• GPS-Uhren, Pulsuhren und Laufuhren im Test

    Alleskönner am Handgelenk

    Die aktuellen GPS-, Sport-, Lauf- oder Pulsuhren können mehr denn je. Allerdings macht das die Wahl des richtigen Modells nicht leichter: Mit Pulsgurt oder ohne? Für 500 oder 200 Euro? Wir helfen weiter.

    GPS Uhren

    Foto: Hersteller

    Noch vor wenigen Jahren war eine Unterscheidung nach GPS-, Sport-, Lauf- oder Pulsuhren sinnvoll. Heute sind die allermeisten Modelle jedoch alles in einem – und noch mehr. Über einen in das Uhrengehäuse integrierten GPS-Sensor werden Distanz und Geschwindigkeit ermittelt. Die Herzfrequenz wird entweder mittels Brustgurt oder – immer häufiger – von einem optischem Sensor an der Gehäuseunterseite der Uhr direkt am Handgelenk gemessen. Über diese beiden Grundfunktionen, GPS und Herzfrequenzmessung, verfügt jede moderne Laufuhr.

    Welche Funktionen brauche ich an meiner Laufuhr? GPS, Pulsmessung, Activity-Tracking?

    Welche Uhr nun für Sie die Richtige ist, hängt neben Ihrem vorhandenen Budget vor allem von der angestrebten Nutzung aus. Wer neben dem Laufen andere Sportarten betreibt, sollte darauf achten, dass die Uhr über eine Multisport-Funktion verfügt, sodass Sie auch beim Radfahren oder Schwimmen stets mit allen Informationen versorgt werden. In Top-Uhren steckt meist ein größerer, ausdauernder Akku, der Sie auch bei langen Aktivitäten von 10, 15 oder gar mehr als 20 Stunden nicht im Stich lässt. Hinzu kommen zusätzlichen Sensoren wie Barometer (Höhenmessung), Thermometer (Temperatur), Bewegungssensoren (Activity-Tracking). Für einen besseren Empfang (im Gelände) verfügen einige Top-Modelle zusätzlich über einen GLONASS-Empfänger (russisches Satellitensystem). Zudem fungieren immer mehr Uhren auch als Smartwatch – hier gilt es aber, genau zu schauen, wie "smart" die Uhr tatsächlich ist. Zeigt sie als zusätzlicher Bildschirm einfach bloß Benachrichtigungen an oder lassen sich mit ihr auch Nachrichten verschicken?

    Die aktuellen Laufuhren stellen wir in dieser Fotostrecke vor, klicken oder wischen Sie sich einfach durch. Weckt ein Modell in unserer Uhren-Galerie Ihr Interesse? Dann klicken Sie auf den Link in der Beschreibung, der Sie zum jeweiligen Eintrag in unserer Laufuhr-Datenbank führt. Dort finden Sie einen ausführlichen Testbericht sowie eine Auflistung aller relevanten Funktionen.

    Warum ist die Pulsmessung wichtig?

    Die Herzfrequenz ist ein sehr verlässlicher Wert für die körperliche Belastung: Der Puls steigt mit zunehmender körperlicher Anstrengung, beim Laufen also mit zunehmendem Tempo, beim Bergauflaufen oder bei schwieriger werdenden Laufbedingungen. Deshalb ist ein Pulsmesser nicht nur für ambi­tionierte Läufer sinnvoll, die ihr Training nach verschiedenen Pulsvorgaben gestalten, sondern gerade auch für Anfänger. Denn Anfänger machen immer wieder den Fehler, dass sie zu schnell loslaufen, und da ist der Pulsmesser eine effektive „Bremse“: Wenn der Puls zu hoch ansteigt, muss man langsamer werden oder eine Gehpause einlegen. Bei vielen Uhren lassen sich die individuellen Trainingsbereiche einstellen.

