• Jogger-Buggys

    Babyjogger und Laufkinderwagen im Test

    Jogger-Buggys und Laufkinderwagen zeichnen sich durch größere Räder und Luftbereifung aus. Dazu sind Spurweite und Radstand größer. Wir haben die aktuellen Babyjogger getestet.



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    Foto: iStockphoto

    Ihr Kind lehnt sich bequem zurück, Papa oder Mama laufen: Mit einem Laufkinderwagen kein Problem! Wir testen regelmäßig Babyjogger in der Redaktion, Sie finden alle auf den folgenden Seiten. Unten lesen Sie alles, was Sie zum Laufen mit einem Jogger-Bugggy wissen müssen, woran Sie einen guten Babyjogger erkennen und was Sie beim Kauf beachten sollten.

    Bei welchen Läufen kann man sein Kind im Jogger-Buggy mitnehmen?

    Zuerst kommt das Kind. Das ist die Regel Nummer eins. Ein Kind kann durchaus Spaß haben daran, im Babyjogger geschoben zu werden. Der Spaß hört aber früher oder später auf, eine Stunde ist oft das Maximum. Denn während Sie Ihrem Bewegungsdrang frönen, ist dem natürlichen Bewegungsdrang des Kindes Einhalt geboten. Auf längeren Strecken – oder gar bei Marathon-Veranstaltungen – haben deshalb Laufkinderwagen nichts verloren (denn mehr als eine Stunde sitzt kein Kind gerne ruhig).

    Verantwortungsbewusst eingesetzt, ist ein Laufkinderwagen für laufende Eltern dagegen doppelt sinnvoll: Die Eltern werden durch die Kinder nicht am Laufen gehindert, es entsteht kein Frust, nicht laufen zu können, und das Kind ist, während die Eltern laufen, bestens versorgt, nämlich im direkten, leicht schaukelnden Umfeld der Eltern.

    Was macht einen guten Babyjogger aus?

    Wir erklären hier die Unterschiede zwischen einem normalen Kinderwagen und einem speziell fürs Laufen geeigneten Babyjogger. Außerdem zeigen wir, woran Sie einen guten Laufkinderwagen erkennen und was Sie beim Kauf eines Jogger-Buggys beachten sollten.
    1. Konstruktion: Im Gegensatz zu normalen Kinderwagen sind spezielle Laufkinderwagen größer: Ihre Spurweite (Hinterachse) ist breiter, der Radstand ist länger, damit der Wagen besser geradeaus läuft. Gleichzeitig sollten sie aber auch möglichst leicht sein, weshalb auf Alltags-Komfortmerkmale mitunter verzichtet wird. Entscheidend für die Laufeigenschaften sind die Räder.
    2. Räder und Bereifung: Größere Räder bieten bessere Laufeigenschaften – und zwar sowohl für Sie als Läufer, als auch für das Kind. Denn größere Räder laufen besser über Unebenheiten hinweg; das ist wie zu Urgroßvaters Zeiten: da hatten Kinderwagen immer große Räder, es gab auch viel mehr schlechte Straßen. 16 bis 20 Zoll sollten es beim Babyjogger sein. Am leichtesten rollen die großen 20-Zoll-Räder. Die Speichen der Räder können aus Kunststoff oder aus Metall sein, auf jeden Fall müssen sie einen stabilen Eindruck machen. Eine Luftbereifung dient zur besseren Federung des Wagens und erhöht den Komfort für das Kind. Ein niedrigerer Luftdruck erhöht den Komfort, da die Reifen dann besser federn. Der Luftdruck sollte zwischen 0,75 und 1,5 bar liegen, je nach Gewicht von Kind und Wagen. Wichtig ist auch das Reifenprofil, es sollte für alle Untergründe geeignet sein.
    3. Fahr-/Laufverhalten: Viele (preisgünstigere) normale Kinderwagen haben schlechte Lager: Laufkinderwagen haben meist hochwertige, gedichtete Lager. Dies merkt man beim Kauf, wenn man ein Rad anhebt und anstößt, es sollte leicht laufen. Auch sind diese Lager belastungsfähiger und verschleißärmer. Ein Laufkinderwagen muss nicht besonders wendig sein, für die engen Regalreihen eines Supermarktes taugt er nicht: Aber der lange Radstand sorgt für sicheren Geradeauslauf, deshalb ist das Vorderrad auch starr. Am besten vor dem Kauf mit Gewicht im Wagen das Handling testen.
    4. Griff: Der Schiebegriff sollte möglichst in der Höhe verstellbar sein. Unter- und Oberarm sollten einen rechten Winkel zueinander bilden, so wie beim normalen Laufen. Der Griff sollte etwa in Höhe des Bauchnabels eingestellt sein; hier ist der ideale Kraft-Ansatzpunkt.
    5. Gurt: Um Ihrem Kind die größte Sicherheit zu gewährleisten, wählen Sie einen größenverstellbaren 5-Punkt-Gurt. Der Gurt sollte einen Sicherheits­verschluss haben und dennoch leicht zu bedienen sein, dass Sie ihn auch mal mit einer Hand öffnen können. Die Gurte sollten zudem weich gepolstert sein, so ist das Kind auch bei längeren Läufen sicher und bequem mit von der Partie.
    6. Sicherheit: Das Kind muss immer angegurtet sein, und zwar so, dass es auch beim Umkippen des Jogger-Buggys nicht heraus fällt. Im Idealfall ist es dann durch die Rahmenkonstruktion des Wagens geschützt. Allerdings sollte ein guter Jogger-Kinderwagen im Laufbetrieb gar nicht erst dieser Gefahr unterliegen. Wer viel bergauf und bergab unterwegs ist oder auf unebenen Wegen, sollte auf einen niedrigen Schwerpunkt achten. Das Kind sollte zudem gut in den Sitz passen.
    7. Bremsen: Die Bremse dient beim Laufen zum Abbremsen den Kinderwagens – nicht für den Läufer! Deshalb reicht meist die Felgenbremse am Vorderrad, leicht und intuitiv bedienbar muss sie aber sein. Trommel- oder Scheibenbremsen an den Hinterrädern sind für Lauf-Geschwindigkeiten etwas überdimensioniert, aber natürlich eine luxuriöse Ausstattung. Wichtig ist eine Feststellbremse für den Stand. So kann das Kind gefahrlos ein- und aussteigen und der Jogger-Buggy rollt beim Anschnallen nicht weg. Es gibt verschiedene Arten von Feststellbremsen, etwa mit dem Fuß zu bedienende an der hinteren Achse oder auch welche am Griff.
    8. Federung: Babyjogger und Laufkinderwagen verfügen über eine besondere Federung, damit das Kind auch beim Transport über unebene Strecken komfortabel und sicher mitfährt. Diese sorgt mit den Luftreifen dafür, dass Erschütterungen noch besser abgefangen werden und das Kind dadurch ganz bequem sitzt – auch auf unebeneren Waldwegen. Bei vielen Lauf-Buggys kann die Federung je nach Gewicht des Kindes individuell eingestellt werden – die richtige Stufe sorgt für besten Komfort für Ihren kleinen Mitfahrer.
    9. Transport: Achten Sie beim Kauf eines Jogger-Buggys darauf, dass er sich leicht zusammenklappen bzw. auseinander- und zusammenmontieren lässt. Dies erleichtert sowohl den Transport im Auto als auch die Aufbewahrung zuhause.
    10. Preis: Entscheidend ist unter dem Strich, welchen Nutzen Sie von dem Laufkinderwagen haben. Wenn Zeit Geld ist, ist der Preis oft Nebensache. Wenn Sie Ihr Kind ein paarmal zum Laufen mitnehmen können, brauchen Sie keinen Babysitter.

