihre Leuchtleistung in Lumen zu berücksichtigen. Je höher der Lumen-Wert, desto mehr Licht gibt die Lampe pro Zeiteinheit ab. Stirnlampen werden anhand des Lumen-Wertes in Kategorien eingeteilt. Mit bis zu 90 Lumen handelt es sich um Kompakt-Stirnlampen, die eine geringe Leuchtweite haben und eher für Laufwege durch die Stadt oder zum Spazierengehen geeignet sind. Die Allround-Stirnlampen mit über 100 Lumen Lichtstrom haben meistens verschiedene Helligkeitsstufen und können bis zu 80 Meter weit leuchten. Diese eignen sich vor allem für Läufer, die auf ihrer Strecke unterschiedliche Lichtverhältnisse durchlaufen. Dank der verschiedenen Helligkeitsstufen können Sie entsprechende Veränderungen vornehmen. Hochleistungs-Stirnlampen müssen mindestens 100 Meter weit leuchten und einen Lumen-Wert von über 300 haben. Sie können so viel Licht aussenden, dass selbst das Laufen in totaler Finsternis zu einem außergewöhnlichen Erlebnis wird.

    Wozu dient das Rotlicht bei einer Stirnlampe?

    Bei Stirnlampen gibt es zwei Arten von Rotlicht. Manche Lampen besitzen einen Nachtsichtmodus mit rotem statt weißem Licht. Das rote Licht blendet weniger stark und das Nachtsehen der Augen bleibt erhalten – weil Ihre Augen sich nicht auf das helle Licht einstellen, können Sie auch in der nicht ausgeleuchteten Umgebung noch etwas sehen. Ein rotes Rücklicht am Hinterkopf dient der Sichtbarkeit vor allem im Straßenverkehr, egal ob blinkend oder stetig leuchtend.

    Fazit: So finden Sie die richtige Stirnlampe für sich

    Für jeden Laufeinsatz gibt es die passende Stirnlampe. Berücksichtigen Sie vor dem Kauf diese Punkte:
    • Für die Stadt eignen sich leichte Stirnlampen mit niedrigerer Lichtstärke, ein Rücklicht erhöht die Sichtbarkeit.
    • Auf unbeleuchteten Wegen brauchen Sie eine hohe Lichtstärke, um den Weg auch im Lauftempo sicher zu sehen.
    • Ein Akkufach am Hinterkopf verhindert Kabelsalat, allerdings tragen manche Läufer den Akku lieber in einer Tasche, um Gewicht am Kopf zu sparen.
    • Auf dunklen Wegen kann ein Nachtsichtmodus mit rotem Licht sinnvoll sein.
    • Tipp: Tragen Sie bei Regen eine Kappe, dann blenden die Reflektionen von den Regentropfen nicht so sehr.

    Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die besten Stirnlampen für Läufer vor. Klicken oder wischen Sie sich dazu einfach durch unsere Bildergalerie oberhalb des Textes.

  • Stirnlampen für Läufer im Test

    Black Diamond Cosmo Headlamp

    Für nur 30 Euro ist die Cosmo Headlamp erhältlich. Mit bis zu 200 Lumen und IPX8-Klassifizierung bietet sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.



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    Foto: Hersteller

    Mit drei AAA-Batterien ausgestattet, hat die Cosmo Headlamp eine Brenndauer von 45 (High) bzw. 180 Stunden (Low). Mit ihren maximal erreichbaren 200 Lumen Leuchtkraft und einer IPX8-Klassifizierung hat die Stirnlampe anderen Modellen in ähnlichen preislichen Regionen oftmals etwas voraus. Die IPX8-Klassifizierung gibt an, dass die Stirnlampe wasserdicht ist und auch 30 Minuten bis zu einem Meter tief unter Wasser sein kann, ohne Schäden davon zu tragen. Spritzwasser, Nebel und Regengüsse sind dank der wasserdichten Konstruktion ebenfalls kein Problem. Die einstellbaren Modi der Cosmo Headlamp umfassen einen Fernlicht- und Nahbereichsmodus, eine Dimmfunktion, einen Blinkmodus sowie einen Nachtsichtmodus mit rotem Licht. Die maximale Leuchtweite bei höchster Helligkeit beträgt 65 Meter. Im "Low"-Modus leuchtet sie bis zu 12 Meter weit.

    Daten zur Black Diamond Cosmo Headlamp

    Lichtstärke: 200 Lumen
    Leuchtweite: zwischen 12 und 65 Metern
    Energieversorgung: 3 AAA-Batterien
    Akku-Laufzeit: zwischen 45 und 180 Stunden
    Gewicht: 86 Gramm
    Wasserdichtigkeit: Wasserdicht (IPX8-Klassifizierung)
    Preis: 30,00 Euro

    Hier gibt's die Cosmo Headlamp im aktuellen Preisvergleich:


  • Stirnlampen für Läufer im Test

    Black Diamond Icon Headlamp

    Die 300 Gramm schwere Stirnlampe sorgt mit bis zu 500 Lumen für reichlich klare Sicht beim nächtlichen Lauf.



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    Foto: Hersteller

    Die hellste Stirnlampe aus dem Sortiment von Black Diamond ist die Icon Headlamp. Das Batteriefach, in das vier AA-Batterien passen, ist für eine optimale Gewichtsverteilung am Hinterkopf befestigt und lässt sich auch abnehmen. Bei voller Leistung von 500 Lumen verfügt die Icon Headlamp über eine Leuchtweite von bis zu 100 Metern und eine Brenndauer von bis zu 70 Stunden. Im Low-Modus können bis zu 175 Stunden generiert werden, allerdings mit einer sehr geringen Leuchtweite von zwei Metern. Ein dreistufiger Batterie-Leistungsmesser zeigt die verbleibende Lebensdauer an. Neben einem Modus zur Dimmung, einem Blinkmodus sowie einem Sperrmodus, besitzt die Stirnlampe auch einen RGB-Nachtsichtmodus. Wahlweise rotes, grünes oder blaues Licht kann hier eingestellt werden. Abrundend ist die Icon Headlamp von Black Diamond IP67 klassifiziert, was bedeutet, dass sie staub- und wasserresistent ist. Das Gehäuse ist vollständig abgedichtet und für den Betrieb bis zu einem Meter Tiefe im Wasser für 30 Minuten ausgelegt.

    Daten zur Black Diamond Icon Headlamp

    Lichtstärke: 500 Lumen
    Leuchtweite: zwischen 2 und 100 Metern
    Energieversorgung: 4 AA-Batterien
    Akku-Laufzeit: zwischen 70 und 175 Stunden
    Gewicht: 300 Gramm
    Wasserdichtigkeit: Wasserdicht (IP67-Klassifizierung)
    Preis: 100,00 Euro


    Hier gibt's die Icon Headlamp im aktuellen Preisvergleich:


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