• Laufschuhe für Frauen im Test

    Die aktuellen Damen-Modelle

    Keine Frau käme auf die Idee im Alltag Männerschuhe zu tragen. Ebenso abwegig ist dies bei Laufschuhen. Wir zeigen die aktuellen Damenmodelle.



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    Foto: Hersteller

    In Deutschland und weiten Teilen Zentraleuropas ist Laufen bei Frauen unter 30 mittlerweile deutlich beliebter als bei gleichaltrigen Männern. Zudem sind die Zuwachsraten bei den Frauen höher. Ursachen sind vermutlich in einem gesteigerten Körperbewusstsein und einer gesünderen Lebensweise zu sehen. Die Zahl der laufenden Frauen wird in den nächsten Jahren weiter wachsen – absolut und überproportional. Zudem gelten gerade jüngere Frauen bei den Herstellern als attraktive Zielgruppe, kaufkräftig und konsumfreudig. Daher gibt es inzwischen ein breites Angebot an eigens konstruierten Frauenmodellen, und in der Zukunft wird hier weiterhin viel passieren. Denn die Forschung in diesem Gebiet scheint noch lange nicht am Ende.

    Frauen-Laufschuhe – die wichtigsten Merkmale
    Die Anforderungen an Frauen-Laufschuhe müssen sich an den physiologischen Eigenschaften ihrer Füße orientieren. Das klingt banal, wird aber bei noch längst nicht allen Frauen-Joggingschuhen umgesetzt. Der durchschnittliche Frauenfuß ist nämlich nicht einfach ein kleinerer Männerfuß. Frauenfüße haben andere Proportionen als Männerfüße. Und sie werden beim Laufen anders belastet. Die Unterschiede bei den Laufschuhen für Männer und Frauen beziehen sich also nicht nur auf die Passform, sondern auch auf die Konstruktion. Die offensichtlichsten Punkte, die es zu berücksichtigen gilt, sind:

    • Frauen sind leichter als Männer. Selbst bei gleicher Körpergröße sind Frauen leichter, im Schnitt um 15 Prozent, wobei es hier regionale Unterschiede gibt. Der Grund für die Gewichtsunterschiede: Frauen haben weniger Muskelmasse, der Knochenbau ist leichter.
    • Bei Frauen weichen die Winkelstellungen der unteren Gliedmaßen – das Verhältnis von Ober- zu Unterschenkel gemessen – ab der Hüfte von den Werten bei Männern ab. Die bei einigen Läuferinnen zu beobachtende X-Bein-Stellung wird auf die breiteren Hüften zurückgeführt; dadurch ergibt sich ein größerer Q-Winkel („Q-Angle“), eine orthopädische Bezeichnung für die Beinachsenstellung.
    • Frauen sind außerdem flexibler – das heißt sie sind dehnfähiger, gleichzeitig ist ihr Bindegewebe schwächer als bei Männern.

    Diese Unterschiede zwischen Frauen- und Männerphysiognomie haben vor allem Auswirkungen auf die Mittelsohlenkonstruktionen von Laufschuhen.

    Weichere Dämpfung bei Damen-Laufschuhen
    Aufgrund des geringeren Körpergewichts von Frauen sollte vor allem die Dämpfung der Damen-Laufschuhe entsprechend ausgelegt sein. In der Tat weisen spezielle Frauenlaufschuhe eine weichere Dämpfung auf; im Einzelfall sind sogar die Dämpfungs- und Stabilitätselemente in der Mittelsohle geschlechtsspezifisch ausgelegt – etwa bei Form und Härte der Air-Dämpfungskissen bei Nike oder den Mittelfußbrücken bei Asics. Hersteller Reebok reduziert bei Damen-Laufschuhmodellen die Höhe des Mittelsohlenmaterials; wo es bei einem Männer-Laufschuh im Fersenbereich 24 und im Vorfuß 12 Millimeter sind, sind es beim entsprechenden Frauen-Laufschuh nur 22 und 11 Millimeter. Die Dämpfung ist also auf das niedrigere Frauen-Körpergewicht ausgelegt.