    So legen Sie den Pulsgurt richtig an

    Für eine exakte Pulsmessung bei Uhren mit einem Brustgurt muss dieser richtig sitzen. Daher sollten Sie für das Justieren des Pulsgurtes etwas Zeit nehmen. Bei einem neuen Pulsmesser empfiehlt es sich, den Brustgurt vor dem ersten Lauf ein paar Stunden zu tragen, z. B. bei der Arbeit oder beim Fernsehen: So merkt man am besten, ob der Gurt einengt und beim Atmen stört. Lassen Sie ihn mindestens eine Stunde lang angelegt. Einen richtig eingestellten Brustgurt werden Sie nach einiger Zeit „vergessen“. So sollte es sein. Zu locker darf der Pulsgurt allerdings auch nicht sitzen. Beim kompletten Ausatmen sollte noch eine ganz leichte Spannung auf dem Gurt herrschen. Ist er nämlich zu locker, droht er zu rutschen. Manche Läufer neigen dann unbewusst dazu, nur noch unvollständig auszuatmen, um das Rutschen des Gurtes zu verhindern. Überprüfen Sie beim Laufen mit Pulsgurt daher Ihr Atemverhalten sehr sensibel, um nicht unbewusst flacher atmen.

    Der Test zum richtigen Sitz

    Ob der Pulsgurt fest genug sitzt, kann man recht einfach testen. Die einfachste Form: Legen Sie den Gurt locker an und husten Sie im Stehen mehrfach hintereinander. Wenn der Gurt verrutscht, ist er zu locker. Testen Sie den Sitz zudem bei einem schnellen Trainingslauf. Laufen Sie dazu mindestens zehn Minuten bei 90 Prozent Ihrer HFmax. Der Brustgurt zur Pulsabnahme sollte dabei weder verrutschen noch einengen und Sie beim Atmen behindern. Frauen sollten vor einem Rennen mit Brustgurt diesen in Kombination mit dem Sport-BH testen, damit es nicht zu unangenehmen Scheuerstellen etwa auf dem Brustbein kommt.

    Für die Herzfrequenzmessung per Pulsgurt ist zudem die Leitfähigkeit der Haut unter den Sensoren wichtig. Wenn Sie nicht sowieso schnell schwitzen, feuchten Sie die Sensoren vorm Training etwas an. Es gibt auch ein spezielles Gel, das auf die Haut aufgetragen wird und die Leitfähigkeit erhöht.

    Pflege des Pulsgurtes

    Nach dem Laufen sollte der komplette Brustgurt gründlich unter kaltem Wasser oder in der Dusche ausgewaschen werden. Anschließend kurz abtrocknen und an einer gut belüfteten Stelle trocknen lassen. Bei manchen Bluetooth-Brustgurten lässt sich der Sender vom Gurt trennen. Das sollte nach jedem Lauf geschehen, damit die Batterie geschont wird und Gurt und Sender besser trocknen können.
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    Apple, Nike Watch Nike+

    Die beste Läufer-Smartwatch (für iPhone-Besitzer) ist eine gute Sportuhr. Ambitionierte Sportler wünschen sich jedoch mehr Funktionen und einstellbare Anzeigen.



    Bild 1 von 15

    Foto: Hersteller

    (Männer, Frauen)


    Die zweite Apple-Watch-Generation ist dank GPS und wasserdichtem Gehäuse ein guter Laufpartner und begleitet einen auch bei vielen anderen Sportarten. Aktivitäts-, Distanz- und Pulsmessung gehen in Ordnung. Die Zielgruppe würden wir aus Läufersicht jedoch auf Freizeitathleten eingrenzen. Ambitionierte Läufer würden sich nicht nur bei Intervallen und Tempoläufen an der Bedienung stören, sondern auch schon daran, dass jede Einheit in der Standard-App mit einem dreisekündigen Countdown beginnt ? ziemlich ungünstig, wenn man am Start eines Rennens die Uhr schon Sekunden vor dem eigentlich Startschuss starten muss. In der Nike+ Run Club App kann man den Countdown indes abstellen. Kurz: Wer eh eine Smartwatch sucht, macht mit der Apple nichts falsch und braucht im Grunde auch keine weitere Sportuhr. Wer jedoch nur eine GPS-Sportuhr möchte, könnte sich für das Geld einer Apple Watch (ab 419 Euro) gleich mehrere normale Pulsuhren kaufen oder sich ein Modell mit weiteren Funktionen und Sensoren zulegen. Den ausführlichen Testbericht zu der Apple Watch 2 und zu der Apple Watch Nike+ finden Sie unter http://www.runnersworld.de/ausruestung/erster-test-der-apple-watch-series-2-und-nike.399144.htm