    Ab wann kann das Kind im Babyjogger mitfahren?

    Ein Kind sollte erst dann im Laufkinderwagen mitgenommen werden, wenn es selbst problemlos und gut sitzen kann. Dazu gehört, dass das Kind den Kopf sehr gut alleine halten kann und das auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Das können Kinder in der Regel ab einem Alter von etwa sechs bis neun Monaten. Erst ab diesem Alter sollte über die Mitnahme im Jogger-Kinderwagen nachgedacht werden, dies ist das früheste Eintrittsalter in die Laufkinderwagen-Welt.

    Machen Babyschalen für den Laufkinderwagen Sinn?

    Für verschiedene Modelle der aktuellen Jogger-Kinderwagen gibt es auch Babyschalen oder -Tragewannen für sehr kleine Kinder. Zum Laufen sind diese – im Sinne des Kindes – weniger geeignet. Das Baby erleidet auf holprigen Wegen trotz Federung und Luftbereifung zu viele Erschütterungen beim Laufen.

    Wie schnallt man sein Kind im Jogger-Buggy richtig an?

    Vor dem Loslaufen muss die kostbare Ware sicher im Laufkinderwagen verstaut werden: Das Gurtsystem muss richtig justiert werden. Dies ist meist etwas fummelig und nimmt etwas Zeit in Anspruch. Auch lassen sich viele Kinder zunächst nicht gerne anschnallen. Aber die Zeit muss sein, da führt kein Weg dran vorbei. Die Gurte sollten perfekt sitzen, das Kind auf keinen Fall aus dem Gurtsystem herausrutschen können.

    Wie befestigt man die Sicherheitsleine richtig am Babyjogger?

    Auch der Läufer muss beim Laufen mit dem Babyjogger den Gurt anlegen: Ein Sicherheitsgurt oder -band wird am Wagen befestigt und mit einer Schlaufe am Handgelenk getragen. So kann sich der Kinderwagen nicht selbstständig machen. Die Sicherheitsleine sollte lang genug sein und wird immer an der Achse befestigt, nie am Handgriff. Hier würde die gezogene Leine den Kinderwagen unweigerlich umkippen. Besonders empfehlenswert ist eine Verbindung zwischen Sicherheitsleine und Bremse – dann wird der Wagen beim Ziehen der Leine gleich abgebremst.