    Frauen-Laufschuhe mit höherer Flexibilität
    Obendrein sind Frauen-Laufschuhe etwas leichter, was bei Reebok etwa durch größere Flexkerben noch unterstützt wird: Hier wird weiteres Material, also Gewicht eingespart und dazu ist der Schuh flexibler. Nike verwendet für Damen-Laufschuhe mitunter sogar andere, flexiblere Einlegesohlen als für die entsprechenden Herren-Laufschuhe.

    Spezielle Außensohle bei Laufschuhen für Frauen
    Immer öfter zu finden ist auch die spezielle Form und Gestaltung der Außensohle. Untersuchungen von Laufschuhherstellern haben ergeben, dass Frauen beim Fußaufsatz in der Landephase weiter außen mit dem Fuß aufkommen – eine eversive Position, wie die Orthopäden sagen. Dementsprechend ist das Crash-pad – der Sohlenteil, mit dem der Schuh als erstes den Boden berührt – beim Frauen-Laufschuh weiter nach außen verlagert, also auf die äußere Seite der Außensohle. Das Crash-Pad passt sich besonders gut dem Untergrund an. Dafür ist es oft von der Außensohle entkoppelt und kann sich somit frei bewegen. Außerdem sind, wie oben angeführt, die Flexkerben in der Außensohle von Frauenschuhen tiefer, ermöglichen eine größere Beweglichkeit.

    Werden diese Konstruktionsbesonderheiten umgesetzt, spricht man bei Laufschuhen von einer Frauen-spezifischen Konstruktion. Im Unterschied dazu gibt es viele Laufschuhe allerdings auch in einer (einfachen) Frauenversion: Und dies bezieht sich dann oft nur auf die unterschiedliche Passform.

    Frauenfüße sind nicht nur kleiner
    Denn bei der Fußform sind die Unterschiede zwischen Frauen- und Männerfüßen offensichtlicher – und für Laufschuhhersteller konstruktionstechnisch leichter umzusetzen. Klar, Frauen haben im Durchschnitt kleinere Füße. Genauer gesagt, Frauenfüße sind schlanker. Für eine mehrjährige Studie untersuchten die Tübinger Sportmediziner Stefan Grau und Inga Krauß die Füße von mehr als 900 Personen, ihr Ergebnis: „Frauen haben bei gleicher Fußlänge in den beobachteten Größen schmalere und flachere Füße als Männer und außerdem einen größeren Großzehenwinkel als Männer.“

    Frauenfüße haben andere Proportionen
    Ein weiterer Unterschied ist die andere Proportion des weiblichen Fußes. Bei Frauen ist der Vorfuß im Vergleich zum Rückfuß breiter als bei Männern. Der Spann ist absolut gesehen flacher, in der Relation aber höher als bei Männern; wobei bei Frauen die Unterschiede größer sind als bei Männern. Im Durchschnitt ist auch das Ristmaß deutlich geringer: Dies wird gemessen, wenn man ein Maßband um Ferse und den Spann führt. Das Ergebnis hat vor allem Konsequenzen für die Passform von Damen-Laufschuhen; gerade der Einstiegsbereich sollte also bei Laufschuhen für Frauen kleiner ausfallen. Der Schaftrand sollte dabei auch niedriger sein, sonst stößt das Fußgelenk auf den Schaftrand, insbesondere wenn Frauen mit Männerschuhen laufen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden ist – wenn Passform und Funktion stimmen.

    Laufschuh-Auswahl und Laufschuh-Kauf
    Achten Sie bei der Laufschuh-Auswahl auf die Punkte, die oben bezüglich Anatomie und Funktion genannt wurden. Suchen Sie hieraus die Elemente heraus, die auf Sie zutreffen:
    • Habe ich einen schmalen Fuß?
    • Wie viel Platz brauche ich im Ballen- und Zehenbereich?
    • Wie flexibel ist der Schuh?
    • Wo waren bei meinen bisherigen Schuhen die Problemstellen für den Fuß?
    • In welchen Schuhen habe ich mich bislang am wohlsten gefühlt?