    Weitere Informationen und Daten zur Apple, Nike Watch Nike+ finden Sie in unserer Laufuhr-Datenbank:

    Apple, Nike Watch Nike+ (Männer, Frauen)

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    Garmin Fenix 3

    Die Garmin Fenix 3 lässt sich als vielfach einsetzbares Spielzeug bezeichnen. Sie eignet sich perfekt für Trailläufer, die Puls, Höhe und vieles mehr messen und tracken wollen.



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    Foto: Hersteller

    (Männer, Frauen)


    Die Fenix 3 ist technisch wesentlich ausgereifter als ihre Vorgänger und dient als Multisportuhr. Die Fenix 3 eignet sich allerdings nur für kräftige Handgelenke. Für Läufer besonders interessant: Der Brustgurt mit integriertem Bewegungssensor zur Messung der Laufeffizienz ermittelt auch Schrittzahl, Schrittlänge und Schrittfrequenz sowie die Bodenkontaktzeit.

    Pro: Sehr klares Farbdisplay; vielfältige Pulsfunktionen zur Trainingssteuerung via App/Online-Coach, multifunktionell; guter Akku

    Kontra: Für Läufer mit schmalen Handgelenken zu groß und zu schwer.



    Weitere Informationen und Daten zur Garmin Fenix 3 finden Sie in unserer Laufuhr-Datenbank:

    Garmin Fenix 3 (Männer, Frauen)

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    Garmin Forerunner 25

    Die Garmin Forerunner 25 ist ein Einstiegsmodell mit GPS und klassischer Pulsmessung mit Brustgurt. Sie ist als Frauenmodell mit schlankerem Gehäuse erhältlich.



    Bild 3 von 15

    Foto: Hersteller

    (Frauen)


    Die Forerunner 25 gilt bei Garmin als Einsteiger-GPS-Uhr. Das Vorgängermodell war die FR 15, die als einfach zu bedienende Uhr gute Testergebnisse erhielt. Die neue FR 25 ist vom Gehäuse etwas dünner, ansonsten wenig verändert. Gut: Es gibt zwei verschiedene Größen. Das konfigurierbare Display ist deutlich größer und klarer in der zweizeiligen Ansicht. Technisch ist vor allem ?Bluetooth Smart? jetzt mit an Bord, das die Verbindung zum Smartphone erlaubt, etwa zum Ablesen von SMS oder zur Live-Verfolgung des Läufers vom PC aus. Die Bedienung über die vier Drücker ist einfach, aber nicht selbsterklärend. Activity-Tracking ist integiert; zur Pulsmessung kann ein Brustgurt gekoppelt werden (aber nicht via Bluetooth).

    Pro: Satelliten-Recording-Funktion ­erlaubt deutlich schnelleren Start. ­GPS-Funktion akkurat wie bei teureren Modellen. Activity-Tracker integriert.

    Kontra: Der Preis ist für ein Einstiegsmodell nun deutlich zu hoch. Das Bedien­konzept ist veraltet. Materialwahl und Verarbeitung wirken billig.



    Weitere Informationen und Daten zur Garmin Forerunner 25 finden Sie in unserer Laufuhr-Datenbank:

    Garmin Forerunner 25 (Frauen)

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