    Was zieht man dem Kind Laufkinderwagen an?

    Achtung: Das Kind muss deutlich wärmer angezogen sein als der Läufer. Während Sie sich in Funktionsshirt und kurzer Hose warm laufen, kann das Kind durch Fahrtwind und mangelnde Bewegung auskühlen: Mütze, Handschuhe, Jacke und eine leichte Decke sind bisweilen sogar im Sommer sinnvoll. Übrigens auch geeigneter Sonnenschutz, sofern das Kind nicht durch ein Sonnenverdeck des Jogger-Kinderwagens geschützt wird.

    Muss ich beim Laufen mit einem Lauf-Buggy die Lauftechnik ändern?

    Die richtige Schiebetechnik für einen Laufkinderwagen gewöhnt man sich mit den Kilometern meist automatisch an, sie variiert etwas in Abhängigkeit von den Roll- beziehungsweise Laufeigenschaften des Jogger-Buggys. Grundsätzlich gilt: Sie sollten Ihren Laufstil nicht wesentlich verändern. Dazu gehört vor allem, dass Sie nicht beide Hände am Griff des Babyjoggers haben. Stattdessen schieben Sie nur mit einer Hand am Griff, die andere kann weiter frei schwingen.

    Allerdings muss auch die eine Hand nicht ständig Kontakt haben. Normalerweise gibt man dem Jogger-Kinderwagen alle paar Laufschritte abwechselnd mit der rechten oder linken Hand einen kleinen Schwung. Wie oft das sein muss, hängt vom Lauf- beziehungsweise Rolluntergrund ab: Auf Asphalt rollt der ­Jogger-Buggy oft sechs, sieben oder mehr Schritte problemlos geradeaus, auf sehr unebenem Geläuf muss dagegen immer eine Hand führen.

    Unser Rat: Abwechslung tut gut – nutzen Sie mal die rechte, mal die linke Hand zum Anschieben des Babyjoggers. Das verteilt die Belastung gleichmäßig auf beide Körperhälften, da freut sich auch der Rücken. Am freiesten läuft man leicht versetzt hinter dem Jogger-Buggy. Schiebt die rechte Hand, läuft man nach links versetzt und umgekehrt. Wichtig: Vor engen ­Kurven unbedingt das Tempo drosseln! Eventuell ist es sogar nötig, bei einer scharfen Wendung das Vorderrad anzuheben, um den Wendekreis zu verringern.

    Wie läuft man mit Babyjogger bergauf und bergab?

    Wenn’s steil bergauf geht, müssen beim Laufen mit dem Laufkinderwagen beide Arme ran. Bergab kann man dagegen ­einen gut justierten Jogger-Kinderwagen „sich selbst überlassen“ – ein Sicherheitsband ­zwischen Hand­gelenk und Griff hält die Verbindung. Dieses Sicherheitsband ist bei fast allen Jogger-Buggys im Lieferumfang enthalten.

    Auf den folgenden Seiten finden Sie die von uns getesteten Babyjogger. Wischen oder klicken Sie sich dazu einfach durch die Fotostrecke oberhalb dieses Textes.

  • Laufkinderwagen und Babyjogger im Test

    Sport-Buggy Thule Glide

    Mit knapp 10 Kilogramm ist der Lauf-Buggy Thule Glide ein Leichtgewicht. Geradeauslauf, Federung und Sitz sind top, nur für die Bremse gibt’s Kritik.



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    Foto: Walter Fey

    Preis: 479,00 Euro
    www.thule.com

    Der nur 9,9 kg leichte Thule Glide punktet mit sehr gutem Geradeauslauf und guter Federung bei den Laufeigenschaften. Der Lauf-Buggy weist eine hohe Qualität auf, und der gut gepolsterte Sitz lässt sich fast waagerecht absenken. Einzige Kritik: Die Bremse des Thule Glide wirkt nur aufs gering belastete Vorderrad.

    Einsatzgebiet
    Straße: +++
    Parkwege: +++
    Wald: ++

    Alltagseinsatz/Wendigkeit: -
    Qualität: +++
    Schutz: +++
    Komfort: +++

    Hier gibt's den Thule Glide in der aktuellen Version im Preisvergleich:



  • Laufkinderwagen und Babyjogger im Test

    Sport-Buggy Thule Glide: Griff

    Der Griff des Thule Glide lässt sich auf Knopfdruck schnell in der Höhe verstellen. So passt der Sport-Buggy Mama und Papa.



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    Foto: Walter Fey

    Für jede Größe: Der Griff des Glide weist ein sehr hohes Maß an Höhenverstellbarkeit auf. Dadurch ist es für Läufer jeder Größe möglich, den Sport-Buggy komfortabel zu schieben.

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