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  • Laufschuhe für Frauen im Test

    Brooks Ghost 11

    Der Brooks Ghost 11 hat eine ausgewogene Dämpfung. Vor allem für Fersenläufer ist der Schuh sehr gut geeignet.



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    Foto: Hersteller

    Erhältlich bei amazon.de

    RUNNER'S-WORLD-Testeindruck: Ausgezeichnet mit diversen Preisen war der Ghost ohnehin schon. Jetzt wurde er auch noch bei der RUNNER´S WORLD-Leserwahl zum beliebtesten Dämpfungsschuh gewählt. Die Kombination aus besten Abroll- und Dämpfungseigenschaften, Support und guter Passform trifft den Geschmack vieler Läufer. Gerade das neue, nahtfreie Obermaterial wertet den Ghost 11 gegenüber seinem Vorgänger nochmals deutlich auf. Ein Testläufer resümierte stellvertretend für die anderen: "Der Ghost ist für mich mehr denn je ein Alltagstrainingsschuh für ruhige Läufe. Für höheres Tempo wähle ich andere Modelle." Der Ghost hat eine sehr geringe Leistenkrümmung, daher fühlen sich vor allem Läufer, die sehr ausgeprägt über die Ferse laufen (Fersen-Aufsetzer), mit dem Schuh wohl.

    Fazit: Der Brooks Ghost 11 hat eine ausgewogene Dämpfung. Vor allem für Fersenläufer ist der Schuh sehr gut geeignet.

    Kategorie: Neutralschuh
    Gewicht: 269 Gramm
    Sprengung: 11,4 Millimeter
    UVP: 140 Euro

  • Laufschuhe für Frauen im Test

    Adidas UltraBOOST 19

    Der Adidas UltraBOOST bleibt auch in der 19. Auflage ein Laufschuh mit maximalem Komfort. Die punktelastische Außensohle ermöglicht ein federndes Laufgefühl.



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    Foto: Hersteller

    Erhältlich bei amazon.de

    RUNNER'S-WORLD-Testeindruck: Die Charakteristik des UltraBOOST ist unverändert, ein Laufschuh mit maximalem Komfort. Die weiche, punktelastische Außensohle sorgt für ein sehr federndes Laufgefühl. Kein Wunder, dass der Schuh bei Sneaker-Fans als Freizeitschuh so populär ist: Es gibt wohl wenige Laufschuhe, auf die die Beschreibung so gut zutrifft wie hier: Bequemes Laufgefühl. Das Flaggschiff hat sich konstruktionstechnisch wenig geändert. Matthias Amm, Produktchef für Laufschuhe bei Adidas, erklärt: "Wir haben den Ultraboost komplett zerlegt und ihn neu aufgebaut."Ins Auge fällt das Obermaterial, das nun in einem Arbeitsvorgang gestrickt wird. Die Zahl der eingesetzten Teile wurde reduziert, aber an der Mittelsohle mehr Boost-Schaum eingesetzt. Passform und Abrollverhalten sind dem Vorgänger ähnlich, doch der Fuß ist - im direkten Vergleich - jetzt besser in die Mittelsohle eingebettet. Vor allem im Fersenbereich spürt man die bessere Führung, die ein sichereres Aufsatzgefühl vermittelt: kleine Änderung mit positivem Effekt. Die Charakteristik des Ultraboost ist unverändert: ein Laufschuh mit maximalem Komfort. Die punktelastische Außensohle sorgt für ein federndes Laufgefühl.

    Fazit: Der Adidas UltraBOOST bleibt auch in der 19. Auflage ein Laufschuh mit maximalem Komfort. Die punktelastische Außensohle ermöglicht ein federndes Laufgefühl.

    Kategorie: Neutralschuh
    Gewicht: 275 Gramm
    Sprengung: 10mm
    UVP: 180 Euro

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