Nike Free RN Distance Shield im Dauertest

Ist der doch ganz dicht?

In unserer Rubrik "Dauertest" wird Laufausrüstung von der Redaktion einem Stresstest unterzogen. Hier geht es um den wasserabweisenden Nike Free RN Distance Shield.

Der Nike Free RN Distance Shield im Detail
Nike Free RN Distance Shield Pfuetze

Mit dem Nike Free RN Distance Shield sind Pfützen kein Problem. Während knapp 200 Kilometern ausschließlich bei schlechtem Wetter, bekam unser Tester Henning nie nasse Füße.

Bild: Runner's World

Bei Laufschuhen bin ich Zahlenfetischist. Jedes neue Paar lege ich sofort auf die Briefwaage und freue mich zusätzlich auf die Daten zu Sprengung, Passform und Dämpfung aus unserem Labor. Den Nike Free RN Distance Shield feiere ich für seine 197 Gramm. Gut, werden Sie jetzt sagen, am Free ist ja auch nichts dran. Falsch!

Nike Free RN Distance Shield – überraschend wenig Free

Das Laufverhalten ist dank des flachen Aufbaus, der geringen Sprengung (5,7 Millimeter Höhenunterschied der Mittelsohle zwischen Vorfuß und Ferse haben wir im Labor gemessen) und der Free-typischen Flexkerben sehr agil, aber in meinen Augen ausreichend stabil, um für trainierte Neutralläufer geeignet zu sein. So führt einen das Wort "Free" doch etwas in die Irre. Dafür ist an dem Wort "Distance" in der Modellbezeichnung wirklich etwas dran: Dieser Schuh ist durchaus für längere Strecken gedacht. Einen großen Anteil daran hat der „Lunarlon“-Schaum in der Mittelsohle, der für eine gute Dämpfung sorgt. So ist dieser Free massenkompatibel – ein vollwertiger Laufschuh mit angenehmer Dämpfung, eher weiter Passform im Vorfußbereich und ausreichend Stabilität. Nach einem Barfußlaufschuh fühlt sich dieser Free jedenfalls nicht an.

Die Shield-Membran hält Wasser ab – und selbst sehr lange. Nach einem Jahr im Einsatz ist der Lotoseffekt noch vorhanden, sodass Wasser auf der Oberfläche abperlt.

Bild: Runner's World

Nike Shield – Schutzschild gegen Nässe

Doch weshalb ich das geringe Gewicht so herausstelle, ja, sogar beeindruckend finde, liegt an der Besonderheit des Schuhs: Der Free RN Distance ist dank Nikes Shield-Membran wasserabweisend. Stark wasserabweisend. In einem knappen Jahr Schlechtwettereinsatz mit rund 200 Kilometern Laufdistanz habe ich in diesem Schuh noch nie nasse Füße bekommen. Ob Starkregen, Pfützen oder Schlamm – stets hielt die Membran dicht. Nach wie vor perlt Wasser ab, Stichwort: Lotoseffekt. Steif ist das Obermaterial dadurch aber keineswegs. Es ist dicker als bei einem luftigen Sommerschuh, aber auch dünner als bei anderen wasserdichten Schuhen ist, hält die Füße nicht nur trocken, sondern auch noch warm. Nikes Shield-Membran ist für Läufer eine gute Alternative zu Gore-Tex.

Ein Winterlaufschuh ist der Nike Free RN Distance Shield dennoch nur mit Einschränkungen. Die Außensohle hat auf (nassem) Asphalt keine Probleme und auch mit Schlammpassagen auf Forst- und Parkwegen kommt sie trotz fehlendem Profil erstaunlich gut zurecht. Aber bei Schnee und Eis ist es dann doch vorbei. Gut, ein Schuh kann nicht in jedem Terrain glänzen. So ist der Nike Free RN Distance Shield das, was er sein möchte: ein Top-Schlechtwetter-Schuh für die Stadt.

hält die Füße warm und trocken

läuft sich angenehm neutral und direkt

rutscht auf Schlamm und Schnee

Tester: Henning Lenertz
Testprodukt: Nike Free RN Distance Shield (2016er Modell)
Testdauer: 195 Kilometer
Kaufpreis: 120 Euro
Webseite: www.nike.de

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